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Europäisches Staatensystem.
1842 8,145,492 Seelen. In Sicilien betrug die Bevölkerung im Jahre1884 1,889,728 unv im Jahre 1837 1,943.366 Seelen, darunter 959,632männlichen und 983,734 weiblichen Geschlechts.
Die Fruchtbarkeit der Ehen anlangend, so kommen nach officiellenAngaben seit dem Jahre 1816 im Durchschnitt 11 Kinder auf 2 Eden.Uneheliche Geburten wurden im Jahre 1829 auf 292,432 Geburten 8335und im Jahre 1831 auf 219,261 Geburten 9588 gezählt; also war injenem Jahre unter den Neugeborenen das vierundzwanzigste, in diesemdas dreiundzwanzigste ein uneheliches Kind. Im Jahre 1841 wurden228,415 Kinder geboren , worunter 19,449 Findelkinder.
Was die Städte betrifft, so nimmt die Bevölkerung in den größerenab und in den kleineren und offenen Ortschaften verhältnißmäßig zu.Unter den großen Städten nimmt Neapel die erste Stelle ein; dieBevölkerung derselben
betrug im Jahre 1822 . . . 344,716 Seelen.
— — 1823 . . . 346,676 —
— — 1824 . . . 349,199 —
— — 1825 . . . 351,754 —
— — 1839 .. . 357,493 —
— — 1831 . . . 358.555 —
— — 1834 .. . 358,994 —
— — 1835 . . . 357,283 —
— — 1836 . . . 351,719 —
— — 1837 ... 336,392 —
— — 1849 . . . 337,865 — Darunter 1969 Mönche
und 717 Nonnen.
Zur Verminderung der Bevölkerung im Jahre 1836 und 1837 trugdie Cholera bei. Die zweite Stadt des Reichs ist Palermo, welches imDecember 1835 173,666 Seelen zählte, dann folgen Messina, Catania,Trapani, Marsala, Modica und Foggia. Die mittleren Städte habeneine Bevölkerung zwischen 29,999 und 19,999 Seelen.
Stammverschiedenheit der Bevölkerung.
Die Bewohner des Königreichs Neapel und Sicilien sind ein ita-lienisches Mrschvolk, welches sich in sprachlicher Hinsicht nur durch Lo-kal-Dialekte unterscheidet. Der gemeine Neapolitaner ist von dem Si-cilianer in mancher Beziehung verschieben, wie es gewöhnlich bei einemund demselben Lolksstamm in entfernten Provinzen der Fall ist. Außerden Italienern gibt es noch über 79,999 Anmuten oder Albanesen, diein der Terra di Otranto, in den Umgebungen von Altamura in derTerra di Bari und in einigen Dörfern der Provinz Caltanisetta leben»und Juden, die vom Staate in der Hauptstadt Neapel geduldet werden.
Der Neapolitaner ist träge, allen Arten von Sinnesgenuß ergeben,abergläubisch, sehr leidenschaftlich, feig, aber zum Revolutioniern geneigt,händelsüchtig, räch-, raub- und mordsüchtig, aufgeweckt, spiel- undgesangliebend und formell sehr religiös. Das weibliche Geschlecht dermittleren und niedrigern Stände ist häßlich und hat nicht viel Ein-nehmendes.
Verschiedenheit der Stände und allgemeine Rechtsverhältnisse.
Der Adel zerfällt in den hohen und niedern Adel, und besitzt dengrößten Theil des Grundeigenthums. Die Zahl der adeligen Familien