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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Das Königreich Spanien.

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Madrid eine Specialschule zur Heranbildung tüchtiger Derwaltungs-Beamten errichtet werden. Staatsrecht, Völkerrecht, National-Ökonomieund Verwaltungs-Wissenschaft sind die darin zu behandelnden Lehrgegen-stände. Vvm l. Januar 1845 an soll Niemand mehr zu einem Amtein der Verwaltung zugelassen werden, der sich nicht über tüchtige Stu-dien und Kenntnisse in diesen Lehrfächern ausweisen kann. BesondereBeförderungsmittel der geistigen Kultur sind die Akademien mit ^>enBibliotheken und anderen wissenschaftlichen Sammlungen. Die wisien-schaftliche Thätigkeit der Akademien ist von geringem Umfange, zumalsie zu wenig unterstützt wurden, und am meisten haben noch die Aka-demie für die spanische Sprache und Nativnal-Literatur und die könig-liche Akademie der Geschichte zu Madrid geleistet. Dagegen haben sichdie Akademie des spanischen und des Staatsrechts, die Akademie deskanonischen und Civilrechts, die Akademie der Arzneiknnde, die latei-nische Akademie, die Akademie der scholastisch-dogmatischen Theologie zuMadrid, die Akademie der Wissenschaften zu Sevilla, und die Akademiender schönen Künste und Wissenschaften zu Valencia, Cadiz und Barce-lona keinen wissenschaftlichen Ruf erworben. Für die Ausübung derMalerei, Bildhauer- und Baukunst hat die sie las tres no-

bles artes eine nicht unbedeutende Thätigkeit gezeigt.

Außer den, bei den Universitäten befindlichen, naturwissenschaftlichenUnd mathematischen Sammlungen verdienen die botanischen Gärten zuMadrid und Cadiz, welche beide Städte auch Sternwarten besitzen, einerErwähnung.

Die Bibliotheken, die mitunter viele sehr schätzbare Werke enthiel-ten, haben außerordentlich in dem Kriege mit den Franzosen (1808 bisk8iz) und in dem jetzigen Bürgerkriege gelitten und sind theilweise ganzA Grunde gegangen. Die bedeütendsten sind: die königl. Bibliothek zuMadrid, die im Jahre 1822 125,800 und im I. 1836 150,00« Bände undgOO« Handschriften zählte; die Bibliothek im Kloster Escurial mit 2«,00»fanden und 3700 Handschriften, die Liblioteoa evlumbma z» Sevilla.,"^20,000 Bänden und 700 Handschriften, die erzbischöfliche BibliothekA ^oledo mit 38,800 Bänden und 125 Handschriften, die Bibliothek zu> alencia mit 20,000 Bänden und 211 Handschriften und die zu Valla-tb->k ""t 20,008 Bänden und 300 Handschriften. Die übrigen Viblio-b-a^ri sind unter 20,000 Bänden, ja manche Universitäts-BiblivthekenNützen kaum 8000 Bände.

Größere Gemälde-Sammlungen befinden sich nur in den königlichendi^lossern, allein auch sie haben, so wie die Antiken-Sammlungen," durch

Kriege außerordentlich gelitten.

schk artistische Bildung hat die Spanier in mehreren Zweigen derKünste, besonders in der Malerei, erceiliren lassen, und daslein» - te früher einen außerordentlichen Reichthum an Gemälden ausdamv °-'^nen Schulen, und was sich davon im Auslande vorfindet, stehtftd " lm unbedeutenden Verhältnisse: denn fast jede Kirche und Kapelle,zuw-.-c ' Hospital, Stadthaus, jeder Justizpalast rc. bat deren auf-Gewt,Andalusien allein dürste man, nach einem Berichte, einsbi^ oe-Sammlung aufbringen, ein Museum blos aus den SchätzenUndkönnen, die in den jetzt aufgehobenen Klöstern begraben lagen,^ fremde Emissäre überschwemmen auch das Land in höheremDie lochen die kostbarsten Werke spottwohlfeii an sich zu ziehen,

-anptsiye der alten spanischen Malerei waren im Mittelpunkte des

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