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Säropäiscbes Staatensostem.
einem alten Kastell; Sitz des Keeisamtes und Landrechtcs, eines Bischofsund bischöflichen Seminars mit philosophischen und theologischen Lehr-kanzeln, Gymnasium mit Bibliothek, Hauptschule, Piaristcn -Kollegium,israelit. Schule, Gesellschaft des Ackerbaus, der Künste und des Handels,Naturaliensammlung rc. Unter den fünf Kirchen zeichnet sich der Dombesonders aus. 8252 I. Seiden-Manufakturen und Färbereien, Ger-bereien, Rvsogliofabrikation, Zuckerraffinerien; sehr lebhafter Handel. —Aquileja, St. in den Lagunen, 1430 I., und in der Nähe an derKüste das Felseneiland Gradv, mit Stadt gl. Namens, und schönerKirche, 2140 I. — Santa Croce, oder Heiligenkrcüz, 1050 I.; altesBergschlvß. — Gradiska, festes Städtchen am Zsvnzo, 810 I. —Monfalcone, St. am Meere, mit Seebädern, 1260 I. — Tul-mino oder Tolmein, Mkt., woselbst der Bozzabach einen hohen Wasser-fall bildet. Canale, wo Leder- und Kattunfabriken unterhalten werde»Cormons, 4000 I., die bebrütenden Seidenbau treiben, und Duino, mitSchloß, — Marktflecken.
22. Der Jstrianer Kreis, die Halbinsel Jstrien (Histercich)nebst den Inseln im Golf Quarnero enthaltend; dem deütschen Staats-recht zufolge gehören nur diejenigen Theile dieses Kreises zum Bundes-gebiete, welche schon vor 1797 dem Reichsverbande einverleibt wäre»!der größte Theil des Jstrianer Kreises bildete ein integrirendes Gebietder vormaligen Republik Venedig, welche durch den Frieden von Campo-Formio, 17. Oktober 1797, zu epistiren aufhörte. ^
a) Ortschaften des Jstrianer Kreises, welche im deütschen Bundesge-biet liegen: —
Pisino, oder Mitterburg, Stadt an der Fluva, in der Mitteder Jstrischen Halbinsel, in fruchtbarer Umgebung, Sitz des Kreisamtcs,Hauptschule; 2251 I. Ansehnlicher Getreide-, Obst- und Weinbau, sehrlebhafter Handel. — Pedenaoder Bibcn, 1800 I., und Antigua»»,1300 Z. ; kleine Städte, welche sich mit Weinbau und Ölkultur beschäf-tigen. In Pcdena befindet sich ein bischöfliches Schloß.
b) In dem nicht zum deütschen Bundesgebiete gehörigen Theile desJstrianer Kreises liegen folgende Ortschaften: —
Rovigno, St. an der Westküste der Halbinsel, auf einer weit i»'sMeer reichenden Landzunge, mit zwei Häfen, welche die größten Seeschiffeaufnehmen können; 10 Kirchen, darunter der alte Dom nach dem Planeder Marcuskirche in Venedig gebaut ist. Sitz eines Civil-, Kriminal-,Handels- und Wcchselgerichts. Hauptschule. 9811 I. Wein- und Öl-kultur, Schiffbau, Fischerei, besonders Sardellcnfang, Holzhandel, Küsten-fahrt und auch größere Schifffahrten machen die Beschäftigung der Zu- !wohner dieser Seestadt aus, die auch Trevigno genannt wird. ,Piranv, St. mit vorzüglichem Hafen, auf einer Landzunge am Golfvon Triest, 8032 I. Fischerei, Küstenfahrt, Seesalzbereitung in bedeu-tenden Quantitäten, in den größten Salinen des Landes; außerdemWein- und Ölbau. — Capo d'Jstria, St. mitten im Wassereinem Felsen, der mit dem festen Lande durch eine Brücke verbunden ist-Sitz eines Bischofs, Gymnasium, Haupt- und Mädchenschule; Provinz!»'strafhaus; 5981 I. Gerbereien, Seifensabr., Handel mit Wein, Ob