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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Europäisches Stäatensysten».

an der Flora des Landes haben. Wälder gibt es nur wenige, und dievorhandenen sind so gelichtet, daß das Land alljährlich beträchtliche Zufuhran Holz bedarf. Don den Bäumen, die man in Spanien findet, sindbemerkenswert!»: die Korkeiche und die Eiche mit eßbarer Frucht, die imNorden, der Ölbaum, die Dattelpalme, der Jvhannisbrodbaum, derMandelbanm, die Feige, Orange, Citrone, Granate, Kastanie, die imS. gedeihen; ferner die Quitte, Aprikose, Pfirsiche, Kirsche, Pflaume,Birne, der Maulbeerbaum, Mastixbaum, Lorbeerbaum u. s. w. In denniedrigen Strichen gedeihen Ananas, Bananen, Aloe, und Cactus grünenim Freien. Der Obstbau wird durch das Klima sehr begünstigt undliefert im W. und S., so wie auf den bakearischen Inseln treffliche Er-zeügniss«, von denen aber nur die Feigen von Malaga und Valencia,die Orangen, Kapern und Mandeln ausgeführt werden.

Der Weinbau ist außerordentlich verbreitet, wird mit ausgezeichne»tem Erfolge in Andalusien, Granada, Valencia, la Manch» und Cata-lonien betrieben und durch das Klima begünstigt. Der jährliche Ertragdes in ganz Spanien gekelterten Weines wird im Durchschnitt auf36,vüv,vvv Arrobas berechnet, wovon etwa 568,00V Eiiner jährlich nach demAuslande ausgeführt werden. Sehr bedeütend ist auch der Ertrag vonden zn Rosinen getrockneten Weintrauben, die theils im Inlands ver-zehrt, theils durch den Handel in das Ausland, namentlich nach Eng-land, gehen. Beide Produkte machten bereits im I8ten Jahrhundertden dritten Theil der gesammten Ausfuhr aus. Den bedeütendstenWeinbau treibt Malaga, welches in seinen 7VVV Weingärten jährlichüber 2 SV,vvü Eimer baut. Diese Stadt treibt auch vorzüglichen Ölbau»der überhaupt über ganz Spanien südlich vom Duero und Ebro verbrei-tet ist. Am bedeütendsten ist er außerdem zu Sevilla, Valencia undauf den bakearischen Inseln.

.. Der Ackerbau ist in Spanien sehr vernachlässigt; am bedeutendstenist er ,n Valencia, welches durch seinen trefflichen Boden sehr begünstigtm "" Überfluß Reis, Getreide, Öl und Südfrüchte erzeügt-

Nach Valencia sind zu nennen Catalvnien und Murcia, »nd die nörd-ltchen Provinzen; die inneren Provinzen dagegen sind mehr auf dieViehzucht hingewiesen und gewähren nur eine unbedeutende Ernte. Ammeisten ist der Ackerbau in Galicien zurück. Die hauptsächlichsten Ge-treidearten Spaniens sind: Weizen, Reis, Mais, Moorhirse (psm-m)ynd Gerste, Erbsen und Bohnen; Roggen findet man nur im nördlichenvpamen und Hafer fast nur in den Küstenländern des mittelländische»Meeres, der letzten Zeit ist der Ackerbau mit der vermehrtenvölkerung gestiegen.

Der Gemüsebau ist gegen andere Länder sehr zurückgeblieben, den»der Spanier begnügt sich mit Hülsenfrüchten und Zwiebeln.

- ^ und Flachs gedeihen vorzüglich in Aragonien und Galkcie»,doch reicht der Ertrag für den Bedarf nicht hin. — Die Esparto-Biiste»benutzt man m Valencia und Murcia zu allerlei Geflechten, selbst Z"Stricken und Tauen und werden stark gebraucht.

Safran ulld Färbekraüter baut man über den Bedarf in den inne-re» Provinzen. Mit dem Anbau der Baumwollenstaude hat man glück'liche Versuche in den Provinzen Sevilla und Granada gemacht, und derjährliche Ertrag ist bereits auf lv,vvv Centner gestiegen. Als ein «gemthümlicher Produktengewinn erscheint die Benutzung der Sodapflanze an