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Anleitung auf die nützlichste und genussvollste Art die Schweiz zu bereisen / von J.G. Ebel ; im Auszuge ganz neu bearb. von G. v. Escher
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Ilascl.

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Basel.

weigerte die Sladt der Landschafteine überwiegende Stell Vertretung,worauf cs zu offenem Bruche u.im J. 1833 zur gänzlichen Tren-nung des Landes in 2 selbststän-dige Canlonsthcilc kam. Kartenu. Schriften: Der C. Basel v. Brück-ner 4700, lilhogr. v. Hess 1836.Brückner, Merkwürdigkeiten derLandschaft Basel 1763. Luz,kurze Beschreibung des C. Basel1834. lleusler, Gesell, d. Tren-nuugd.C. Basel2. Thl.Ziirichl840.

Baskl, Ilaupt-Sladt des C. Basel-Stadtlbeil; unter 47° 26' 14" Ble.u. 5° 14' 50" L. am Khein, v. wel-chem sie in zwei ungleiche Theilcgelheilt wird, Gross-Basel mit1750 II. u. Klein-Basel mit 45011.,welche durch eine 630 lge. stein.Br. (im J. 1226 erbaut) verbundensind; sic ist mit Mauern u. Grabenversehen, hat 7 Thorc u. ist demUmfange n. die grösste Stadt derSchweiz mit 22,200 E. im Stadt-bann, v. denen20,44G auf die Stadtselbst kommen. Sie ist z. Tbl.sehr alterlhiimlich gebaut, mitengen, krummen u. steilen Gassen,unregelmässigen Plätzen, v.reichs-städtisebem Ansehen; jedoch sindin den neuesten Zeiten bedeutendeVerschönerungen unternommenworden; v. den 2300 II. sind nur1087 bewohnt. llhsr. Drei Kö-nige (am Ithein) , Storch, wilderMann. Goldene Krone, Schwan,Kopf u. s. f. Kuffeehsr. Winzam Markt (Nachmittags v. alternKaufleulen besucht), Schlegel ainFischmarkt, (wo die jüngere Welts. versammelt); Waibel, Maring. Ferner die Badchäuser beiDickemann, Sigmund, Till u. s. f.u. im Sommer Schwimmschuleim Ithein. Sehenswerlhe öffent-liche Gebäude. Der Dom oder

Münster v. Kaiser Heinrich II. v.10101010 in byzantinischemStyle erbaut u. nach dem Erdbe-ben (im J. 1356) in golhisebemStyle hcrgestellt; herrliche Aus-sicht auf den Thürmen; (diese ent-halten 8 Glocken , unter denendie grösste 105 Clnr. wiegt). Aus-gezeichnet schön sind der Chor,die Crypta, die Kanzel u. der Tauf-stein, die Orgel mit 1431 Pfeifenu. die herrliche St. Gallus-Pforte.In der Kirche u. dem schönen,sie umgebenden Kreuzgange be-finden s. eine Menge interessanterBegräbnisstätten , z. B. der Grä-finn Anna v. Hohenburg, Gcmah-linn König Rudolphs I., des Eras-mus v. Rotterdam, des Oekolam-padius, Georgs v. Andlau u. s. f.;in einem Seitengebäude ist derSaal, wo das Goncilium (14311448) seine Sitzungen hielt, nochin unveränderter Gestalt. Die St.Martinskirche, die älteste in Basel,soll schon zu König ChlodwigsZeiten erbaut worden sevn. Indieser Kirche trat Ockolampad zu-erst als Kämpfer für die Glaubens-verbesserung auf. Die St. Peters-kirche mit prächtiger Orgel, u. denGräbern vieler berühmt geworde-ner Basler (/.. B. der licrnouilli).St. Leonhard mit schönen aufQuadersäulen ruhenden Kreuzge-wölben und bemerkenswerlhemDachst üble. Die St. Theodors-kirche, einfach u. geschmackvollrestaurirt. lScmcrkenswcrlh istdie Construction des jetzt als Ma-gazin dienenden Ilarfiisserklostcrs,mit hohem Chor. Das Itath-haus, 1508 erbaut, u. 1824 restau-rirt, mit vorzüglichem Schnilz-work, prächtigen Glasmalereien,ti. einem sch. Versammlungs-Saalfür den gr. Rath, im llofe eine