Das Königreich Spanien.
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aus Gliedern der Steinkohlen-Formation besteht. Die Steinkohlenschich-ten sind mitunter hier sehr zahlreich, und ihre Mächtigkeit wechseltzwischen o,„ und 2 Metern; manche zeigen sich sogar 6 M. stark.Braunkohlen kommen ebenfalls vor, doch ist der Anbau noch nicht vor-genommen. Von den nutzbaren Steinbrüchen sind bemerkenswerth: dieMarmorbrüche Aragoniens und Calalvniens, und die Alabaster- undJaspis-Brüche. Die Smaragd-, Topas- und Saphir-Brüche liegen gänz-lich unbenutzt. Salz wird als Quell-, Stein- und See-Salz sehr reich-lich gewonnen. Die reichlichsten Salinen finden sich zu Anaüa in Alva,zu Salinas in Guipuzcoa, in der Provinz la Mancha und Burgos;die berühmtesten Steinsalzwerke zu Cvrdova und Valtierra. Das meisteSalz kommt jedoch aus dem See- oder Baisalz, besonders aus der Baivon Cabip, und der Gesammtertrag an Salz belaüft sich jährlich auf8.««o,a»l> Centner. — Mineralquellen gibt es in Menge, und zwarStahl- und Schwefelwasser.
3. Klima.
Das Klima Spaniens ist, in Folge seiner physischen Beschaffenheit,dem mannigfaltigsten Wechsel unterworfen. Auf den Hochebenen ist estrocken, im Winter 2° kälter und im Sommer 6° wärmer als in Mar-seille, und die mittlere Wärme beträgt 15°. Im Winter ist der mitt-lere Stand des Thermometers zu Madrid -j- 6,5°, im Frühlinge 14,5°,im Sommer 24,und im Herbste 14,,°. Im heißesten Monate steigtdie Wärme im Mittel zu Madrid auf 24 bis 25°, und im kältestenMonate bis 5,»°. Die mittlere JahrcSwärme zu Madrid ist -j- 14,g".Der Himmel über der Hochebene ist im Sommer meistens klar, seltenbewölkt und es fällt kein Regen; im Winter jedoch regnet es haüfig.An der nördlichen Küste ist das Klima feücht, und in Bilbao soll derjährliche Niederschlag 16, zu Littoria und Pampelona jährlich 14 bis15 Zoll betragen. Der Olivenbaum und die Südfrüchte gedeihen indieser Gegend nicht mehr, und Galicien leidet oft durch den schneidendkalten Nordwestwind, der von den Castiliern Galle go genannt wird.In kühlen und regnichten Wintern fällt in diesen Gegenden der Ther-mometer bis 4, ja bis 8° Null. In den südöstlichen Gegenden herrschtkln fast ununterbrochener Frühling, besonders in den Provinzen Murciaund Valencia. Dagegen wird die Hitze in Granada und Andalusienust zu einer wahren afrikanischen, und führt den gewöhnlich 2 WochenAnhaltenden Wind Solano, der Alles ausdörrt und fast erstickt, so"ue zahllose Schwärme Mnsquitv's mit sich, die Menschen schwindelig,a>t ohnmächtig macht, und die Ausbreitung epidemischer Krankheitenbegünstigt, namentlich das gelbe Fieber. Im westlichen Theile des Lau-bes ist das Klima mild, aber abwechselnder als in dem nördlichen Theile,ble Wärme erreicht einen hohen Grad. und in Estremadura bleibt deuAegen nicht selten ein halbes Jahr und noch länger aus. Die östlichenhegenden gleichen hinsichtlich ihres Klima's Kleinasien und Syrien. —Schnee kennt man fast nur in den Gebirgen, Gewitter gehören zuen Seltenheiten, aber Erderschütterungen richten, bei dem vulkanischenCharakter der Halbinsel, im S. mitunter furchtbare Verheerungen an.
6. Pflanzenreich und Kultur des BodenS.
den Die Flora Spaniens hat eine Menge Pflanzen auszuweisen, unter*«en die zapfentragenden Gewächse ((.Uterne) den geringsten Antheil