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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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278 Amerikanisches Staatenspstem.

und umfaßt einen Flächenraum von 2,«2« Quadratmeilen oder 1,856,8V0Acres.

Gebirge besitzt Delaware nicht: der südliche Theil ist flach lind san-dig; zwischen der Delaware- und Chesapeakebay ziehen sich ausgedehnteSümpfe und Niederungen, und der nördliche Theil des Landes ist ge-wellt und erhebt sich zu Hügeln, die aber nirgends 5VV Fuß Höhe über-steigen. — Der Boden im S. und längs der Delawarebay ist sandigund mit Salzmarschen wechselnd; die Sümpfe, namentlich der 50.000Acres große Cypreßswamp, haben eine torfige, auf weißem Meeressandruhende Unterlage, der nördliche Theil des Staats aber schweren Tdon-und fruchtbaren Weizendoken. — Eine Menge kleiner Creeks und Flüssebewässern den Staat, von welchen der Brandhwine, Christiane, Duck,Mispillio», Ceder und Jndiana die bedeütendsten sind. Der Delawarebewässert die östliche Grenze und bildet daselbst die 40 Meilen lange und3V Meile» breite Delawarebay. — Das Klima des Staats ähnelt demvon Pennsylvania: der S. ist warm und seücht; der N. angenehm undgesund, im Ganzen aber, namentlich in den Niederungen, wo häufigWechsclfieber vorkommen, weniger gesund als Pennsylvania. — Diesüdliche» Niederungen find noch reich an Waldungen; der mittlere Theildes Landes ist größtentheilS in Kultur genommen. Die Naturproduktesind dieselben wie in Pennsylvania. Der Landbau bildet das Hauptge-schäft der Bewohner; Weizen und Mais sind die Stapelartikel; die Rin-derzucht ist nicht bedeütend, desto besser aber die der Schweine. Zur He-bung deö Seidenbaues hat die Legislatur Prämien ausgesetzt. DieSchafzucht hat sich bedeütend gehoben. — Die Fischerei in den Flüssensowohl als an der Küste ist bedeütend und der Allsternfang sehr ansehn-lich. — An Mineralien ist das Land arm; Kalkstein ist nirgends vor-handen und zum Bauen verwendet man Muschelkalk. — Der Handel istunbedeutend, die Manufakturen dagegen werden schwunghaft betrieben,namentlich sind die hiesigen Papier-, Pulver-, Mehl-, Walk- undSägemühlen, so wie die Baumwoll- und Beüteltuchmanufakturen vongroßer Ausdehnung.

Die ersten Ansiedler des Landes waren Schweden und Holländer,deren Nachkommen noch existiren; der größte Theil der jetzigen Einwoh-ner, deren der Stadt nach dem letzten Census 78,085 zählt, sind jedochenglischer Herkunft; Deütsche sind noch wenige im Staate. — Die Be-völkerung scheidet sich in 29,25V Weiße männlichen und 29,302 Weißeweiblichen Geschlechts; in 8,620 freie männliche und 8,293 freie weiblicheFarbige, und in I,.37I Sklaven und 1.2.34 Sklavinnen. — PresbyleriMner, welche 15 Prediger im Lande haben, bilden die zahlreichsten Rest*gionsvewandten; die Methodisten haben >5, die Episkopalen 6, die BaP-listen 9, die römischen Katholiken 2 Kirchen im Lande. Für Unterstützungder Schulen hat die Legislatur einen Schulfvnd gegründet, der gegen-wärtig eine Höhe von 175,750 DvU. erreicht hat ; und es bestehen jetzt185 Volksschulen im Staate, in denen 10,359 Kinder unterrichtet wer-den; 20 Akademien und lateinische Schulen mit 764 Schülern und 1College mit 23 Studenten.

Die Regierung besteht aus einem Senat von 9 und einem Ha«ssder Repräsentanten von 21 Mitgliedern, von denen die ersteren alle dre>Jahre, die letzteren hingegen jährlich gewählt werden, und einem Gou-verneur, der seine Stelle vier Jahre bekleidet, aber nicht zweimal hiut^einander gewählt werden kann; er hat bei den Gesetzen der Generalver-