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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerikanisches Staatcnsystem.

wurde, und hat diesen auch bis seht beibehalten. — Der Staat, hin-sichtlich des Handels und der Jnland-Verbeiiernngen der wichtigste derUnion, liegt zwischen Lat. 46° 35' und 43" N. und zwischen Long. 3° 43'O. und 2° 43' W. , wird im N. vom OntarioSee, Oder- und Nieder-Canada, im O. von Vermont, Massachusetts und Connecticut, im SO.vom Long Jölant-Snnd und dem Ocean, im S. von New-Jersey undPennsylvania, und im W. vom Erle-See und dem Niagara begrenzt;hat vom N. nach S. eine Ausdehnung von 198, von O. nach W. von256 Meilen, und umfaßt einen Flächenraum von 47,163 lüMeilen oder30,184.320 Acres.

Die Gestaltung des Landes ist äußerst mannigfaltig. Im SO. istdie Oberfläche mit angenehmen Anhöben untermischt; in der Mitte istdas Land bergig; gegen die Seen hin flach; im S. hügelig, und imNW. wellenförmig. Mehrere Bergketten, sämmtlich Zweige der Apala-chen, durchziehen den Staat nach allen Richtungen: die Tacv»uc-Monn-tains streichen längs der Ostseite des Hudson, und enthalten reiche Ei-sen- und Steinkohlenlager; die Kattökill-Monntains, ein hohes Gebirge,dessen höchste Spitzen, der High Peak 3,619, der Round Top 3,165 Fußerreichen, ziehe» sich längs der Westseite des Hudson; an letztere schlie-ßen sich im S. die Highlands, eine niedere Berggruppe, die nirgendseine Höhe von 1,666 Fuß übersteigt. Unterhalb der City New-Dork er-heben sich die Neversink HeighlS, die nach New-Jersey übergehe»; denKanton Ulster durchziehen die Shawangung-Mountains und streichen nachS.; Montgomery und Saratvga durchziehen die Tnpp-H>lls, und längsder Nordseite der Susqnehanna streichen die Gvvseberry-Hills. Allediese Bergketten sind, sowie die übrigen Landrücken, größlentheils gutbewaldet, und bestehen zum Theil aus Urgebirge, zum Theil sind siesekundärer Bildung und aufgeschwemmte Erdlager, die an einigen Stel-len einen fetten, an andern einen sandigen Boden bilden. Long Islandist auf seiner westlichen Seile durch Erdanschwemmnnqen des Hudson,auf seiner östlichen vom Meersande gebildet worden, hat aber auch daeine meistens reiche fruchtbare Oberschale. — New-Dork hat nur einegeringe Meeresküste, da, wo der Hudson mündet, und Long Island dennach ihr benannten Sund bildet. Der Staat ist trefflich bewässert; eineMenge größerer und kleinerer Flüsse, unter denen der Hudson, Mohawk,Black, Oswegv, Genessee, St. Lorenz, Susqnehanna, Delaware, Alleg-hany, Chenango, Niagara und Tioga die beträchtlichsten sind, durch-schneiden den Staat und nehmen znm größten Theil in ihm ihren Ur-sprung. Der wichtigste unter allen ist der Hudson, der seinen Laufgerade nach Süden nimmt und etwa 256 Meilen lang ist. Bei seine»'Durchbruch durch die Berge von Kiltating, in den sogenannten „Higb-lands," bildet er herrliche Scenerien; dort fließt er in einem 1,866 F»ßbreiten Kanale, der auf beiden Seiten mit fast senkrechten hohen Berg-wänden besetzt ist, breitet sich weiter hinab zum Tappan-See aus, welches5 Meilen breit ist, und strömt sodann durch eine 25 Meilen laizge u»b5» Fuß hohe Felsenmauer hindurch; theilt sich am obern Ende der J»l"Manhattan in zwei Arme, von denen der eine der East-, der andere d^North-Niver genannt wird; leherer fließt nördlich und westlich umInsel New-Dork herum, und östlich strömt der East-Niver herab, dess^Wasser durch die Fluthen der Meerenge von Long Island vermehrt we^kden. Bei der City New-Dork, dieser Insel gegenüber, ist er 2,466 F"»breit; bei seiner Einmündung in den Sund von Long Island befind