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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
Entstehung
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Geographie und Statistik des amerikanischenStaatentyttems.

Dre westliche Hälfte unseres Erdballs durchzieht, vom höchsten Nordenbis in die Nähe des Südpols hinab, ein vierter Erdtheil, der, obgleichvon den Völkern des Alterthums gekannt und unter dem Namen At-lantis, später auch als Antilia in den Schriften der Griechen undRömer uns überliefert, mit dem Verfall des Römerreiches so in Der»geffenheit gerieth, daß dessen Existenz ganz bezweifelt wurde. — Eineneuere Auffindung desselben, im zehnten Jahrhunderte, durch normänni-sehe Schiffer, die bis Lat. 41 " N. herab die Küste besuchten, die neüent-deckten Länder Groenland, Helluland, Winland und Marklandbenannten» und Kvlonieen in Grönland anlegten, die gegen vier Jahr-hunderte blüheten. durch zahlreiche Einwanderungen sich mehrten undbevölkerten, und Norwegen zinspflichtig wurden; deren Einwohner Kir-chen und selbst Klöster im neüen Lande errichteten, sich unter der Regie-lung des König Magnus ( 1258 ) bereits für unabhängig erklären woll-ren, durch eine ansehnliche Flotte des Dänenkönigs Erik Glippingaber >261 zum Frieden gezwungen, sich dem norwegischen Scepter frei-willig unterwarfen, und bis zum Schluß des vierzehnten Jahrhundertsfortwährend mit dein Mutterlande in Verbindung blieben, ging durchNaturereignisse, welche die bekannten Küsten Grönlands (des grünenLandes) mit Eis bedeckten und die Landung schwierig machten, und durchdas Sinken der nordischen Macht ebenfalls spurlos vorüber; die neueWelt, die Atlantis der Alten, kam wiederum in Vergessenheit, underst in den letzten zehn Jahren des fünfzehnten Jahrhunderts gelang esdem Genuesen Christoph Colombo oder Colon, wie er sich späterin Spanien nannte, nach langen Sorgen, Mühen und Bitten um Un-terstützung, und von Spanien aus mit den spärlichsten Mitteln versehen,wenn auch nicht, wie er gewollt, einen nähern Weg nach den gold- undgewürzrelchen Inseln Indiens, doch Amerika aufzufinden, und dielängst geahnte neüe Welt den 7 . Oktober 1492 in die neüere Erdkundeeinzuführen. — Trägt auch dieser neüe Erdtheil weder seinen Namen,noch den der ersten normannischen Entdecker, suchte auch der, als See-mann und Astronom geübte Kaufmann Americus Veöpncius ausFlorenz» Colons Ruhm zu schmälern, und sich als den Entdecker desfesten Landes zu bezeichnen, und dadurch seinen Namen unsterblich zumachen, wurde auch die neüe Welt nach seinem Namen benannt, undtrat auch das westliche Land als Amerika, als vierter Welttheil inunsere Erdkunde ein, Colons Ruhm bleibt unangetastet! von dem

verghau«, Dd- VI- I