Die Niederlande.
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Insel, bestehen aus Thon, kalkhaltigen Sand- und Kalkstein, in Wechsel-lagerung mit vulkanischen Thonen und Tuffen. An der Westseite der In-sel folgen die Tertiär-Gebilde. Bei seinen Mineralquellen enthält Javasehr ansehnliche Massen von Kalktuff oder Travertin, zuweilen von 19'Mächtigkeit. Das Mineralreich liefert Gold, Silber, Salz, Schwefel rc.Von den Flüssen sind bemerkenöwerth: der Jkatra, Surabaya, Lara undder Sireiju oder Prvgo. Die Luft anlangend, so ist dieselbe im Innernmild und gesund, an der heißfeüchten Küste dagegen ungesund; doch hatsich seit einiger Zeit das Klima bedeütend gebessert, so daß Cholera, Fie-ber und Ruhr seltener vorkommen, und die neu ankommenden Europäer(Paru) nicht mehr so leicht sterben. Man schreibt diesen Umstand demNiederbrennen zahlreicher Wälder und Alangalang- (Rohrschilf) Gebüsche,der Umwandelung vieler Reisfelder in Zuckerplantagen und namentlichauch der Anpflanzung des Thees zu. Die Regenzeit dauert vom No-vember bis Mai. — Die Bewohner der Insel sind malaiischen Stam-mes und bestehen, außer in Javanesen, in Hindus, Chinesen, Ara-bern, Mauren, Aschanten, Negersclaven und Niederländern, und dieganze Bevölkerung belaüft sich auf 7,299,099 Seelen, worunter 4099Katholiken.
Java ist sehr angebaut und der fruchtbare Boden liefert vorzüglichBambus, Kaffee, Kokos, Zucker, Thee, Kochenille, Pisang, Pompelnuß,Baumwolle, Pfeffer, Indigo, Reis, Taback, Salanganen u. dgl. m.Der Kaffee Java's ist vortrefflich und es ist ergötzlich, in den großenPlantagen zur Zeit der Ernte .so viele Tausende von Menschen, meistFrauen und Kinder, mit dem Kaffee-Pflücken, welches mit der Weinlesein Deütschland Ähnlichkeit hat, beschäftigt zu sehen. Da die Kaffeeboh-nen, selbst von einem und demselben Gestraüche, nicht alle zu gleicherZeit reif werden, so dauert die Kaffee-Ernte hier gegen 4 Monate, undwährend dieser Zeit sind auf Java fortwährend wenigstens 199,990 Men-schen in den Kaffeeplantagen mit Abpflücken, Trocknen und Tampoken(Dreschen) des Kaffee's beschäftigt. Die Zeit der Kaffee-Ernte ist nament-uch hei den Kindern der Javanesen sehr beliebt, indem denselben wäh-s^iid dieser Zeit die Gelegenheit gegeben wird, Geld zu verdienen. DerMangel an Maschinen ist auf Java sehr fühlbar, denn es müssen sehrviele Arbeiter, welche man in Europa mit Dampf- oder Wasserkraft be-leibt, hier noch durch Menschenhände verrichtet werden. So z. B. wer-den, wegen gänzlichen Mangels an Ölmühlen, die Kokosnüsse auf Ra-speln von Menschenhänden geraspelt, mit Wasser vermischt und alsdannmit den Händen das darin enthaltene Ol herausgepreßt. Daß bei einerWichen Ölfabrikation viel Ölstoff in der geraspelten Kokosnuß zurückbleibt,rann man sich leicht denken. Der Thee aus Java hatte bisher, in Folgeves üppigen Klimas, da die Theepflanze eigentlich der gemäßigteren Zoneangehört, manche ungünstige Eigenschaften; man hat daher den Versuch^""acht, die Theepflanzungen nach dem Hochlande der Insel zu verlegen,dadurch eine Annäherung an das gemäßigtere Klima zu erzielen,und die Versuche sind geglückt. Die National-Chinesen, welche dieseFnanzungen beaufsichtigen, meinen, daß jetzt der schwarze Thee von«ekw". so gut sei, als der ächte chinesische. Im Jahre 182S pflanzteKolonist den ersten Zimmtbaum auf Java und im Jahre 1842 be-g<,7,dre holländische Kompagnie von dort bereits 117,999 Pfund Znnmt.ba ,- "2 mehreren andern Inseln, selbst nach Westindien ist der Zimmt-"«um gebracht worden und überall gedeiht er vortrefflich. Die Cochenille