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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerikanisches Staatensystem.

gen, Gerste und Hafer bringt nur Nord-Alabama, aber bei weitem nichthinlänglich den Bedarf des Landes zu decken; Flachs und Hanf gedeihendaselbst ebenfalls vortrefflich, und Obst, besonders Pfirschen und Nekta-rinnen werden in Menge gewonnen. Die Viehzucht ist nichts wenigerals ausgezeichnet; der Wiesenbau wird bis jetzt nachlässig betrieben, unddie natürlichen Wiesen und Savannen noch zu wenig benutzt. — DieWaldungen sind trefflich bestanden und bieten alle Baumölen Nord-Amerika's; eine geregelte Waldwirthschaft ist aber noch nirgends einge-führt. — Rotbwild und wildes Geflügel ist noch in Menge zu finden;Raubthiere sind selten geworden, und nur im Hochlande findet man nochhin und wieder Bären und in den Nohrbrüchen des Südens Cuguare;wilde Katzen, Marder, Füchse, Raccoons, Opossums und Eichhörnchenaber in allen Theilen des Landes. — Der Mineralrcichthum des Landesist noch zu wenig bekannt: Eisen und Steinkohlen hat man bereits anverschiedenen Orten aufgefunden und auch schon theilweise benutzt, undGold bei Coosauga und im Cherokeegebiet.

Im Kunst- und Gewerbfleiß ist Alabama noch zurück; große Manu-faktur- und Fabrikanlagen existiren, einige Brennereien, Bierbrauereien,Korn- und Sägemühlen, Theerschwelereien und Terpenkinbrennereien undeinige Eisenschmelzen ausgenommen, noch gar nicht. Die Webereiendecken noch nicht den Bedarf des Landes, obgleich auf fast allen Pflan-zungen Webstühle zu finden sind. — Der Handel ist bedeütend und wirddurch mehrere Eisenbahnen, eine bedeütende Fluß- und Küstenschifffahrtund 6 Banken, die ein Gesammtkapital von 6,808,969 Dollars besitzen,bedeütend unterstützt. — Die Ausfuhr erstreckt sich bis jetzt nur auf roheProdukte, wie Baumwolle, Reis, Haüte, Tischler- und Bauholz undeinige andere Landeserzengnisse.

Die Einwohner Alabama's stammen aus den östlichen und nördli-chen Staaten; später aber, als die Indianer immer mehr zurückgedrängtwurden, fanden Deütsche, Schweizer, Schotten, Iren, Engländer u»"Franzosen hier ein neües Vaterland. Die Zahl derselben belaüft sich nachdem letzten Census auf 590,756, worunter 2.V39 freie Farbige und253,532 Sklaven. — Von den Bewohnern Alabama's waren 9k inrBergbau, 177,439 in der Landwirthschaft, 2,2l2 im Handel, 7,195 >"Gewerben und Manufakturen, 256 in der Seeschifffahrt, 758 in der Ka-nal- und Flußschifffahrt und 1,514 im gelehrten Fach beschäftigt. — Allein Nord-Amerika einheimiscbe Religionssekten findet man auch in Ala-bama, indeß noch nicht hinlängliche Kirchen, und eine Menge begnüge"sich mit Privatgottesdienst in Haüsern, Scheünen. Niederlagen und a"tfreiem Felde. Die Baptisten sind am zahlreichsten und besitzen bereits251 Kirchen, aber nur 121 Geistliche; die Methodisten 68 wanderndePrediger; die Presbyterianer 45 Kirchen und 32 Geistliche; die Episk^palen 13 Prediger, und die Katholiken 1 Bischof und 5 Priester. DwGebalte der Prediger sind hier am dürftigsten, und ein großer Ths"derselben ist auf Nebenverdienste, auf Unterrichtgeben u. s. w. angewe-sen. — Dem Unterrichtswesen wird erst neüerer Zeit mehr Aufmcrksa"^keit gewidmet;— an höheren Unterrichtsanstalten, Universitäten und §ot-leges sind 2 im Lande mit 152 Studenten, Akademien und lateinischSchulen bestehen l>4 mit 5,008 Studenten, und Elementar- und V.oU 1schulen 639 mit 16,240 Schülern, von denen 3,2l3 freien Unterr«cherhalten.

Die Verfassung des Staats ist von 1819. — Die gesetzgebende Gr'va»