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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Eüropäisches Staatensystem.

3) Insel Terceira, gegen 10 Q.M. groß; 4000 I. Sie ist sehrvulkanisch, fast überall von steilen Felsen umschlossen, hat herrliche Wei-den, baut Weizen, Mais und Wein und treibt Rindviehzucht. Angra,Hptft., guter Hafen, Fort, Leüchthurm, Sitz des Gouverneurs aller In-seln. — Praya, St. mit Hafen.

4) Insel St. Jörge, 6 M. lang, 1 M. breit; 2L,ooo I. Vieh-zucht und Weinbau. — Velas, St. 4000 I.

5) Insel Pico, 9 M. lang, 2'/- M. breit. 36,000 I. Hat im W-einen 6500 Fuß hohen Vulkan, zum Theil steinigen Boden. Weinbau.Städte sind: Lages, Magdalena und St. Nocco.

6) Insel Fayal, 2'/z M. lang und 2 M. breit, ist fast ganz rund,hak ein liebliches Klima, fruchtbaren Boden; Tannen, Palmen, Süd-früchte. Horta, Hauptort, Hafen und Seehandel.

7) Insel Graciosa, 2 M. lang, i'/- M. breit; 12,000 I. Reichan Wein und Getreide. S. Cruz, St.

8) Insel Flores, 2'/, M. lang, I'/, M. breit; 9000 I. Ist Hügel-reich, hat Cedern, Getreide, heiße Quellen. St. Cruz und Lages St-

9) Insel Corvo, '/- Q.M.; 1000 I. Starke Viehzucht.

b. Insel Madeira und Porto öanto.

1) Madeira wurde im I. 1419 durch Joav Gonyalo Zargo ent-

deckt, hat 16 Q.M., mildes Klima, und ist gebirgig. Haupterzeügrusstsind Wein und Südfrüchte. Im Innern Kaninchen. Handel mit Eng-land. Funchal, Haupthafen. >

2) Porto Santo, reich an Rebhühnern. Be,de Inseln solleneine Bevölkerung von 110,000 I. haben. Wein ist der vorzüglichste Aus-fuhrartikel, den man durchschnittlich jährlich zu 15,000 Pipen annimmt-In neuerer Zeit machen jedoch die verbesserten spanischen Weine dtNportugiesischen den Rang streitig.

o- Die caboverdilchen oder Inseln des grünen Vorgebirges.

Diese Inseln haben 149 Q.M. und bilden eine Gruppe von 9 In-seln, deren Namen folgende sind: Svl, Boavista, Mayo, St. ThiE-Togo, Brava, St. Nicolao, Baza, St. Luzia, St. Antonio, St. W'cente. Sie liegen zwischen 14° und 17 ° N., sind sehr gebirgig (Togo°Kegelberg soll über 8000 Fuß hoch sein) und fruchtbar, wenn nicU,^Regenzeit ausbleibt, was aber oft der Fall ist, und wo dann viele Men-schen den Hungertod sterben müssen. Die Luft ist beiß und ungesu"?'b-sonders auf Thiago, wo fast alle Eüropäer ihren Tod finden. D-evorzüglichste Ausfuhr dieser Inseln besteht in der Orseille, die Monopmdes Gouvernements ist, und woraus dasselbe jährlich 90 Contos bezrev»'m^von jedoch die Kosten des Einsammelns abgezogen werden müsse.'Die ^nseln werden durch einen einzigen Gouverneur regiert, der jetztnen S.tz, zu St Vicente hat. Auf St. Jago liegt die Hptst. P»rtoda Praia; Hafen.

st. Distrikt der Rüste von Guinea.

Er steht unter dem Gouvernement der Inseln des grünen Vorgebir-ges, hat 19,z Q.M., und erstreckt sich mehr denn 100 Leguas in dasInnere des Landes. Seine vorzüglichsten, aber von Negern bewohnte»Ortschaften sind: Geba, Zinguichor, Farim und Conconda am Rio Grande.An dieser Küste wird abscheulicher Sklavenhandel getrieben, eben!»