Karte 
Hand-Atlas über alle Theile der Erde nach dem neuesten Zustande und über das Weltgebäude / herausgegeben von Adolf Stieler
Entstehung
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Punkt herausgehobtn worden. Es handelt sich hier nicht so-wohl darum: irgend eine secundaire fiintheilung streng conse-,quent durchzuführen, als vielmehr: das Auffassen überhauptzu erleichtern.

Von Nowaja Semlja , diesem meist unbekannten Insellan-de, welches dem Gouvernement Archangel zugetheilt, folglichzu Europa zu rechnen ist, findet man die nördliche Ausdeh-nung auf der Polar-Karte.

No. (38 d .) XL1I. Die Europäische Türkei vondev Gränze Griechenlands bis zu den Mün-dungen der Donau . Entw. v. Hptm.v. Stülpnagel.

Es lag das Bedürfnifs vor, auch für den Osmanisch ge-bliebenen Theil der bisherigen Europäischen Türkei mehr De-tail zu gehen, als die General - Karte (XLI.) gewähren kann.Der Maasstab des gegenwärtigen Blattes ist um die Hälfte grö-fser, was mehr als das Doppelte im Raume ausmacht.

Das Wenige was in HW. fehlte, gibt die Karte des Adria-lischen Meeres No. 33'>. in demselben Maasstabe.

Die äufsere Ausführung der Karte 'ist so ausgezeichnet,dafk r sie eines empfehlenden Passes nicht weiter bedarf, undwas für das Innere geschehen ist, ergibt meist sich schon ausdem früher über die General - Karte und andere verwandteBlätter Gesagten, t

Eine besondere Berichtigung hat die Küste 3es SchwarzenMeeres, von Varna bis zur Russischen . Gränze, auch die Do-naubiegung zwischen Silistria und Hirsova erfahren, nach denAngaben der früher genannten Russischen Karten. Gauttierhatte, wie man aus den Bemerkungen zu seiner Karte vomSchwarzen Mefere sieht, diesen Theil nicht untersuchen kön-nen. _ Der Russischen Marine fehlte es nicht an Gelegen-

heit dazu.

Im Uebrigen bezieht man sich auf die frühem Berichte zuNo. 38. und 88«.

No. (50 g .) LXIII. Karte von dem südöstlichenTheile Australiens , zur Uebersieht derEntdeckungen im Innern von Neusüdwales,bis zum Jahre 1832 (entw. v. H. Berg-haus), ausgegeben 1831.

Mil. Carton: West-Australia, die Colonien am Schwanflufsund König Georgs .Sund enthaltend.

Die auf dem Blatte selbst enthaltenen Nachrichten gebenüber die Bearbeitung dieses neuesten interessanten Blattes Re-chenschaft. .

Das bisherige, an dieser Stelle gegebene Blatt:

(50 I >.) Das Innere von Neu-Siid-Wales, nachJohn . O x ley, 1822, ausgegeben 1823. (IV.Suppl. Lief.)

Dann ferner :

Mit Nachträgen und Verbesserungen nach J. Gross.1831.

enthält nur, aufser der Ostküstb, den von Sydney und Ba-thurstlaus bereisten Theil von 32°_tns 355° 8.Br. und bis 162°'0. L. von Ferro. Beim Erscheinen ward folgendes darübergesagt": #

.Die neueren Entdeckungen im fünften Erdtheil, je spar-samer .'sie bis jetzt sind, durften um desto weniger dem Hand-Atlas vorenthalten werden.

1 Das gegenwärtige Blatt enthält Alles, was man auf demviermal gröfsern und zwölfmal theuern englischen Original fin-

det, nur einzelne Bemerkungen über Beschaffenheit des Bo-dens sind weggelassen.

Die neuern Entdeckungen am Brisbane und nach der Berg-strafse zu, fallen über den Rand der Karte hinaus, auch ge-brach es an graphischem Material, um sie befriedigend darzn-stellen. Die spätem Jahre werden uns vielleicht mehr Stoffzu Bearbeitungen über dieses merkwürdige Land voller Ano-malien gehen. So viel damals.

Auf der Ausgabe von 1828 erscheinen nur erst die 3 Coun-tys: Cumberland, Camden , Argyle. Die zweite (1831) ent-hält noch sechs neue: Westmoreland, Northhumberland, Rox -burgh, Durham , Ayr , Cambridge .

In Bergbaus Karte ist der Maasstab halb so grofs (ob-gleich grofs genug für den Zweck der Darstellung), dagegenerstreckt sich diese von 27° bis 39° S. Br. und bis 153 O. L.v. Ferro. Sie enthält mehrere wichtige Nachträge; unterandern den ganzen Lauf des Morumbidgee- und Murray-Flus-ses bis zur Mündung in die Encounter-Bay, und die ganzeSüdküste bis zum Spencers-Golf. Die östlichen Niederlas-sungen sind hier in 19 Countys, auch in innern Begränzungenmeist abweichend vom früher gegebenen, getheilt, deren Na-men und Stellung folgende ist: '

Bligh , Brisbane , Durham , Gloueester, Wellington, Phi-lipp *), Hunter, Northhumberland , Bathurst, Roxburgh, Cook,Cumberland, Georgiana, Westmorcland, Camden, King, Argyle.Murray , St. Vincent.

Die beiden neuen Blätter sind:

No. (il c .) VIII 1 '. Der Atlantische Ocean, ent-/worf. u. gez. von Ad. Stieler.

Der Ueberblick der gegenseitigen Lage der Hemisphärenauf unserer Westseite und der Ausdehnung des AtlantischenOceans in der nördlichen Halbkugel gewährt in vielfacher Hin-sicht Interesse. Was in dieser Beziehung die Weltkarte inMercators - Projection oder ein Planiglob für die Halbkugeldiesseits und jenseits 'des Meridians von Ferro leisten könnte,ist entweder durch den Maasstab zu beschrankt, oder bei sehrgrofsem Format für den Gebrauch unbequem, überhaupt aberweniger geeignet, die Aufmerksamkeit vorzugsweise auf dieräumlichen Verhältnisse zwischen uns und dem vielbesuchtenAmerica zu richten.

Ohne Anstand sind wir daher auf die erste, von einemFreunde unserer Productionen, Herrn Prof. Behagei in Hei­ delberg deshalb geaufserte Idee eingegangen.

Das gegenwärtige Blatt kann ein besonderes Verdienst nichtweiter in Anspruch nehmen, als das zweckmäfsiger Raumbenutzung, wodurch es möglich geworden, die westlichen, östlir-clien und nördlichen Extremitäten des Atlantischen Oceans zuübersehen, und dennoch des Lander-Details nicht ganz zuentbehren. Das Auge durchläuft leicht den Raum von 140Längengraden vom Busen von Mexico bis zum Schwarzen Meer,und erhebt sich vom Aequator bis zum nördl. Polar-Kreisund Petersburg , wo der Bottnische und Finnische Meerbusenihre zarten Finger ausstrecken. ^

Durch Bezeichnung einiger Meereswege aus Europ . Hafennach Americanischen hofften wir die Karte bereichern zu kön-.nen; aber die Unbestimmtheit der darüber eingezogenen Nach-richten und die Verschiedenartigkeit der Wege, je nachdemman die Osthäfen der Verein, Staaten, oder Neu-Orleans be-sucht, oder nach TVest- Indien etc. steuert, hinderte die Aus-Führung. Nur so viel sey aus etner handschriftlichen Mit-theilung hier bemerkt, dals man

auf der Reise nach den Verein . Staaten vom Canal abso westlich wie möglich steuert, bis NeuSchottland ,und dann nahe an der Küste von America auf derRückreise aber bald den 50® bis 53° Br. zu erreichensucht, wo man gewöhnlich einen Westpassatwind findet,der das Schilf schnell nach Europa führt, so dafs dieRückfahrt in der Regel von kürzerer Dauer ist.

*) Es scheint, die Engländer schreiben Phillip.