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EürvpLischeS Staateusystem-
Was die geistige Kultur Spaniens betrifft, so war diese frühereine eigenthümlich gemischte und die Bildung stand in großer Blüthe,doch nahm sie später sehr ab und die schwachen Regierungen j die Kriegeund die Geistlichkeit haben sehr zum Nachtheil darauf eingewirkt. Ele-mentarschulen für Knaben zählte man im Jahre 1832 9558 mit 419,946Schülern und Elementarschulen für Mädchen 3970 mit 119,292 Schüle-rinnen. Außerdem gab es bei den meisten Klöstern besondere Kloster-schulen, die jedoch, mit Ausnahme einiger Nonnenklöster, als Erziehungs-anstalten für Mädchen nicht sehr besucht wurden. Für den höheren Un-terricht hat man lateinische Schulen, deren es im Jahre 1827 736 und1832 774 gab, und die in den größeren Städten mehrfach angetroffenwerden Am vorzüglichsten unter diesen Schulen sind die 8 königlichenGymnasien (estnäios renlss). Die aus diesen Schulen und Gymnasiennach Vollendung des streng vorgeschriebenen Lehrkursus entlassenen Zög-linge werden in den königl. Kollegien oder Seminarien theils zu niede-ren Geistlichen und Lehrern gebildet, theils beziehen sie die Universitätenund beendigen ihre Studien, nachdem sie einen akademischen Grad er-langt haben. Kollegien und Seminarien zählt man 56 und mehrerederselben sind mit den Universitäten verbunden.
Von den Universitäten genießen nur 15 alle denselben eingeräumtePrivilegien, und nur 8 sind zum Unterricht in allen Fakultäten berechntigt. Von diesen 8 Hochschulen wurde im Jahre 1827 Valencia von1569, Valladolid von 1247, Zaragoza von 1175, Sän Jago de CorMpvstella von 1954, Sevilla von 879, Granada von 812, Cervera voll573, und die älteste Universität Salamanca von 418 Studirenden besucht-Am geringsten unter der Zahl der Studirenden war die der Theologenweil erstere meistens nur auf den Seminarien ihre Studien mache"'Von den übrigen 7 Universitäten wurde Huesca von 537, Oviedo v»"429, Alcalä de Henares (im I7ten Jahrhundert die berühmteste HochschuteSpaniens) von 364, Ognate oder Osiate von 279, Toledo von 25?»Palm« von 177 und Orihuela von 124 Studirenden besucht. Auf keinedieser hier genannten 7 Universitäten darf Medicin, auf Palm« kan^irisches Recht und auf Ognate Theologie gelehrt werden, und es bleu"nur die Fakultäten des Civilrechts und der philosophischen und physti^hWissenschaften jeder spanischen Universität eigenthümlich. Übrigensdie Studirenden mit andern Ländern, namentlich mit Deütschlandglichen, in ihrer Bildung sehr zurück. Die Universität zu Okiate istaufgehoben.
Von den übrigen Unterrichtsanstalten Spaniens sind noch bemerre"werth: die Erziehungsanstalten für den jungen Adel, wie das Real ^minario de Nobles zu Madrid, Barcelona, Segovia und Bergaraikönigl. Ingenieur-Akademien zu Madrid und Barcelona, die jff-
schulen zu Talavera de la Reyna, Segovia und Barcelona; diefahrtsschulen zu Cadiz, Barcelona, Cartagena und Ferrol; das r.»und Marine-Kadettenhaus zu Cadiz, in Verbindung mit Sän Fern „pdas Marine-Kadettenhaus zu Ferrol, das mit dem Provinclat- ^Flotten-Spital zu Cadiz verbundene chirurgische Institut, das ch»ru gund pharmaceutische Institut zu Madrid, die Bergwerksschulen zu ^garia und Segovia, die Handels-Akademien zu Cadiz und achr'
Landwirthschaft- und Ackerbauschule zu Madrid, die topvgrapbnw^^anstatt daselbst, die Zeichenschulen zu Madrid und Cadiz und das ^ zgKonservatorium zu Madrid. .Nach einem amtlichen Berichte i