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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerika.

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Der Werth dieser Ländereien beträgt nach dem Regierungspreise fürdaS „College-Land" : 635,000, der für das Scbnlland : 9,940,672'/- Dol-lars, da aber Schulen, und mehr noch Universitäten, eine fortgeschrit-tene Bevölkerung verlangen, und durch diese'der Werth des Lautes steigt,ist der Werth der Schulländereie» zu 10, der der College-Lankereien zu30 Dollars der Acre anzunehmen, wonach der Werth obiger Landverwil-ligungen für Universitäten und Colleges aus 15,240,000, der für Schulenaber auf 79,525,380 Dollars zu veranschlagen sein dürfte! — Aus obigenTabellen wird man leichter, als aus dicken Bänden erkennen, wie au-ßerordentlich viel die Amerikaner nicht nur im Volksschulwesen, sondernauch in Herbeischaffung der Mittel, höhere Kenntnisse zu erlangen, be-reits geleistet haben. Mehr als die Hälfte der höheren Lehranstalten sinderst seit dem Jahre 4820 gegründet, und beinahe ein Drittel derselbenseit dem Jabre 4830, und zwar in den westlichen Staaten, wobin dieCivilisation erst seit 20 bis 25 Jahren gedrungen ist. — Der akademi-sche Lehrkurses dauert in Amerika 4 Jahre und am Ende desselben wirddas Baccalanreat ohne weiteres Examen für eine geringe Bezablung derProfessoren und des Präsidenten ertbeilt. — Man fordert keine Disser-tationen und dergleichen für akademische Titel, das Verdienst eines Sln-dircnden wird »ach den täglichen Recitationen ihrer Aufgaben bemessen.Das Praktische dieses Systems ist ausfallend, da es die Lernenden zurtäglichen Thätigkeit anspornt, anstatt, wie es in Deutschland geschieht,allen Fleiß auf das Ende des Semesters hinaus zu schieben. Der Stu-dent lernt dabei zwar nie so viel auf einmal als ein Deülscher, doch ister auf diese Art leichter im Stande seinen Professoren zu folgen; erstrengt sich dabei nicht so sehr an, wie ein Deütscher, bezieht aber auchdie Universität in einem frühen Alter, und verläßt sie, um in's prakti-sche Leben einzutreten, wenn Eüropäer noch in die Schule gehen. — Auf-fallend ist auf jeden Fall die Frühreife der Kinder in Amerika, die ausdem Plan der Erziehung zu Hause und in der Schule entspringt, undeine Menge Eigenheiten im Volksleben der Amerikaner e>klärt, undwahrhaft erstaunlich, welche Masse von Kenntnissen die Amerikaner inder kurzen'Zeit ihrer Studien sich erwerben. Die Lehrplane der Akade-mien, welche Kinder vom loten bis zum 44ten Jabre besuchen, bringeneine Verschiedenheit von Lehrgegenständen, die in's Unglaubliche geht:Latein, Griechisch. Französisch, Italienisch. Spanisch, Algebra, Geome-trie, Mechanik, Sütenlehre, Mineralogie, Physik, Chemie, Alles wirdgelehrt, und der Schüler lernt oder studiert es, trotz seiner Jugend, int'er Absicht auf künftige Anwendung, und von dem Augenblicke an, woer die Schule verläßt, tritt er auch schon thätig ins bürgerliche Lebenein. — An guten Lehrern ist ebenfalls kein Mangel, nnd nur die deüt-lchei, Ansiedler, die ihre Kinder in deütschen Schulen unteirichten lassensollen, haben Ursache zu klagen, da an guten deütschen Lehren, großerMangel ist. Die geschickteste» und uuterricbteisten Lehrer in den Verei-ntsten Staaten sind Neü-Engländer, die sich entweder besser auf den^chulzwang verstehen, oder mit der Kunst, Gedanken mitzutheilen, ver-trauter sind als ihre Landeleüte in den Nachbarstaaten. Auch sind sieurch jhre Religiosität und die strenge ihrer Sitten besonders für dasErziel,ungsgeschäft geeignet. Man rechnet, daß nicht weniger als 60,000ten-Engländer jährlich mit dem Schulunterricht in den verschiedenentaaten der Union beschäftigt sind: ein Umstand, welcher vielleicht eb-envvller für Nest-England ist, als alles, was man für die Industrie

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