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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Eüropäisches Staatenfystem.

die Biene betrifft, so ist deren Zucht nur von einigem Belang in derProvinz Alem-Tejo und Beira, und sie reicht für den Bedarf an Honigund Wachs aus. — Der Seidenbau ist sehr herunter gekommen, undist nur in der Provinz Traö os Monteö von einigem Belang.

Die Hausthiere Portugals sind trefflich; doch wird ihre Kultur mitwenig Vortheil betrieben. Die Pferde sind nicht schlecht, jedoch wenigerals die Maulthiere im Gebrauch, die hauptsächlich in der Provinz TrasvS Montes gezogen und zum Transport der Waaren und Reisenden ge-braucht werden. Die Zahl der Esel ist viel geringer. — Das besteRindvieh findet man auf der Serra de Estrelka, in der Provinz Estre-madura und in der Provinz Minho. Es dient zur Verrichtung allerlandwirthschaftlichen Arbeiten, wo Menschenhände nicht ausreichen, wiez. B. zum Pflügen und Dreschen, ist aber zum Bedarf als Schlachtviehnicht hinreichend, so daß jährlich noch viel aus Spanien eingeführt wer-den muß.

Die Schafzucht wird ebenso wie in Spanien betrieben, und machtden bedeütendsten Theil der Viehzucht aus. Die feinsten Schafe werdenin der Provinz Beira gezogen, -dagegen sind die grobwolligen Schafe inTras os Montes weniger beliebt. Die Ausfuhr der Wolle hat in neue-rer Zeit aber sehr abgenommen, findet fast nur nach England statt,und die ganze Schafzucht gerälh immermehr in Verfall, weil man inder Bearbeitung der Wolle zurückgeblieben ist. Ziegen werden in großerMenge gehalten, als Milchvieh benutzt und die Ziegenbvcke dienen a«nhaüfigsten als Fleischnahrung. Die hiesigen Schweine zeichne» sich durchkurze Beine und breiten Rücken aus, die statt der Borsten dünnfteheudeschwarze Haare haben, und zum Theil mit Kastanien und Johannisbrotgemästet werden.

8. Mineralreichthum.

Portugal ist nicht arm an Erzadern, aber der Bergbau ist schrecklichvernachlässigt, ungeachtet im Mittelalter alle portugiesischen Könige > 1 "»der Hervorbringung edler Metalle beschäftigt waren. Gold findet mä«bei Adcha, zwischen Almada und Cezimbra, südlich von der Mündungdes Tejo. In den Jahren 1816—1821 war jährlich die Ausbeute u"Durchschnitt 3V Mark reines Gold. Verfallene Goldminen sind anAbhänge der Estrella und in Alem-Tejo. Goldhaltig sind auch mehrs^Flüsse, wie z. B. der Tejo und seine Nebenflüsse. Auf Vilbererz wrfgegenwärtig nicht gebaut; doch gab es 1628 ergibige Silbergrube«Tras os Montes, bei Braganpa und Monforte. Bleiglanz gibt es o /Lamego, Marvao, Murzm und Touoa in Beira; Quecksilberader«Azeytaö und Coina in der Nähe von Lissabon; Kupfererze und Walawim südl. Estremadura, in Alem-Tejo und Algarve; Zinnerze bei M"forte de Rio-Livre in Tras os Monteö, und Vleigruben bei Mogavou 'die i. I- 1819 6va Ctr. Erze lieferten. Am reichsten sind die t^e« Hlager, doch liegen sie meistens unbenutzt, bis auf das bei PedrosGrande in Estremadura. Es lieferte in den Jahren 1816 — 1821 v .schnittlich 12VV Ctr. reines Eisen. Von Halbmetallen findet man ^muth in Beira, Spießglanzerz in Mur?a, Arsenikkies in der Serr ^Estrella. Steinkohlen gibt es an mehreren Orten, z. B. der St. Pde Cova bei Porto, ebenso Braunkohlenlager. Marmor liefern A .h,Estremadura und Alem-Tejo; und an Kalkstein, Gips, Schiefer,,^»stein, Flintensteinen und Granit ist kein Mangel. Amethlste liefe