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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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831
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DaS Königreich Portugal.

8LL

ren für den Schiffbau und Roheisen hauptsächlich aus Schweden. Glas-fabriken, die zuerst von den Engländern angelegt wurden, sind zu Me-rinha grande in Estremadura, zu Lissabon und Porto. Eine konigl. Por-cellanfabrik befindet sich zu Lissabon, und eine Privat-Manufaktur zuPorto. Unter den Fayencefabriken sind die zu Lissabon, Porto, Coim-bra, Caldas, Estremoz rc. am bedeutendsten. Die Fabrikation in Lederwar früher ziemlich bedeütend, und ein großer Theil der Fabrikate wurdenach England und den nvrdamerikanischen Freistaaten geschickt. Die be-brütenden Fabriken sind zu Lissabon, Setuval, Porto, Coimbra, Povos,Beja, Guimaräes, Vianna, Evora und Thomar. Die Fabrikation inTaback ist am bedeütendsten zu Lissabon und Porto, und ein königlichesMonopol, dessen Pächter oft Millionäre geworden sind. Die Unterpäch-ter bezahlen gegenwärtig an die Regierung nach Vertrag mit Graf Far-rvba 12,00« Contos, für die Abtretung des Pachts an den Grafen Far-rvba 100 und an die Regierung, welcher durch die Cortes eine Erhöhungdes Tabackpreiscs zugestanden, von dieser Erhöhung 20V, Summa 1500Contos. Folgende Tabelle gibt einige Aufschlüsse über die Preise unddie Consumtion des Tabacks im Jahre 1838.

Name» der Qualität des

Preis per Pfund.

Verbrauch jährlich

Tabacks.

NeiS.

Pf->.

Amostrinha..

. 2000

3«

Cidade (im Einzelnen) .

1920

' 8,50«

Cidade (im Großen)

. ISO«

12,500

Simonie (im Einzelnen)

133«

183,000

Simonie (im Großen) .

120«

380,000

Rauchtaback.

450,000

Cigarren.

. 800

400,000

Ordinärer Schuupftaback

. 80«

500,000

Summa

. . 1,934,63«

Die Wachsfabriken reichen für den Bedarf aus und sind in ziem-licher Menge vorhanden. Die Seifefabriken, die ebenfalls unter könig-licher Pacht stehen, sind am bedeütendsten zu Lissabon und Porto. DieFabrikation in Papier, die hauptsächlich zu Alemquvr, Lissabon, PortoUnd in mehreren andern Orten betrieben wird, ist nicht einmal für denDringen Bedarf ausreichend, und es wird deßhalb jährlich eine MassePapier aus Frankreich, England und Holland bezogen. Oelmühlen vongeringem Umfange findet man in den Gegenden, wo Oelbau hauptsäch-lich getrieben wird. Windmühlen sind zahlreich aber nicht gut einge-richtet.

Zuckerraffinerien findet man zu Lissabon, Porto rc. Die Fabrikationsn Branntwein wird nur wegen der Beimischung zum Wein, den man*u s Ausland verführt, betrieben.

. Wenden wir nun unsere Blicke auf den Handel. Portugal istunrch seme Lage auf den Handel gewiesen, und. im sechszehnten Jahr-hundert waren die Portugiesen die Hauptvermittler zwischen Europa,-usten und Afrika; allem auch dieser ist im Laufe der Zeit sehr heruntergekommen, und der Verlust in der Handels-Bilance erreichte sein Maxi-shU'u in den Jahren 181 « bis 1815 , wo er sich von 11,324,000 Cruzados. >5ahre 1810, bis auf 79,475,000 Cruzados im Jahre 1811 beließ Und181 « sarck " Jahren 1814 bis 1815 auf den Betrag vom ^ahre

Der innere Handel ist wegen des Mangels an guten Landstraßen