Buch 
5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
Entstehung
Seite
1056
JPEG-Download
 

1056 Zusätze.

nannt werden, durchströmt 500 Werst, ist sehr reißend und bildet beiseinem Ausflusse iM Frühjahr 4 Arme. Er hat viele Zuflüsse.

Der Kur entspringt im Paschalik Achalzik, ist bis Tiflis ein rei-ßender Bergstrom, dann wird sein Lauf langsamer und vor seinerMündung lagern sich viele Sandbänke. Er nimmt u. a. den Alasanund AraxeS auf.

Der Kuma entspringt am Bergrücken Elbrus und besteht aus demGum und Gumitsch, die erst nach ihrer Vereinigung Kumä beißen;er fließt zuerst nördlich, dann nordöstlich und zuletzt östlich, und verliertsich nach einem Laufe von fast Süv Werst vor seinem Ausfluß fast gänz-lich im Sande.

Dem Bassin des Eismeeres gehören an:

I) Der Ob oder Obü, er entspringt in der svongarischen Tatarei,auf dem Altai, an dessen Fuße sich der talmutische See befindet. Die-sem entfließt der Fluß Bija, der, nachdem er sich mit der Katun'javereinigt hat, 20a Werste von seinen Quellen den Obü bildet. Dieserdurchströmt die Gouvernements Tomsk, Jenisseisk und Tobolsk, bildetmehrere Inseln, ist 2 bis 7 Faden breit und dehnt sich an mehrerenStellen bis auf 30 Werste aus. Er mündet in den obü'schen Meer-busen, der gegen l«v Werste breit ist. Unter den Flüssen, die ihn spei-sen, ist a) der

Jrtütsch der bedeütendste. Er entspringt außerhalb der GränzenRußlands, hat einen Lauf von etwa 1800 Werst, eine Breite von iv«bis 2«« Faden, sehr verschiedene Strömung und macht große Krümmun-gen. Der Jrtütsch nimmt eine Menge Flüsse auf, unter denen folgendezu bemerken sind:

«) Der etwa I3V Werst lange Narüm; ^S) der 20« Werst langeBuchtarma; 7 ) der Tobol'. Dieser kommt aus der kirgisischenSteppe vom Ural, hat eine Länge von etwa 600 Werst und ist von derFestung Sswerinogolowsk an 25« Werst weit schiffbar. Zu seinen Ar-men gehören:

n) Die Tvwda, die aus der Vereinigung des nördlichen Pelimund der südlichen Sosswa entsteht, schiffbar ist, aber wenig befah-ren wird.

b) Der vom Berge Karatasch am Ural kommende U i, der 3 Werstvon der Ussl'-Uischen Festung in den Tobol' mündet.

v) Der Jsset, der aus dem Gouvernement Perm kommt, denSsisfert, Ssniaz, Tetsch' und Mijass aufnimmt, gegen Sv« Werstdurchlaüft, einige Fälle bildet und für beladen« Fahrzeüge schiffbar ist.

6) Die Tura. Sie entspringt im Ural, ist bis Twinsk schiffbar,bat einen Lauf von 3v« Werst, und empfängt u. a. die Ssadka, denTagul, die Püschma und Niza und den Jrbit.

e) Der Om. Er entspringt im Gebirge Urman, und mündet nacheinem Laufe von 35« Werst bei Omsk in den Jrtütsch.

L) Die Tara, fast gleichen Ursprungs wie der Om, ergießt sich47« Werst von ihren Quellen in den Jrtütsch.

Der Wagai. Er durchstießt die wagaische Steppe, ist gegen2vv Werft lang und mündet unter Jschim in die linke Seite desJrtütsch.

§) Der Jschim. Er entspringt aus dem Berge Ereimen in derkirgisischen Steppe, ist 15 bis Sv Faden breit und nimmt mehrereFlüsse auf.