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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerikanisches Staatensystem.

In New-Jersey wird, 2tt Fuß unter dem angeschwemmten Boden, Mer-gel von verschiedener Farbe gegraben, in welchem Ammoniten, Belemni-ten, Terebratuliten u. s. w. gefunden werden. — Auch die hohen Bänkein Illinois, welche die Flußniederungen einschließen, enthalten reicheMergellager, und verbürgen für Jahrhunderte voraus den Reichthum deSLandes. — Das ganze Thal des Misstffippi, welches unterhalb der St.Anthonyö-Fälle beginnt, ist eine ausgedehnte Alluvialeben«, die zu bei-den Seilen von langen, senkrecht abfallenden Bergreihen, sogenannten»Bluffs," begrenzt wird, und unterhalb der Einmündung des Ohio eineBreite von K—>0 deutschen Meilen hat, sich weiter abwärts aber, zwi-schen den „Bluffs," anf's Dreifache erweitert.

Der geognostische Charakter des Landes im Westen der Felsengebirgeist noch zu wenig bekannt; weder die Briten noch die Amerikaner habenden Mineralien des Westens bis jetzt einige Aufmerksamkeit geschenkt;nach einzelnen Erz-Arten aber zu urtheilen, welche Reisende in denHänden der Eingebornen fanden, birgt auch Oregan der Reichthümermanche. —

4. Hydrographie der Vereinigten Staaten.

Die beiden Hauptgebirgszüge der Vereinigten Staaten, verbundendurch die „Landeshöhe," welche den nordwestlichsten Theil derselben durch-zieht, bilden in der Union drei Hauptsiromgebiete, das des St. Lorenz,des Mississippi und Columbia, und spalten das Flußnetz des Landes indrei Hauptmeerbecken, in das Bassin des atlantischen Meeres,in das Bassin des mexikanischen Golfs und das Bassin desAustralocean s. — Dem erstern gehört die größte Zahl der Flüsse derBereinigten Staaten an, das zweite empfängt den Hauptstrom des Lan-des, und in das dritte münden, außer dem Columbia, nur unbedeütendeStröme. — Nach Flußbecken geschieden, bei denen indeß nur die schiff-baren Flüsse berücksichtigt werden können, besitzen die Vereinigten Staa-ten 34 Flußbecken, wovon 24 dem atlantischen Ocean, 9 dem mexikani-schen Golf und nur 2 dem Anstralocea» angehören.

Das Atlantische LaMn, welches von Neu-Schottland an bis zurSüdspitze von Florida die Ostgrenze des Landes bildet, gewährt eine 1,959enql. Meilen lange, von einer Menge Einbuchten durchschnittene Küste,welche auf dieser Strecke, außer einer großen Anzahl kleinerer Landungs-plätze, 37 der trefflichsten Häfen, Bayeu, Sunde und Durchfahrten bie-tet, empfängt aus den Vereinzle» Staaten, im Norden beginnend:

1) Den St. Lorenz, welcher als nördlicher Grenzfluß hier genanntwerden muß, obgleich seine Mündung weiter nördlich in das Gebiet derbritischen Besitzungen fällt. — Er ist der Hauptsirom Nord-Amerika'sund gehört zur Hälfte den Vereinigten Staaten an und besteht aus einerKette zusammenhängender Seen, deren westlichster Zu- oder Quellenfluß,der St. Louis, nnter Lat.48"40'N. entspringt. Unter verschiedenen Namen,die theils Straßen und Durchfahrten, theils seeähnliche Erweiterungenbezeichnen, verbindet er die fünf großen sogenannten kanadischen Seen:den Obern-S«e, den Huron- und Michigan-, den Erie- und Ontario-See,beschreibt zwischen beiden letzter», wo er den Namen des Niagara führt,die berühmten Wasserfälle; tritt bei Kingston unter Lat. 44° 2V' N-als „See der tausend Inseln" aus dem Ontario, nimmt hier den NameNdes St. Lorenz an, wird aber bis Montreal, bis wohin er sich einigtMale zu kleinen Seen erweitert und bedeutende Stromschnellen bildet,

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