Karte 
Hand-Atlas über alle Theile der Erde nach dem neuesten Zustande und über das Weltgebäude / herausgegeben von Adolf Stieler
Entstehung
Seite
29
JPEG-Download
 

Bericht über die Blätter des Hand-Atlas..

29

südliche Theil von Texas wird eine willkommene Zugabe sevn,da sich trotz ungünstig lautender Berichte immer noch Auswan-derungslustige dahin wenden.

(41 b ). Mexico und ('nitro - America. y on F. v. St. 1836 .

Centro - America berichtigt 1841, Texas und A. 1845.

Die erste meist nach Arrowsmith. von Humboldt und Purdyentworfene Ausgabe erschien 1825. Obige zweite ist aus denneuesten Exemplaren des Hand-Atlas weggelassen worden, weilMexico und Calitornien in der vorangehenden Nr. 466 aus-genommen und natürlich richtiger dargestellt sind, als es auf die-sem altern Blatte der Fall sein konnte.

48. Westindien und Centro-America. Von F. v. St.

184b. Mit Nebenkarten: 1) Guadeloupe mit Marie-Galante; 2 ) Martinique, Rev. 1853.

A. Die erste Bearbeitung- von Ad. St. (1818) ist grüssten-tbeils nach des Vert. grösserer Karte von Westindien (Nürnberg,Selm, und W.) entworfen, die er damals mit einer ausführlichenNachricht über sein Verfahren dabei begleitete, welcher ein kriti-sches V erzeiclijuss mehrerer hundert Ortsbest, beigefügt war.

B luir die neue Bearbeitung (18371848) liegen folgendeMaterialien zum Grunde:

1) Die von der engl. Admiralität publieirte Karte von West-Indien m 4 Blatt 1821, verbessert 1832 (mit der Ouenschen Be-richtigung), welche als Hauptgrundlage für die Küsten benutztwurde.

2) Die span. K. vom Antillen - Meer, und'iW» Gen.-Kartevon West-Indien, 1 Bl. v. J. 1823, beide zur Vorgleichung.

3) Purdy Gen.-K. v. Jamaica mit spec. K. der Häfen etc.

4) Cartes des Colonies frarnjaises cte., par Aupkr. et Perrot,für Haiti lind die beiden Nebenblätter Guadeloupe und Martinique,doch mit denq Bemerken, dass die beiden Nebenkärtchen hierrichtiger onentirt sind.

ö) 1lorida und die weitere Küste von Nord - America nachTaimen grosser Karte.

G) Das 1 cstl and von Süd-America und die Küsten des An-tillen-Meeres nach der oben unter 1) angeführten engl. See-Karte,das Innere nach dem NW. Blatte von Jirui's neuer K. v. Siid-Anierica in 4 Bl.

f) Centro - America wurde nach Bergham' 'schöner Karte (111.Abtli. No. 10 des Pliysical. Atlas) berichtigt.

8) Für Cuba ist für das Innere jetzt noch nicht viel Gedie-genes zu leisten v. JImnboldfs Karte ist liier gebraucht.

Unter verschiedenen Nachträgen, welche die Karte erfahren,ist die ihrer Vollendung nahe Eisenbahn von Aspinwall nachPanama zu erwähnen.

49 a . Süd - America. Von F. v. St. 1848. Rev. 1853.

Die erste Bearbeitung erschien 1820 von C. G. Belchard ent-worfen mit einem Nebenblatt: (.regend der französisch-spanischen Gradmessung, den höchsten TJieil der Andosdarstellend. Dieser Carton wurde wegen der späterhin gelieferten2 Specialblätter No. 496., 4i)e. überflüssig, und blieb deshalb beider zweiten 1831 von F. v. St. bearbeiteten Ausgabe weg.

Für die dritte Bearbeitung wurden die beiden SpecialblätterNo. 496., 49 c. vornehmlich zu Grunde gelegt.

49 b, 49«. Süd-America in zwei Blättern. Mit den Grund-rissen der Stadt und der Bai von Bio de Janeiro.Von F. v. St. 1843. Bev. 1853.

Beide Blätter wurden zuerst auch von demselben Verf. 1828und 1831 bearbeitet, hauptsächlich nach der bekannten Karte vonßSpix und Martlus. Indessen -wurde nicht unterlassen, auch andereMaterialien zu Käthe zu ziehen, wohin insbesondere die von demKrit. Wegweiser im Gebiete der Landkarten-Kunde bekannt ge-machten genauem Ortsbestimmungen zu rechnen sind. Auf dieQuerjochsbildung der Andes-Kette, nach Anleitung von A. v. Hum-boldts geistreichem geognost. Gemälde von Süd-America (Voy. anxreg. dquinox. du nouveau Continent. Edit. in 8. T. X.), ist, soweit sich, ohne der Phantasie zu viel einzuräumen, tlmn zu lassenschien, Rücksicht genommen. Wir theilen hier das Nähere dar-über mit: *

1. Das Querjoch (Contre-Fort) der Sierra de Cordova zwischen33° und 31° S. Breite, welches als das südlichste Vorgebirge derAndes-Kette gegen die Pampas ausläuft, bis über den Meridianvon Cordova hinaus.

2. Das Querjoch der Sierra de Salta und de Jujui, dessengrösste Breite in 25° S. zu fallen und welches sieb gegen den RioVennejo unter 44° W. zu verlaufen scheint.

3. Das Querjoch der Sierra Nevada de Cossabamba und deSanta Cruz, das sieb mit dem Andes - Knoten von Porco unter 19°

verbindet und zwischen 22° und 17'° S. Breite fällt. DiesesSclmec'-ebirgc bildet die Wasserscheide zwischen dem Becken desAmazonen-Stroms und dem Becken des Rio de la Plata, indemder Caclximayo und Pilcomayo gegen SO. flicsscn, während derTarapiti und der Guapey (Guapahi, oder Rio de Mizquc) gegenNO. in den Marmore «ich entladen.

4. Das Queijoch des Beni, zwischen 13° und 11° S. Breite;Herr von Humboldt nennt diese Gcbirgsgruppe nach dem Namendes Beni, weil dieser Strom seine Quelle in derselben hat (Voy. X,p. 51.) und sie selbst zu durchbrechen scheint, so dass sie aufseinem 7 östl. Ufer bis 8° S. verfolgt werden kann (a. a. 0. p. 51.).

Die lange Reihe der Vulkane und Schneegebirge (Nevados)von 46° 'S. Br. bis 15° findet man vollständig angegeben.

Bei Darstellung von Ländern, wo fast jedes Jahr neue Er-Stieleks Hand-Atbas. Bericht 6. A.

sclieinungen darbietet (geographische und politische), wie liier,darf nicht übersehen werden, dass vom Beginn der Arbeit, ja vonBeendigung der Arbeit an bis zum Erscheinen ein Zeitraum ver-läuft, innerhalb dessen sich manches Beachtenswerthe ereignethaben kann. Solche Blätter unterliegen daher fortwährenderRevision. Indessen genügt das Naclibessern nur eine gewisse Zeitlang, und nach Ablauf einer längeren Zeit, etwa eines Jalirzehcuts,drängt sich meist die Ueberzeijgung nach der Nothwendigkeiteiner neuen Bearbeitung auf, wie es denn auch bei diesen beidenNummern der Fall war. Sie wurden im J. 1843 neu gezeichnetund dem Netze wurde die Einrichtung gegeben, dass sie zusam-mengesetzt werden können, indem sich auf dem siidl. Blatte dieLinie bemerkt findet, auf welcher der Abschnitt zu machen ist.

Als Hauptgrundlagen für die neue Darstellung dienten:

South - America from original - documents, including the surveyof the officiers of H. M. sliips Adventure and Beagle. Dedi-eated to Captain R. Fitz-Roy by John Arrowsmlth. London,1840. 2 Blätter.

Map of Guayana to illustrate the route of E. //. SchomburgkEsqv. 1840.

Narrative of tlic surveving voyages of H. M. sliips Adventureand Beagle between the years 1826 and 1836, describingtlieir examination of the Southern shores of South-America,and the Beagles circumnavigation of the glohe. 3 vol. London,1839. Mit Karten.

Das Britische Guyana auf No. 496. ist 1846 berichtigt einge-tragen worden nachPart of Guayana to illusfrade the excurslousof the Chevalier Bob. H. Schomburgk ln 1841 et 1843.

Nach der im Jahre 1848 vom hydrographischen Amte derbritischen Admiralität veröffentlichten Karte Pentlands vom nörd-lichen Theile der' Bepuhl. Bolivia, auf der dessen Höhenmessun-gen verschiedener Andesgipfel gegen die früher (1853) bekanntgewordenen bedeutende Veränderungen zeigen, sind auf dem nörd-lichen Blatte

Chimborazo zu . . . 20100 Pai*. F. üb. d. M.

Nevado de So rata zu 19972 -----

Sab am a. 20970 - - - "

auf dem südlichen

Aconcagua .... 21768 .

nachgetragen worden. Letzterer wäre demnach nun als die grössteErhebung auf der westlichen Halbkugel zu betrachten.'

No. 5(K Australien und Polynesien.

50F Festland von Australien und benachbarte Inseln. 50°. Süd -östliches Australien.

Nebenkarten: Die britischen (Jolonien in West-Australien. Tasmania oder Van-Diemens-Land.Diese von F. v. Stiilpuagel bearbeiteten drei Blätter bilden mitden im Jalire 1849 erschienenen beiden Nummern 51 und 52 (West-,nnd Ost-Polynesien von H. Bergbaus) eine auf die neuesteKenntniss gegründete Darstellung Australiens ' nnd Polynesiens,welche den Freunden des Hand-Atlas um so willkommener seynwerden, als diese fünf Karten, bei fast gleichzeitiger Bearbeitungden Vortheil übereinstimmender und gleiclunässiger Behandlungdarbieten.

Auf No. 50 b. ist es für angemessen gehalten worden, die ein-heimische Bevölkerung- nach den Hauptstämmen der Alforas,Malayen, pelagischen Neger und Papuas durch Colorit hervorzu-hebeu, nach Anleitung der in Bergham' physikalischem Atlas ent-haltenen Karte (VIIB« Abtli. Ethnographie, No. 16).

An Material ist ausser den schon hei Bearbeitung der vor-hergehenden Ausgabe von No. 50 b . (1841) gebrauchten Karten ins-besondere für einzelne Theile des australischen Festlandes benutztworden :

Map of Australia compiled 'from the Nautical Surveys madehy Order of the Admiralty and otlier authentic documents.1847. London, hy J. Wyld.

Australia folix or district of Port Philipp forming the Southerndivision, of the colony of New South Wales. Compiledfrom the best and latest autliorities up to 1847.

New South Wales / flem Emigrants Atlas. 1848.lasmania ) " °

Die neuen Entdeckungsreisen von Capt. Charles Sturt 1844bis 1846, und von Gregory und Lieuten. ifelpnian K. N.1846, aus den Heften desJournal of the royal geogr.society.

Vervollständigt wurden bei ihrer neuesten Ausgabe 1853 die 3 Blät-ter nach den im Journal derKünigl. geogr. Gesellschaft zu London,

Vol. XXII. 1852. B., enthaltenen Berichte und Karten über

Kennedys lioute längs dos Victoria et Warego Kiver (1847) undExpctl. under the Survcyor General lioe 1848 und 1849 in West-Australien, ausserdem No. 50 a . durch eine Zusammenstellung einigerder bekannten Höhen in Australien und Polynesien.

51. West-Polynesien. / _ x r , IT ,

52. Ost-Polynesien. ( Entworfen von Dr. Heinrich

Borghaus 1849. Rev. 1853.

Mehrfach ist das Bediiriniss gefühlt worden, dem StielersclienHand-Atlas eine Darstellung von der Inselwelt des Grossen Oceanseinzuverleiben, welche ausführlicherscy, als die Gcneralkarte No. 50a.,die ganz Australien enthält Diesem Bedürfnisse wünschen die bei-den Blätter abzuhelfen, welche den Freunden unseres Atlas, wieder Geographie im Allgemeinen, hiermit dargeboten werden.

Der Verfasser glaubt, dass ihm Nichts, oder doch mindestensnichts Wichtiges von den Kenntnissen entschlüpft sey, welche biszum Zeitpunkt der Bearbeitung beider Karten, der in den MonatMai 1848 fällt, für die Hydrographie der Südsee Vorlagen; über-dem hat er auch während der Zeit, dass sie unter den Händen des