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Amerikanische- Staatensystem.
und zum Asyl der damals verfolgten Katholiken bestimmt, ohne jedochdie Anhänger anderer Neligionspartheien auszuschließen. Die Koloniegedieh herrlich; — 1773 vom Strome der Revolution mit fortgerissen,reformirte die Kolonie 1776 ihre Verfassung, unterzeichnete aber erst 1783die Konföderationsakte, um als selbstständiger Staat der Union beitre-ten zu können. — Der Staat, durch die Chesapeakebay in zwei ungleicheTheile, in West-Maryland und in die Ostküste (km^ern-sdore) geschie-den, breitet sich zwischen Lat. 38° und 39° 45' N. und zwischen Long.
2° 0' und 2° 30' W. v. W. aus; wird im N von Pennsylvania, im O. vonDelaware und dem atlantischen Meere und im S. und W. von Virginiabegrenzt, von welchem letzteren Staat Maryland durch den Potowmaegeschieden wird, und hat von N nach S. eine Ausdehnung von 105, vonO. nach W. von 198 Meilen. Der Flächeninhalt beträgt, mit den Ge-wässern der Chesapeakebay: >3,659, und ohne dieselben, nach eigener Be-rechnung, II,3l7 Quadratmeileu oder 7,242,880 Acres.
Die Gestaltung des Landes ist außerordentlich mannigfaltig: dieöstliche Küste ist niedrig, eben und sandig; die Westküste der Bay größ-teniheils Niederung; der mittlere Theil des Staats hügelig, und derwestliche bergig, ja selbst gebirgig. Der Boden ist, im Ganzen genom-men sebr fruchtbar; im O. sandig, mit vielen Niederungen, stehendenGewässern und reichen Wiesen untermischt; das Hügelland hat ziemlichguten Lehmboden; zwischen den Svuth-Mountains, welche die östlicheBergkette Marylands bilden, liegen fruchtbare Thäler. Weiter westlichfolgen die blauen Berge, die mit den North-Mountainö beginnen, aufwelche die Siteling-Hills, die Ragged-Mvumains, und endlich die Alle- >ghanys folgen. Zwischen diesen Bergen ist der Boden wie in den Berg- !distrikten Pennsylvania's; die fruchtbarsten Ländereien liegen im Weste»des Staats, und am Potonnnac, dessen Ufer besonders fett sind. — Ma- >ryland ist trefflich bewässert; die Chesapeakebay, welche sich vom Kap !Henry, in Virginia, unter Lat. 36° 58' N., bis zur Mündung der Sus-qnehanna, in Lat. 39° 35' N., bei einer Breite von 2« bis 5 Meilenherab, gegen 189 Meilen weit in'S Land erstreckt, und eine Tiefe von10 bis herab auf 6 Faden hat, eröffnet dem Staate eine treffliche Schifssfahrt, bildet in ihm mehrere kleine Buchten, die Fishing- und Eastern-Bay im N. und die Herringbay im W., und empfängt alle Hauptflüssedes Staats, vom W. die Susqnehanna, den Patapekö, die Severn, den ^Patnxent und Potowmac, und vom O. den Elk, Sassafras, Ehester,Choptank, Nantikoke und Pocvmoke. — Das Klima ist sehr mild; aufden Anhöhen kühlen die Seewinde die Hitze einigermaßen ab, in denThälern herrscht dagegen im Sommer eine unmäßige Hitze. Abwechl^lung und Strenge der Temperatur sind indeß auch hier gemein, und iwWinter fällt der Thermometer öfters auf 12° und mehr herab, und alleFlüsse und ein großer Theil der Bay ist dick mit Eis belegt. — In de"niederen Gegenden ist der Sommer und Herbst ungesund und Wechselfieber herrschen, desto angenehmer ist es aber auf den Höhen und i>Nganzen Westen des Staats.
Der Ackerbau wird im W. eifrig und mit demselben Erfolge wie inPennsylvania betrieben: Weißer Weizen und Mais sind die Hanptpro-dukte desselben; Hafer, Gerste und Roggen werden weniger gebaut, da-gegen die Palma-Cbristi, Erbsen, Bohnen, Kartoffeln, süße BatatteNund Erdeicheln in Menge gezogen. Im S. und O. ist Plantagenba»und Tabak das Hauptprodukt desselben. Baumwolle wird nur wenig