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Amerikanisches Staatensystcm.
ab, als zu, lind deckt den Bedarf der eigenen Fabriken lind Färbereiennicht. Der Weinbau hat bisher noch keine großen Fortschritte gemacht. DerObstbau mehrt sich mit jedem Jahre, und Flachs und Hanf werden in dengeeigneten Klimate» mit großem Erfolge gebaut. Überhaupt befinden sichdie verschiedenen Zweige der Landwirthschast im blühendsten Zustand,und die verbesserten Betriebsmethoden, welche der Ackerbau in Europaerfahren hat, sind auch in Amerika nicht unbenutzt geblieben, obgleichhier die erste oder die Neu-Kultur des Bodens ganz anders als inEuropa betrieben wird, keineswegs aber so schwierig ist, als man bis-her allgemein glaubte. Die Umstände haben ein anderes Verfahren andie Hand gegeben: Nachdem man die Baume abgehauen und beseitigt,läßt man die Stumpen im Boden stehen, pflügt das Land zwischen denStöcken und überläßt es der Zeit, solche allmählig zu zerstören, wo siedann in 5 — 6 Jahren faulen und von selbst weichen, oder mit demPfluge herausgerissen werden können; an andern Orten brennt man dieWälder ganz darnieder und säet in die fruchtbare Asche, weil das Aus-roden des Holzes bei dem Verhältniß des Arbeitslohns zum Preise desgewonnenen HelzeS in manchen Gegenden mehr kosten würde, als derRaum in mehreren Jahren ertragen könnte. Aus dem erlangten Ober-holze erbaut si h der Ansiedler sein einfaches Blockhaus, umfriedigt seineLändereieu, oder verkauft es als Feüerholz. Zwischen den Stöcken derabgetriebenen Strecken weiß er die Pflugschaar mit Gewandtheit zu füh-ren, daß in der That nichts unbenutzt bleibt, als der Fleck, den der Stockeinnimmt. Man eggt und walzt das Land nicht und der Reichthumdes Bodens ersetzt den Mangel einer höher» Sorgfalt vielfach, die manim ausgelaugten Boden der alten Welt so nöthig hat. — Wie mit derSaat und Bestellung, so einfach geht es auch mit der Ernte her; man
nimmt das Getreide nicht am Boden, sondern nur in der Richtung weg,
welche die Lage und Länge der Arme und Hände angeben, also etwaI'/r Fuß über dem unebenen, rauhen Boden, weil ein tieferes Abschnei-den weit weniger fördern und bei weitem mehr kosten, als den Ertragerhöhen würde, da dort das Siroh, des Düngers und des Futters we-gen, weniger Bedürfniß ist als in Eürvpa, — man überläßt es dem Bo-den, um ihn zu dünge»; diese hohe Stoppel gibt dem Boden eine weit
kräftigere Nahrung als die kurze, obgleich keine so starke als der Stall-dünger, aber auch eine bei weitem weniger kostbare und umständliche,als wenn man die Stoppeln einfahren, den Dünger aus dem Stauziehen, zur Gährung aufschichten, aufladen und ausführen wollte, roiees in Deütschland geschieht. Deßwegen bleibt das Land doch nicht ohneallen thierischen Dünger; denn sobald die Frucht eiugescheuert ist, kom-men Rinder, Schafe und anderes Vieh auf die umzaünten Äcker, wo sSreichlich Futter findet, aber auch hinreichend düngt, und nun, selbst i»den nördlichen Theilen des Landes, nicht wieder in den Stall kommt,bis der Schnee den Boden deckt oder die neüe Saat beginnt. Trotz die-ser scheinbaren Nachlässigkeit gewinnt man außerordentliche Ernte»,wie die nachfolgenden Übersichten specieller beweisen. — Die Viehzuchtgelst mit dem Ackerbau Hand in Hand; sie erstreckt sich auf alle eüro-päischen Hausthiere, unter denen das Rindvieh in den nördlichen Staa-ten als nothwendiger Bestandtheil der landwirthschaftlichen Gewerbe ei>ssgroße Rolle spielt, in den südlichen und mittleren Staaten dagegenSchweinezucht von bedeutenderem Umfange ist, und mit ihren Erzeug-nissen an Fleisch, Speck und Schmalz einen ansehnlichen Beitrag Ztü