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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerikanisches Staatensystem.

an den Flüsse», welche dasselbe durchbrechen, reiche, fruchtbare Niederun-gen, und zwischen den Höbenzügen Thäler, die den Anbau wohl lohnen.Zwischen den Gebirge» offnen sich hier und da große Flächen (Plains),die oft meilenweit mit Salzkrusten und Natron bedeckt sind, und dendurchströmenden Flüssen einen salzigen Geschmack verleihen. Anderwärtsfindet man längs dem obern Arkansas Thäler, die, obgleich trockenergelegen, mit den reichsten Mississippi-Niederungen hinsichtlich der Frucht-barkeit wetteifern können, und auf dem Hochplateau oft meilenlangeBergabhänge, auf denen die Weintraube in einer Vollkommenheit wildwächst, von der man selbst i» Kentucky und Tennessee bisher keinen Be-griff hatte. — Die Hauptflnsse deü Staats sind: der Arkansas, der des-sen Mitte durchströmt, der Wlstte und der St. Francis; den Sude»und Südwesten durchströmt der Red-River, der Lulle-Missouri und derWashira, mit seinen Tributarieö, und die Ostgrenze bildet der Missis-sippi, der alle Ströme Arkansas in sich aufnimmt und dem Golfe zu-führt. — Das Klima ist starken Abwechselungen, mehr als ein andererStaat der Union, unterworfen, und deßhalb für neue Ansiedler unge-sund. Zwischen dem Mississippi und der östlichen Gebirgereibe ist dieHeimath aller Gallen- und Wechselfieber; West-Arkansas aber ist daSgesündeste Land, was der Westen bietet, selbst Missouri nicht ausgenom-men, nur tragen die dort noch i» Menge hausenden Jndianer-Dvrde»nicht wenig dazu bei, dem neuen Ansiedler den Aufenthalt daselbst zuverleiden.

Der Reichthum der Naturprodukte von Arkansas geht in's Unglaub-liche! — Das Innere hat ungeheüre Schäl;« aus allen drei Reichen derNatur auszuweisen: die Gebirge enthalten Salz, Vitriol, Alaun, Salpeter,Kalkstein, Töpserkon, Walket erde, Marmor, Mühlsteine, Eisen, Kupfer,Soießgias und Silber; Steinkohlen und Magnereisen findet man südlichvon Little-Nock; mehrere bedeutende Salz- und Heilquellen in verschiede-nen Theilen des Landes; am obern Sdrkansas eine» Landstrich, die Salz-Prairie genannt, welche viele Meilen weit 4 bis ti Zoll tief mit einemweißen k.yftallisirten Salz bedeckt ist, und I5V Meilen nordwestlich vonPost-Arkansas die berühmten beiße» Quelle». — Das Pflanzenreich isthier in seinem Wachsthum riesenhaft, und alle Gewächse Lonsiana's undMi»vliri's werden auch hier gefunden. — Wilde Thiere und Geflügelfind in Menge vorhanden, vorzüglich: Büffel oder Bisons (im Weste»),Notbwild, Eleuns, Ottern, Biber, Kaninchen, Naccoons, wilde Katzen,Bären, Panther, Wölfe, Cuguare n. s. w. Psn-he trifft man auf denwestlichen Prairies in großen Heerden an, und wilde Gänse, Ente»,Schwäne, Truthühner, Wachteln, Wandertauben u. a. m. bedecken ä"Zeiten in zahllosen Schwärmen Wälder und Gewässer. — Die Kulturhat bis jetzt noch wenige Fortschritte gemacht; erst einzelne Punkte stn^gelichtet, doch wird bereits etwas Baumwolle und Tabak ausgeführt'Haüte und Pelzwerk, die grvßtenlheils von den Indianern eingehandeltwerden, sind jedoch bis jetzt die Haupistapelartikel des Landes. La»d-wirtbschast und Bergbau dürften indeß für die Zukunft die Haupler-werbequellen der Bewohner werden, deren Handel bis jetzt nur n»br-deürend ist.

Die Einwohner find ursprünglich französische Louisianer und Ca»a-hier, unter und zwischen denen Auglo - Amerikaner, Deütsche, Iren,Schotten und Engländer sich angesiedelt haben. Die Zahl derselben b'"laüft sich, nach dem letzten Census, auf V7,574, worunter 465 frr>