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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerikanische- Staatensystem.

und zum Asyl der damals verfolgten Katholiken bestimmt, ohne jedochdie Anhänger anderer Neligionspartheien auszuschließen. Die Koloniegedieh herrlich; 1773 vom Strome der Revolution mit fortgerissen,reformirte die Kolonie 1776 ihre Verfassung, unterzeichnete aber erst 1783die Konföderationsakte, um als selbstständiger Staat der Union beitre-ten zu können. Der Staat, durch die Chesapeakebay in zwei ungleicheTheile, in West-Maryland und in die Ostküste (km^ern-sdore) geschie-den, breitet sich zwischen Lat. 38° und 39° 45' N. und zwischen Long.

2° 0' und 2° 30' W. v. W. aus; wird im N von Pennsylvania, im O. vonDelaware und dem atlantischen Meere und im S. und W. von Virginiabegrenzt, von welchem letzteren Staat Maryland durch den Potowmaegeschieden wird, und hat von N nach S. eine Ausdehnung von 105, vonO. nach W. von 198 Meilen. Der Flächeninhalt beträgt, mit den Ge-wässern der Chesapeakebay: >3,659, und ohne dieselben, nach eigener Be-rechnung, II,3l7 Quadratmeileu oder 7,242,880 Acres.

Die Gestaltung des Landes ist außerordentlich mannigfaltig: dieöstliche Küste ist niedrig, eben und sandig; die Westküste der Bay größ-teniheils Niederung; der mittlere Theil des Staats hügelig, und derwestliche bergig, ja selbst gebirgig. Der Boden ist, im Ganzen genom-men sebr fruchtbar; im O. sandig, mit vielen Niederungen, stehendenGewässern und reichen Wiesen untermischt; das Hügelland hat ziemlichguten Lehmboden; zwischen den Svuth-Mountains, welche die östlicheBergkette Marylands bilden, liegen fruchtbare Thäler. Weiter westlichfolgen die blauen Berge, die mit den North-Mountainö beginnen, aufwelche die Siteling-Hills, die Ragged-Mvumains, und endlich die Alle- >ghanys folgen. Zwischen diesen Bergen ist der Boden wie in den Berg- !distrikten Pennsylvania's; die fruchtbarsten Ländereien liegen im Weste»des Staats, und am Potonnnac, dessen Ufer besonders fett sind. Ma- >ryland ist trefflich bewässert; die Chesapeakebay, welche sich vom Kap !Henry, in Virginia, unter Lat. 36° 58' N., bis zur Mündung der Sus-qnehanna, in Lat. 39° 35' N., bei einer Breite von 2« bis 5 Meilenherab, gegen 189 Meilen weit in'S Land erstreckt, und eine Tiefe von10 bis herab auf 6 Faden hat, eröffnet dem Staate eine treffliche Schifssfahrt, bildet in ihm mehrere kleine Buchten, die Fishing- und Eastern-Bay im N. und die Herringbay im W., und empfängt alle Hauptflüssedes Staats, vom W. die Susqnehanna, den Patapekö, die Severn, den ^Patnxent und Potowmac, und vom O. den Elk, Sassafras, Ehester,Choptank, Nantikoke und Pocvmoke. Das Klima ist sehr mild; aufden Anhöhen kühlen die Seewinde die Hitze einigermaßen ab, in denThälern herrscht dagegen im Sommer eine unmäßige Hitze. Abwechl^lung und Strenge der Temperatur sind indeß auch hier gemein, und iwWinter fällt der Thermometer öfters auf 12° und mehr herab, und alleFlüsse und ein großer Theil der Bay ist dick mit Eis belegt. In de"niederen Gegenden ist der Sommer und Herbst ungesund und Wechselfieber herrschen, desto angenehmer ist es aber auf den Höhen und i>Nganzen Westen des Staats.

Der Ackerbau wird im W. eifrig und mit demselben Erfolge wie inPennsylvania betrieben: Weißer Weizen und Mais sind die Hanptpro-dukte desselben; Hafer, Gerste und Roggen werden weniger gebaut, da-gegen die Palma-Cbristi, Erbsen, Bohnen, Kartoffeln, süße BatatteNund Erdeicheln in Menge gezogen. Im S. und O. ist Plantagenba»und Tabak das Hauptprodukt desselben. Baumwolle wird nur wenig