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Amerikanisches Staatensystem.
künstliche Wiesen aber überall im ganzen Lande. — Vermont unterhälteine starke Viehzucht. Die Rinder sind groß, stark und fett; man machtviel Butter und Käse, mästet Ochsen, mit denen man nach Boston undNew-York handelt, und raüchert auch Fleisch zur Ausfuhr. Das Fuhr-werk und der Ackerzng wird nur mit Ochsen besorgt, das Pferd, welchesvon kleinem Schlage ist, wird nur zum Reiten benutzt; die Esel- undMaulthierzucht ist seit 25 Jahren eingeführt; die Schafzucht vergrößertsich mit jedem Jahre, und Schweine werden in unglaublicher Anzahl ge-zogen. — Trotz der überhand nehmenden Kultur macht das Holz dochnoch immer einen große» Theil des Reichthums der Einwohner aus;besonders das, was zum Stab- und Nutzholz dient, und auf den un-zähligen Sägemühlen verarbeitet und ausgeführt wird. Alle HolzartenNord-Amerika's findet man in größter Menge, und Stämme von 150bis 200 Fuß Höbe, und einen Durchmesser von 3 bis 6 Fuß sind keineSeltenheit. Unter allen sind Tannen, Ulmen, Kiefern, Zuckerahorn-baüme und Buchen am gemeinsten. Die Gipfel der Berge werden vonTannen und Fichten aller Art bekränzt; doch ist es merkwürdig, daß dasNadelholz an der Ostseite der Gebirge haüfiger und besser gedeiht als ander westlichen. — Die Jagd ist immer noch eine einträgliche Nebenbe-schäftigung; sie ist für Jeden frei, und durch nichts eingeschränkt, dochbefiehlt das Gesetz, das Nothwild i» einer gewissen Jahreszeit zu scho-nen und es nicht ganz auszurotten. Pelzwild ist schon ziemlich selten,Naubthiere aber gibt es noch in Menge, vorzüglich aber Bären, Wolfe,Füchse, wilde Katze» u. a. m. — Truthühner und Wandertauben be-völkern die Wälder, und mehrere Arten Eichhörnchen thun den Feld-früchten bedeutenden Schaden.
Eigentliche Manufakturen besitzt Vermont nur wenige, dagegen abereine Menge Potlascbesiedereien und Eisenwerke, Branntweinbrennereien,Bierbrauereien und Mühlen; Ahornzncker wird in Menge bereitet, inmanchen Jahren gegen 20,VON Centner. Papier- und Oelmühlen sindfast in allen Kantons; tzutfabriken namentlich zu Middleburgh; Potte-rien, Ocherschlemmereien und Vitriolwerke in verschiedenen Theilen desLandes, und jeder Pflanzer besitzt seinen Webstuhl, sowohl zu den leine-nen als wollenen Zeügeu, die er braucht. — Die Ausfuhr des Landesbesteht in Bauholz, Pottasche, Getreide, Rindern, Salzfleisch, Butter,Käse, Pferden, Stangeueisen u. s. w. und beträgt jährlich nahe an eineMillion Dollars. — Banken sind 17 im Staate, mit einem eingezahltenKapitale von zusammen 911,980 Dollars, einem baaren Kaffenbeftandevon 682,632 Dollars und einem Notenumlauf von 1,468,384 Dollars.Sechs derselben zu Guildhall, Jrasburg, Manchester, Midtlebury, New-bury und Wvodstock sind zugleich Sparbanken. — Feüerverstcherungs-banken bestehen drei im Staate, zu Middlebury, Windsor und Montpe-lier; die beiden ersteren sind auf Aktien gegründet, die letztere aber hatweder Kapital noch zahlt sie Dividenden, sondern bei jedem Brande wirdei» Umschlag auf alle Versicherte aufgenommen und somit der Schadengedeckt. Im Jahre 1842 betrug die Versicherungssumme bei dieser, aufGegenseitigkeit gegründeten Anstalt 4,288,066 Dollars, die Entschädi-gungen nur 14,200 Dollars.
Die Bevölkerung von Vermont beträgt nach dem letzten offiziellenCensus 291,948 Seelen. Die Einwohner sind ein starker, kräftiger, bie-derer Menschenschlag; alle sind mit Leib und Seele Republikaner, fissihre Freiheit und ihr Vaterland snthusiatisch eingenommen, und dre