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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Eüropäisches Staatensystem.

3. St. Martin. Diese Kolonie liegt östlich von den Jnngfern-inseln, wurde 1638 zuerst von den Franzosen und Niederländern angebaut,welche 1648 die Insel theilten, ist etwa 4 Q.M. groß, hat gegen 4006Inwohner, ist reich an Zucker, Baumwolle und Seesalz. Die Einnah-men betrugen im Jahre 1841 16,881 Gulden, die Ausgaben 22,846 Gul-den. Vgl^ S. 236.

N. Kolonien in Afrika.

Die Forts auk Guinea.

Sie haben einen Flächenraum von 131 Q.M. mit 15,666 Inwoh-nern, und sind Cre vecoe ur bei Akkra, Barrak», Cormantine (FortAmsterdam) jetzt aufgegeben, Fort Nassau, St. Georg della Mina(Elmina), die bedeutendste Besitzung der Niederländer, Comenda,St. Sebastian, Hollandia vom großen Kurfürsten von Branden-burg gestiftet und Friedrichsburg genannt, allein 1726 an die Nie-derländer abgetreten, späterhin wieder aufgegeben, Takkoray, Ba-denftein und Axim mit dem Fort St. Antonio. Die Einnahmenbetrugen im Jahre 1841 766 Gulden, die Ausgaben 55,386 Gulden.

III. Kolonien in Asien.

I. Die Intel Java.

Von dieser Insel, die im W. durch die Sundastraße von der InselSumatra getrennt wird, besitzen die Niederländer 2354 Q.M. und nur'/. der Insel steht unter 2 einheimischen Fürsten. In der Mitte desLandes ist eine vulkanische Gebirgskette, deren höchste Gipfel 13,666 Fußhoch sind. Man zählt über 36 noch thätige oder erloschene Vulkane, vondenen folgende bemerkenswerth sind: der Taschem im Osten 6666 F. hoch,der Gebe 16,666, der Arjuka 16,666 F. hoch, der Guntnr und der KawaDomas, der aus zahllosen Spalten fortwährend raucht u. dgl. m. Auch fin-det man heiße Quellen und Schwefelseen, z. B. auf dem Vulkan Patnha.Merkwürdig ist auch das an der Straße nach Djiang liegende Todten-thal, von den Eingebornen Guwo Upas, d. h. vergiftetes Thal genannt,in dessen Nähe man einen eckelhaften, erstickend starken Geruch wahr-nimmt. Es hat wohl über '/- M. im Umfang, ist oval 36—35' tief, hateinen ganz flachen Boden von anscheinend harter, sandiger Beschaffe""heit, ohne Vegetation, und ist ganz mit Skeletten von menschlichen We-sen, Tigern, Schweinen, Hirschen, Pfauen und allen Arten von Vögel"bedeckt. Nirgends eine Ansdünstung oder Öffnung. Die Thalseite» je-doch sind von unten bis oben mit Baümen und Sträuchern bedeckt. Die-ses Thal, in welchem jedes Geschöpf binnen wenigen Minuten stirbt,erinnert an die Hundsgrotte bei Neapel, doch hat es einen größeren Um-fang und läßt nirgends einen Schwefelgeruch wahrnehmen. .

Die Südküste Java's ist steil und unzugänglich, die Nordküste flam,der Boden gut bewässert und meistens überall außerordentlich fruchtbar,im N. dagegen Morast. Java bietet (nach Hardie) nur zweierlei Ge-birgsarten dar: vulkanische und sehr junge tertiäre. Erstere sind sa>rlauter Feldspath-Gesteine, oder aus deren Zerstörung hervorgegangen»Trümmergesteine, so wie Tuffe und smektische Thone von großer ErM'»-cknng, welche Erzeugnisse von Staubauswürfen zu sein scheinen.jungen ueptunischen Bildungen erscheint als eine Art Einfassung um m