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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerikanisches Staatenspstem.

barkeit. Der Norden des Staats rivalistrt mit dem reichsten Theile Ken-rucky's, und alles Land am Tennessee, für mehr als 100 Meilen ober-und unterhalb der sogenannten Muscle-Shoals und für 40 Meilen Nordund Süd ist unstreitig der Garten Amerika'« und das Klima das ge-sündeste und angenehmste, was man nur denken kann. Hier ist der Bo-de» glücklich gemischt, und auf demselben gedeihen die Produkte desSüden und Norden mit gleich gutem Erfolge: Mais und süße Bataten,Indigo und Baumwolle, Hanf, Flachs und Tabak, Gartengewächse undBaumfrüchte, selbst der Weizen liefert hier noch reiche Ernte». — Längsdem Mississippi, der im Westen das Land begrenzt, ziehen sich Bluffsvon 5V bis 150 Fuß Höbe, die öfters Meilen weit nach Osten zurück-treten und die, den Uebcrschwemmungen ausgesetzten Länbereien umschlie-ßen; die bedeutendsten dieser Höben sind: die WaUnut-Hills, die Grand-Gulf-Hills, Natchez-Bluffö, Whrte-Cliffs und Loftus-Heigdts, hinterdenen sich ein ausgedehntes, fruchtbares Tafelland eröffnet. — Im Gan-zen ist der Staat gut bewässert: der Mississippi windet sich dessen west-licher Grenze zu; im NO. bildet der Teniiessee den Hauptstrom; den O-durchströmt der Tombigbee, der nach Alabama übergeht und die Mitteund den Süden des Landes durchströmen der Dazoo, Black, Pearl, Pas-cagvula und Amite. Die Ufer aller dieser Ströme bieten unerschöpflicheVvrrälhe von Bau- und Nutzholz aller Art für auswärtige Märkte, undin ihrer Nabe findet man eine groß« Verschiedenheit von salpeterreichenund bituminösen Erdarten, so wie Mergel, Eisenerz, Blei, Kreide,Schiefer und Steinkohlen an verschiedenen Orten der nördlichen Hälftedes Staats.

Die Landwirthschaft ist die Hanpterwerbsqnelle des Landes; die Kul-tnr des Bodens kommt mit jedem Jahre mehr in Aufnahme und derPlantagenbau ist durch den ganzen Staat eingeführt; die Hauptproduktedesselben sind Baumwolle und Mais, im Süden Reis und längs deinUfer des Mississippi Zuckerrohr. — Der Viehzucht wird große Aufmerk-samkeit gewidmet; mancher Pflanzer hat Rinderheerden von tausend undnoch mehr Stück und Schweine werden in »och größerer Menge gezogen-

— Wild ist im Inner» des Landes selten geworden; in den Wäldernlängs dem Mississippi und in den Nohrbrüchen der Küste findet mannoch Bäre», Wölfe, Cnguare, Panther und wilde Katzen; Füchse, Mar-der, Opossums, NaccvonS und Eichhörnchen in allen Theilen des StaatSund den Alligator in fast allen Flüssen und Creeks unterhalb Lat. 32°-

— An Fische» ist das Land reich, doch wird die Küstenfischerei vernach-lässigt, und die Flnßfischerei ist, der Alligator wegen, sehr gefährlich-Schildkröten findet man an der Küste i» Menge, und von Landschildkrö-ten die Gouffre am haüfigsten in den Fichtenbergen, wo sie in Höhlestunter der Erde lebt. — Der Kunst- und Gewerbfleiß ist im MississippiStaate noch unbedeütend und producirt wenig mehr als den Hausbe-darf; — Baumwollenmanufaktnren, Webstühle und Krämpelmaschinessind noch am haüfigsten vorbanden; Schneidemühlen, Gerbereien, Bren-nereien, Mühlen, Baumwoll-Ginö, Theerschwclereien, Pech- und Poks-aschesiedereien sind fast in jedem Kanton und in den Städten bereits ineunentbehrlichsten Handwerker. Auf den größer« Pflanzungen findet wAunter den Sklaven Bötticher, Schneider, Schuhmacher, Schmiede, Trstv'ler, Zimmerleüte und Zuckerköche und unter den Negerinnen geschssv^Weber. — Der Handel ist im Steigen und wird durch die herrltch^Flußverbindungen und 6 Eisenbahnen, so wie durch 17 Banken unterstütz'