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Hand-Atlas über alle Theile der Erde nach dem neuesten Zustande und über das Weltgebäude / herausgegeben von Adolf Stieler
Entstehung
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KA 4 VORBEMERKUNGEN

zur

VIII ten Supplement - Lieferung

oder

UJten Lieferung neuer B e ar b eitung en

von

Stielers Hand-Atlas.

Juli 1 8 3 5.

Den Freunden der Erdkunde und unsrer Beiträge dazu wer-den hiermit wieder sechs Blätter geboten, von denen Vierbereits in die neue der Blätterzahl nach verminderte Ausgabedes Hand-Atlas von 63 Blättern aufgenommen worden, undim Jahre 1834 zuerst ins Publikum kamen; zwei aber eineganz neue Zugabe ausmachen. Wir verweisen auf den mitder erwähnten neuen Ausgabe erschienenen ausführlichen Be-richt, welcher für die Besitzer aller in dem Zeitraum von1817 bis 1834 erschienenen Ausgaben abgefafst ist und allefrühere in den Vorbemerkungen zu den einzelnen Lieferungenzerstreut erschienene Erläuterungen nach der Reihenfolge derBlätter zusammengestellt gibt, so wie auf dessen Vorwort undInhal tsverzeichnifs.

Den Besitzern der Aullagen des Hand-Atlas, die vordem Jahr 1834 ausgegeben worden, sind alle 6Blätter neu.Die Vorgesetzten arabischen Zahlen beziehen sich auf die Rei-henfolge im vollständigen Hand-Atlas, der nunmehr 77 Blät-ter umfafst, die römischen auf die im Hand-Atlas in 63Blättern.

No. (29.) XXXIII. Königreich der Nieder­ lande ; Königreich Belgien ; Luxem­ burg . Entw. n. gez. v. Ad. Stieler.

Dieses hochgestellte, so viel das Format es erlaubte, mög-lichst ausgedehnte Blatt (Maasstab fast J der K. von Deutsch­ land in 25 Bl.) wird als notliwendig zur Ausfüllung einer Lü-cke erkannt werden, da das früher unter No. 29. ausgegebeneBlatt: Rhein , Maas u. Schelde etc. die nördlichen wie die süd-lichen Provinzen nicht vollständig enthielt, und nun durch dieseneue Bearbeitung überflüssig geworden ist. Die Vorbemer-kungen zu dem altern Blatte geben Nachricht über die Grund-lagen, auf welchen jene Arbeit beruht es versteht sich, dafsbei der vorliegenden Bearbeitung noch manche neuere Materia-lien benutzt worden sind.

Nr. (37.) XL. Europäisches Rufsland , auch t/Schweden u. Norwegen . Dabei Ueber-sicht des Oesterreichischen u. Preufs.Staats. Entw. u. gez. v. Ad. Stieler.

Maasstab J der übrigen General - Karten EuropäischerStaaten.

Die erste Bearbeitung dieses Blattes führt den Titel: Des,,Russischen Reichs Europäischer Theil: meist von C. G. Rei-nhard, Einiges von Ad. Stieler. 1821. In den Vorbemer-kungen zur 1. Abtheilung der IV. Lieferung sagt unser B. fol-gendes darüber:Dafs die neuesten sowohl graphischen alsgeographischen Hülfsmittel dieser Karte zum Grunde liegen,wird Niemand bezweifeln. Die des eigentlichen Rufslands sindbekannt; bei der Darstellung der neuacquirirten CaucasischenLänder, habe ich, soviel Grusieli betrifft, aufser dön übrigenältern und neuern Reisen hauptsächlich Klaproths trefflichesWerk, und in dem, was diesem abgehet, Arrowsmith , s grofseKarte von Constantinopel bis Delliy, welche die richtigste undvollständigste Darstellung des Caspischen Meeres und Aral-Sees in sich fafst, vor Augen gehabt. Die Moldau hat einenbeträchtlichen Zuwachs erhalten, welchen ihr die viel südli-chere, durch die von Tauferersche und Lautererscke Karte desDonaustromes, die Peutingersche Tafel und die Routen desGrafen Kuraczay gefundene, Breite von Galacz verschafft hat.

Jenes Blatt war hochgestellt. Das gegenwärtige hat beibequemerer Stellung einen weit gröTseren Umfang erhalten.Der neuen Materialien für Rufsland ist so eben schon gedachtworden. Hier ist noch zu erwähnen : Posnidkoffs Karte vonSibirien in 2 Blättern vom milit. topogr. Depot in St. Peters-burg 1825 in Russischer Sprache herausgegeben.

Der Sibirische Theil, von Tobolsk bis zu der Mündungdes Ob, ist nach Ermans neuen Längen-Bestimmungen sehrabweichend vom Bisherigen niedergelegt (s. Bergli, Annal .

V, 64). Man hat apgenommen, dafs sich dadurch aucheine Verschiebung des östlichen Theils des Gouvernements Arch-angel bis diesseits des 70. Längengrades nöthig mache, Uebeidie Küsten des Eismeeres ist in der Bemerkung zur Nordpo-lar-Karte das Nöthige gesagt.

Bei der Illumination ist, aufser der Begründung der ein-zelnen Gouvernements, auch auf die General-Gouvernements undso viel thunjich auf die zu verschiedenen Zeiten znm Russi­ schen Reiche gekommenen Ländermassen Rücksicht genommen,das Gouvernement Moskau aber gewissermaasen als Central-