Das Königreich Griechenland. 1Ü4A
herrlichen Orangenpflanzungen. Der Berg des Zews, auch Dia ge-nannt, erhebt sich über 3oso Fuß über das Meer, und an seinem west-lichen Abhänge ist die berühmte Stalaktitenhöhle. Im Norden erbebtsich der Berg Koronis, auch ist der Berg Aphani bemerkenswertbSchafe, Rindvieh, Esel, Ziegen, Wälder, die gutes Brennholz liefern'Bachuswein, Baumwollen-, Getreide-, Zwiebel- und Qlbau. KleinerHafen und schlechte Nhede. Nachkommen venetianischer Familien; I8,vv«Naxoö, Hptstdt. auf einem Felsenkegel; weiße Haüser, die statt derDächer mit Terrassen versehen sind; Kathedrale mit Granitsaülen. Überder Stadt Neste der Burg Sanudo'S. I« der Nähe alte Bauwerke.Paros oder Paro, Insel, westlich von Naxos, bildet ein Marmorge-birge, hat einen Umfang von etwa 4'/; Q.M., Spuren vulkanischenUrsprungs und ziemlich fruchtbaren Boden, aber Mangel an Wasser;einst berühmt durch den hiesigen Marmor. Weizen-, Gersten-, Roggen-,Bohnen-, Zwiebel-, Wein- und Qlbau; Bienenzucht. Die Bevölkerung,von etwa über 60 vv Seelen, treibt meistens Ackerbau und ist in 6 Dör-fer und einen Marktflecken vertheilt. Paros oder Parchja, Mktfl.mit Hafen; ungesunde Luft; ansehnliche Kirche, die von der heiligenHelena erbaut worden se,n soll. Alterthümer. Naussa, im Nordender Insel; Hafen. Trios, auf der südöstlichen Küste, ebenfalls einHaftn, wo große Schiffe sicheren Ankerplatz finden. Antiparoö oderOlearos, Insel zwischen Paros und Siphno, von '/- Q.M. im Um-fang. ist im Norden flach, hebt sich stufenweise gegen Süden, bestehtmeistens aus Kalkftlsen, liefert Weizen und Gerste, Wein, Baumwolleund Käse. Die 500 Bewohner beschäftigen sich viel mit FischfangStalaktitengrotte in Ubergangskalk. Spotiko, eine aus Kalkstein be-stehende Insel, die klein und wüst ist. Überreste eines alten BauwerkesDie übrigen Inseln, wie Zephyra, Wanderonisi, StronqylvHeraklia oder Donysa, Schinusa, Phakusa. Kuphonisia'LelandroS oder Stenosa und Akarios, sind unbedeutend. '
IS. Gouvernement Phokis.
Darin: Amphissa, auch Salona genannt, Hptstdt., s Stundenvom Meere; 4NVV I. Citadelle auf den Ruinen der alten Akropolis,von der die Stadt im Norden beherrscht wird. Ruinen hellenischerMauern, Gräber, Wasserleitung; Sitz eines Bischofs. In der NäheQlwaldungen. Lidvriki, das alte Aegitium, kleine St. Sitz einesFriedenögerichts. Galaxidi, am Busen von Salona, St. auf einerHalbinsel, welche L Häfen bildet, von denen der südliche durch das Vor-gebirge Andrvmachi geschützt wird ; ziemlich lebhafter Verkehr.
2V. Gouvernement Phthiotis.
Darin: 8amB»a, Hptstdt. auf der linken Seite des SperchioS, einPaar Stunden von dem Meerbusen von Zeitun oder dem Golf Malia-kos, hieß unter den Türken Zeituni; Serail des ehemaligen Pascha,jetzt eine Kaserne; Seitenmauern eines alten Thurms. Apate oderPatratsik, St. am rechten Ufer des SperchioS, auf dem Wege vonLamia, warme Quellen. Thermopylä, ein besonders durch Leonidasberühmter Engpaß; Spuren alter Quadermauern, berühmte warmeQuellen.