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Anleitung auf die nützlichste und genussvollste Art die Schweiz zu bereisen / von J.G. Ebel ; im Auszuge ganz neu bearb. von G. v. Escher
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Basel.

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Basel

Statue v. Munalius l'lancus, Grün- itlcrs v. Angusla Hauracorum. DasZeughaus, seil 1831 grosscntheilsseiner Vorriillic beraubt; in dem-selben wird das Panzerhemd Karlsdes Kühnen u. a. Trophäen ge-zeigt. Das Posthaus (18001812Tagsatzungslocal); der zum neuenSpilal bestimmte Badische Ballast,das Schützenhaus, die Gärtner- u.Schmiedenzunft mit sch. gemaltenGlasfenstcrn ; das Kaufhaus , we-gen seines geräumigen Hofes, dasSpahlenthor, wegen seiner Thür-mc, das Stadt-Cäsino (1821), dasSommer-Casino vor dem Aeschen-tlior (1820) mit dem St. Jakobs-Denkmal, das nette Theater (1831).Das Gebäude der Lescgesellschaft(1832); das neue Gesellschafts-baus der kl. Stadt (1839). DasZunfthaus zur Gellen. Historischmerkwürdig sind ferner: der Sei-denhof, wo Rudolf v. Habsburg alsKaiser gewohnt (mit einer 1275errichteten Statue desselben); dasHaus zur Mücke, wo ein Conclavegehalten wurde ; das H. zum Luft,wo Grasmus wohnte u. Froheneine der ersten deutschen Bibelndruckte. Das Burkhard'sehe II.in welchem 1795 der Separatfriedezw. Frankreich, Prcusscn u. Spa-nien geschlossen wurde ; das llis-sclie Landhaus vor dem St. Johann-Thor , wo (1795) die Hcrzoginnv. Angouldme gegen gefangeneConvcnls-Deputirlo ausgewechseltwurde. Beincrkenswerlhe Pri-valgebiiude sind ausserdem: derSpiesshof in alt-florentinischemGeschmack; der Kirschgarten, dasVischersclte u. Bachofen'sche II. amRheinsprung, das Streckeisewscheam Rhein, das Werthmannsche amSt. Petersplalz u. s. f. Schens-wcrlh siml ferner der Fischersche

Garten hinter dem Münster, derForcard'scho Garten am St. Al-bansgraben. Der älteste Todtcn-tanz im Krenzgang des KlostersKlingenthal; der schöne Brunnenam Fischmarkt u. derjenige heimSpital u. a. m.; die Begräbniss-plätzc bei St. Elisabeth, vor demWahlen- u. lliehenthor. Bed.Neubauten in der Eisengasse. Da-gegen wurde 1838 das berüchtigteBaslcr-AVahrzeichen «der Lallen-könig » abgetragen. GemeinnützigeAnstalten u. Vereine : Bürgerspital(seit dem 13. Jhdl.) für circa 350Individuen , das n. einem erwei-terten grossartigen Plane neu auf-gebaut wird. Das (1530 gestiftete)sogenannte Allmosen für 370 armeBürgcrswittwen. Waisenhaus (i&Slgestiftet); Collegium Alumnorum;(Erasmianum) ; die Armenherberge(1141) für arme Durchreisende.Die Stiftung zur Erinnerung andas gr. Erdbeben v. 1356 (Aus-thcilung v. Schiilcrluch an circa1000 arme Schüler); Arbeitsanstalt(seit 1787), welche über 800 Per-sonen beschäftigt; Freimaurerloge(zur Freundschaft u. Beständig-keit). Die Gesellschaft zur Beför-derung des Guten u. Gemeinnützi-gen , (1777 durch Isclin gestiftet),unter welcher 10 kleinere Vereinestehen, für Unterstützung v. Ar-men, Pflege der Kranken, fürBlinde u. Taubstumme, für Erzie-hung der Jugend, Verdingungjunger Handwerker, Besorgungeiner Ersparniss - Cassc , Auswahlguter Lectüre für die Jugend u. s.w., sie verschafft auch Heimatlo-sen ein Bürgerrecht; durch sie ist1824 eine landwirtschaftlicheArmenschule für 40 arme Waisenauf einem Spital gute (früher in Giin-deldingen) errichtet worden; ferner