761
Eüropäisches Staatensystem.
ten Noode dürften nächstens mit Brüssel in Eins gezogen werden. Einegroße Menge neuer und prächtiger Hotels ist seit dem Jahre I82S ent-standen und zwar meistens im untern Theile der Stadt. Dahin gehörendas Iiotol sie Irotel cle l'univer«, dotel ro^al« rc. Zu den
Merkwürdigkeiten Brüssels gehören: das schöne, im deütschen Styl ge-baute Stadthaus, mit einem 361 Fuß hohen Thurm, dessen hohe Spitzedie 17 Fuß hohe Statue des heil. Michael als Wetterfahne trägt; dieschöne Hauptkirche, die Spitäler, die Bank, die Börse, der Königsplatz,der große Platz in der Mitte der Stadt, der Münzplatz, der Salvnsplatz,der Märtyrerplatz mit einem schönen Denkmal von Geef, der Platz cl«regellos, wo Egmont und Hoorn hingerichtet wurden, das Haus Chappuismit einer schönen Gemäldesammlung, u. dgl. m. Im unteren Theileder Stadt bildet das große Theater (das TIwsttre rassle), an demMünzplatze, den Centralpunkr. Um dieses herum, an den drei Seite»des Platzes, befinden sich die glänzendsten Kaffeehäuser von Brüssel, dieStadt ist der Sitz vieler Kunst- und Unterrichtsanstatten; man stndethier ein musikalisches Konservatorium, eine Maler-Akademie, ein Mu-seum mit einer Bildergallerie, die jedoch seit dem Jahre I82S keine Stückevon Bedeütung zählt, ein Observatorium, eine Akademie der Wißen-schaften und schönen Künste, ein berühmtes geographisches Institut (vonvan der Maelen gegründet), mit vielen schätzbaren Sammlungen, eineKadettenschule, Veterinärschule, ein Athenäum, eine Kunstschule, einefreie Universität rc. und mehrere Bibliotheken. Von den letzteren findzu erwähnen: die Libliotdstyuv äe kourMAne (gegründet im Jahre1566), die blos aus Manuskripten, an Zahl 1566, besteht, die Stadt-Bibiiothek mit 146,666 Bänden, die im Jahre 1837 gegründete Liblic»'tfiölzue nationale, mit 66,666 Bänden und 1166 Manuskripten, und dieLibliotlieHue i-oz-aie, welche durch den Ankauf der ausgesuchten va»Hnlthem'schen Sammlung einen großen Zuwachs erhalten, so daß sie jetzt76 bis 86,666 Bände stark ist. Die beträchtlichen Fabriken Brüssels lie*fern vorzügliche Zeüge von Tüll, Seide, Baumwolle, Leinwand, fernerTeppiche, Spitzen, Strümpfe, Hüte, Papier, Bronzewaaren, mathenEtische, chirurgische und musikalische Instrumente, Messer, Zucker, B>rk'Seife u. dgl. m., kurz die Industrie steht auf einer sehr hohen StEund treibt bedeutenden Handel. — Louvain (Löwen), St. an oerDyle, Lat. 56° 53' 26". Lvng. 2° 21' 31", mit 24,342 I. Zu denMerkwürdigkeiten dieser Stadt gehören: das weltberühmte, im Jah^1456 begonnene Rathhaus, dessen eigenthümliche, gothische Architektur,so wie der große Reichthum seiner Verzierungen es zu dem Gegensinnsunzähliger Darstellungen von Künstlern aller Rationen gemacht hat, n>^ter denen namentlich Dom. Quaglio's Bilder einen bedeütenden P>^einnehmen; doch ist nur die äußere Fayade das Sehenswerthe an VielemGebaüke; die an der einen Seite des Rathhauscs befindliche Hauptwach -das im byzantinischen Styl gebaute Gebaüde ter Mnsikgescllschaft,, ^Kathedrale mit einer sehr künstlichen steinernen Cborwand und euieialterthümlichen, großen, steinernen Sakramentshanse; 2 Jrrenhau'e ,die Maler-Akademie, das Athenäum und die dogmatisch-katholische ^versttät mit einer Bibliothek von 166 bis 186,666 Bänden. Die -erep-penflur der Bibliothek bildet ein prachtvolles Vestibül im altsächsiiem'Style, in welchem sich die breite Treppe erhebt, welches zu dem g>'0>ALesezimmer Hinaufführt. Der prachtvollste Theil der Bibliothek >st osogenannte Libliotliöfiuö Generals; sie nimmt das erste Stockwerk oe