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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Die Niederlande.

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höchsten Gewalt bekleidet. Durch ibu erreichte die niederländische See-macht eine solche Höhe, daß sie selbst den Engländern gefährlich erschien.Ja England herrschte um diese Zeit der gefurchtste Cromivell, dessenStreben daranf hinausging, die Niederländer zu demüthigen Daherentstand zwischen den Niederländern und den Engländern ein Seekrieg,der von beiden Seiten mit abwechselndem Glücke geführt wurde. Nie-derländischer Seite zeichneten sich die Admirale Tromp (ff- 1653 in derSeeschlacht bei Scheveningen), Ruyter und de Witt rühmlichst aus.Beide Theile endlich geschwächt, schlössen im Frühjahr 1654 Frieden.Als aber in England Karl III. (Stuart), der den Niederländern nichtsehr gewogen war» auf den Thron gelangte, so kam es 1664 zwischenbeiden Staaten wiederum zu einem Kriege, in welchem die Niederländererst unglücklich, nach Ankunft des Admirals Ruhten von der WestküsteAfrika's aber so glücklich fochten, daß die niederländische Flolte selbstLondon in Schrecken setzte, da sie bis in die Themse unter jenen tapfernSeehelden siegreich vorgedrungen war. Hierauf erfolgte der Friede zuBreda. Kurz nach dem Abschlüsse desselben wußten die Stände Hollandsunter der Leitung des de Witt die Provinzen Holland und West-Fries-land znr Abschassung der Statthalterschaft auf immer zu bewegen. Mannannte dieß das ewige Edikt.

Der ruhmsüchtige Ludwig XIV. von Frankreich richtete sein AugeMich auf die Niederlande, deren Untergang er bald beschloß. Entschlos-sen traten die Niederländer der drohenden Gefahr entgegen; Ruytererhielt den Oberbefehl über die Flotte, und behauptete zu Wasser mitbieser immer seine Überlegenheit gegen die Franzosen, bis er in einemSeetreffen bei Messina den 27. April 1676 fiel. Um im Innern dieNahe z„ erhalten, wurde Wilhelm III. von Oranien (Sohn Wilhelms

zum General-Kapitän und Ober-Admiral ernannt, und das ewigeE^ikt dadurch schon zum Theil aufgehoben. Als aber ein 2V0,VVV Mannstarkes französisches Heer in die Niederlande einrückte, und mehrereProvinzen sich bemächtigend, siegreich vordrang, da benutzte die oranische^rtei diesen Umstand für ihre Zwecke, verlangte und erhielt die völligeAufhebung des ewigen Edikts, und die Ernennung des Prinzen vonAranien zum Statthalter, welche Würde zugleich zu Gunsten des Hau-^ Oranien für erblich erklärt ward. Johann de Witt und sein Bruder

^urnelius, Bürgermeister von 2

»rankreich einverstanden glaubte, zu Haag vvm Pöbel auf unmenschliche"t^sse ermordet.

Unter dem neüen Statthalter kämpften die Niederländer mit ziem-^wem Glück, und als ihnen Brandenburg, der Kaiser, das deütschet"ch und selbst Spanien beistanden, mußten sich die Franzosen nothge-« uiigen wieder über den Rhein zurückziehen und znm Frieden entschlie-der auch zu Nimwegen 1678 zu Stande kam. Kurz vor diesemA ^densschluffe vermählte sich der Statthalter Wilhelm III. mit einerSr- . n Prinzessin, der Tochter des Herzogs Jakob von York. Diesem>i^ählung wurde die Veranlassung zu einem neüen Kriege, indem sichfuelnr durch die Macht der Gewalt, ohne seine Herrschaft über dieBm? aufzugeben, auf den englischen Thron setzte, und den seinemgehaßten Konig Jakob H. , dessen sich Frankreich nun annahm,sich entfernte. Mit Großbritannien und der Niederlande verbandenkäm,-. und einige deutsche Fürsten, so° wie auch Spanten; doch"'"Psteu die Franzosen zu Lande nicht ohne Glück, erlitten aber 1692

Dordrecht, wurden, da man sie mit