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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Eüropäisches Staatensystem.

wird von Privatleuten mit Vortheil gezogen; der Taback aber will nichtrecht gedeihen, besser dagegen der Indigo. Von andern Pflanzen findetman den Karetbaum, dessen Saft ein sehr zähes, elastisches Gummiliefert, und den berüchtigten Antjar oder Bonupas, aus dessen Safteein starkes Gift bereitet wird. Von den Thieren find bemerkenswerth:der Babirussa, Tiger, Nashorn, wilde Büffel, Kaimane und der Ka-suar. An den Mündungen der Flüsse in die Südsce und in das indischeMeer machen sich die so eben genannten, zahlreichen Kaimane (Alliga-toren) den eingebornen Fischern und Seeleuren furchtbar, denn es ver-geht fast keine Woche, in welcher nicht Menschen von Kaimans zerrissenund verzehrt werden. Die Eingebornen waren deshalb schon seit vielenJahren von Seiten der Regierung zur Vertilgung der Kaimans aufge-fordert und Prämien von 12 Gulden für Ablieferung eines jeden Kaiman-Kopfes ausgesetzt worden. Allein alle angewendeten Vertilgungsmittelwaren bisher keineswegs hinreichend, und das Gouvernement fand sichdaher veranlaßt, eine Prämie von 50V Gulden demjenigen zuzusichern,welcher das bewährteste Kaiman-Vertilgungsmittel auffinde. Seit Kur-zem ist nun ein solches Mittel entdeckt und deshalb den Behörden derSeeplätze auf Java aufgegeben worden, dieses Mittel in Anwendungbringen zu lassen. Zu dem Ende werden gegenwärtig in den Leib todterHunde oder Katzen mit ungelöschtem Kalk angefüllte, verkittete Glas-flaschen eingenäht und die todten Thiere alsdann in die Flußmündungengeworfen, wo sie gar bald von den Kaimans aufgesucht, in deren Ra-chen gedrückt und so schnell verschluckt werden, daß der Kalk erst in den»Leibe des Kaimans zu löschen anfängt und so denselben von innenverbrennt.

Das niederländische Gebiet auf Java ist in 15 Residentschaften ver-theilt. Die Hauptstadt heißt: ,

Batavia, Hauptstadt, auf der Nordküste gelegen, unter 6° 12s. Br. und 106° 54' 3V" Länge, hat jetzt nur verfallene Haüser, einge-stürzte Gräben, ist nur am Tage belebt und durchaus nach einem derStadt Amsterdam ähnlichen Plane erbaut. Die eigentliche Bevölkerungder Stadt wohnt, des ungesunden Klimas wegen, auf dem höher g«^genen Molen oliet, Nijswijk, Weltevreden, KoningSplaid rc.Nur wenige Gebaüde zeigen noch, was Batavia war. Zu diesen gehs«das Stadthaus, wo früher der hohe Gerichtshof, das Tribunal, dlWaisenanstalt und Wechselbank ihren Sitz hatten; der Ungesundheit-L 'tavias wegen sind jedoch diese Institute nach Weltevreden verlegt. Au -fludet man noch die lutherische Kirche und Buitenkerk, welche le?"für die reformirte Konfession bestimmt ist. Zu Weltevrede ist ein H 'spital und Schloß. Die Stadt Batavia mit allen den Ansiedelung«.'welche zu ihr gehören, hat etwa 30ÜV eüropäische Inwohner (dastär abgerechnet) und Abftämmlinge von ihnen, 23,000 Javanestn oMalayen, 14,700 Chinesen, 6n« Araber und ungefähr 90« Sclaven-Gegenwärtig soll die Regierung mit der Absicht umgehen, im ^uflder Insel an einem schiffbar zu machenden oder durch einen Kanaleinem schiffbaren Strome verbundenen Flusse eine neue Stadt anzuleg 'welche die Hauptstadt der Insel und der Regierung werden soll. " ,ist nämlich zu der Einsicht gekommen, daß Batavia einemAngriff zu sehr ausgesetzt ist. Die Stadt hat eine große und simNhede und wird durch zahlreiche Inseln geschützt, darunter On rüst,dem Hauptarsenale, Magazinen und Zuchthaüsern. Die Geiammteu i