Europäisches Staatensystem.
8SY
Sierra deLoja und de Ronda, die sich durch ihre hohen Gipfel aus«zeichnen (der Cerro de Mulhacen IV,9L8 par. F. und der Pico deVeleta IS.68S par. F. hoch), und somit nach dem Meere zu abfallen.Von den beiden letzten Gebirgen laufen viele Nebenzweige nach demMittelländischen Meere zu, die bisweilen vereinzelte Berge bilden; dieEndpunkte sind im W. das Kap Trafalgar und die Spitze von Tarifs,im O. die Spitze St. Helena, Gata und Palos. Unter den Bergen,die zum Theil die Gestatt der östlichen Küste (in Murcia und Valencia)und den Lauf der östlichen Flüsse bestimmen, sind die Gebirge Mvlinamit dem Bergpaffe von Molina nach Teruel, die Peüagolosa, die Muelade Ares rc. bemerkenswerth.
Flükte.
Nach dem so eben beschriebenen Charakter der Gebirgszüge verstat-ten die Wasserstraßen nur eine dürftige Verbindung für den innerenVerkehr. Die Flüsse, von denen Spanien durchströmt wird, gehören demBassin des atlantischen und mittelländischen Meeres an, und haben ver-hältnißmäßig nur geringe Wichtigkeit für das Land. Die bedeütend-sten sind:
1) Der Duero. Er entsteht nördlich von Soria beim Engpässevon Urbion aus Lachen, durchstießt in westlicher Hauptrichtung großen-theils öde Gegenden, z. B. die Hochebene von Vurgos, und tritt nachPortugal über, wo er bei Oporto in's Meer sich ergießt. Er ist reißend,und nimmt u. a. die aus dem asturischen Gebirge kommenden FlüssePisuerga und ESla auf.
2) Der Tajo (sprich: Tacho '-). Er entspringt an der Sierra de
Albarracin, hat beinahe westliche Richtung, durchstießt den größten Theildes mittleren Spaniens und geht nach Portugal über, wo er in's Meersich ergießt. Er ist ebenfalls sehr reißend, hat hohe Ufer und morasti-ges gelbes Wasser. Von seinen Nebenflüssen sind bemerkenswerth: derHenares, der bei Aranjuez, die Guabarrama, die vom Gebirge gl-Namens kommt und oberhalb Albala, die Mayasca, die bei Barcas,der Salvr, der unterhalb Alcantara und der Zezere, der bei Punchetrmündet. .
3) Die Guadiana. Dieser Fluß kommt aus den Lagunas (Tei-chen) de Ruidera, in der Näh« von Alcaraz, versteckt sich bald nachseinem Entstehen hinter Schilf und Binsen, sprudelt an der Stelle, dttlos vgv8 (die Augen) heißt, wieder hervor, bat bis Badajoz eine wei»-liche, dann eine südliche Richtung, und ergießt sich zwischen Apamvnreund Castro Marin in's Meer. Bon den Nebenflüssen sind bemerkens-werth: die Zancara, Goquela, Guadasira und Ardila.
4) Der Guadalquivir. Er entspringt an der Oftseite der Srerrn
Cazorla, macht einen Bogen, nimmt bis nahe bei Sevilla eine fast wenliche, dann «ine südliche Richtung, ist gegen II Meilen lang, in se>tz"Unterlaufe kahnbar und ergießt sich bei Sän Lucar in's Meer. Zu se»N'Nebenflüssen gehören: die kleine Guadiana, der Guadalimar uider Genil. ,
Außer diesen Flüssen gehören noch dem Bassin des atlantrichMeeres an:
») G vor e und i, und j lauten immer wie ch, ll wie lj und s wie «r-