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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Europäisches Staatensystem.

bei la Hogue von der vereinigten englisch-niederländischen Flotte eine sobedeutende Niederlage, daß Jakob seine Ansprüche auf den englischenThron aufgab. Endlich wurde dieser Krieg, der noch mit abwechselndemGlücke fortdauerte, durch den Frieden zu Rijswijk 1697 beendet. Frank-reich mußte alle in den spanischen Niederlanden gemachten Eroberungenan Östreich zurückgeben, behielt aber Straßburg im Elsaß. Doch derFriede war nur von kurzer Dauer. Der spanische Erbfolgekrieg zogauch die Niederlande und England in das Kriegsgewühl hinein; abermitten in den Vorbereitungen dazu starb 1762 König Wilhelm am 19-März, und hinterließ als Thronerbin seine Schwägerin, die KöniginAnna. In den Niederlanden erlosch mit Wilhelms Tode die oraniseheLinie von Nassau, und damit auch die Erbstatthalterwürde der Provin-zen Holland, Seeland, Utrecht, Geldern und Ober-Jjssel. Die Lenkungdes Staatsruders ward dem berühmten Heinsius als Groß- und Raths-Pensionär anvertraut.

Wilhelm III. hatte den Fürsten Wilhelm Friedrich von Nassan-Dietzin seinem Testamente zum Nachfolger eingesetzt. Dieser war aber auseiner Reise bei Moerdijk ertrunken. Daher erwählte die vranische Parte«1718 dessen siebenjährigen Sohn Wilhelm zum Statthalter von Gronin-gen; dasselbe thaten Drenthe und Geldern. Durch den Frieden zu Ut-recht, der den spanischen Erfolgekrieg beendete, fiel die spanisch (katho-lische) Niederlande Östreich anheim. Nach einer achtzehnjährigen, weisenund ruhmwürdigen Staatsverwaltung starb 1720 der Groß-PenstonärHeinsius, und an seine Stelle trat Hornbach, der ihn aber nickt zu er-setzen vermochte. An dem 1740 ausgebrochenen östreichischen Erbfolge-kriege nahm auch die Niederlande auf Betrieb der oranischen Partei MMaria Theresia Theil und unterstützte diese Kaiserin, und in deMFrieden von Aachen, 1748, erhielt die Niederlande die von Frankreichgemachten Eroberungen zurück. Die Macht dieses Staates aber fing umdiese Zeit an merklich zu sinken.

Wilhelm IV-, der 1751 gestorben, hinterließ einen dreijährigen SohN-Wilhelm V., über welchen seine Mutter Anna und nach deren To^edie Generalstaatrn die Vormundschaft übernahmen, bis er nach vollen-detem achtzehnten Jahre 1766 die Regierung antrat. Da er durchunkluge Art zu regieren die Unzufriedenheit des Landes in hohem Gra°erregte, so kam es zwischen ihm und den Patrioten zum offenen KaMplAund Holland und Utrecht entsetzten ihn aller seiner Würden. DomPreüßens König, Friedrich Wilhelm II., sein Schwager, schickte ihm "Heer von 30,000 Mann zu Hilfe; diese drangen siegreich in das holm>^dische Gebiet ein und bekleideten Wilhelm im Haag wieder mit oueseinen früheren Würden und Rechten. Als aber in Frankreich die R "vvlution ansbrach, erklärte der National-Konvent dem Erbstatthairden Krieg; der französische General Dumvuriez rückte gegen die N>eoe^lande los und eroberte mehrere Städte; allein die Franzosen wurovon den Östreichern 1793 bei Neerwinden geschlagen und zurückgetrieve 'Nach dem Abmärsche der Östreicher jedoch marschirten die Franzolwieder gegen die Niederlande; da wollten die Holländer ihre Prov' "durch eine selbst herbeigeführte Überschwemmung schützen; allein es gfror plötzlich und nun drangen die Feinde auf der Eisfläche bis Amstdam, welches sich übergab. Der Erbstatthalter floh mit seiner §am>>nach England, und starb hier bald nach seiner Ankunft. Die PatE^erhoben sich zu Gunsten Frankreichs, die Statthalterwürde wurde abge>cy