Amerika.
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heimgesucht, jene Niederlassungen zerstört, 1783 das ganze Land unterden Schutz der Union gestellt; 1811 das neue Land zum Gebiet erhoben,Und da seine Einwohnerzahl fortwährend durch Einwanderungen sichMehrte, 1816 Jndiana als selbstständiger Staat in die Union aufgenom-men. — Er liegt zwischen Lat. 37° 45' und 41° SO' N. und zwischenLong. 7° 40' und 10° 47' W.; wird im N. von Michigan und dem Mi-chigan-See, im O. von Ohio, im SO. und S. von Kentucky und imW. von Illinois begrenzt; hat von S. nach N. eine Ausdehnung von240, von O. nach W. von 138 Meilen und umfaßt einen Flächenraumvon 35,093'/, Quadratmeilen oder genau von 22,459,669 Acres.
Das ganze Land bildet eine Hochebene, die eine sanft gewellte Flächebietet, welche endlich in eine Hügelkette, die „Knobs" genannt, übergeht,deren höchster Pnnkt sich 816 Fuß über den Michigan-See erhebt. Bergefindet man innerhalb der Grenzen des Staatö nicht, und nur eine un«bedeütende Hügelkette, die nirgends über 1,200 Fuß steigt, streicht vonIllinois herüber. Ausgedehnte, mit dichtem Wald begrenzte Ebenen,untermischt mit feuchten, sumpfigen Flächen, schlechten Wiesen und rau-hem Hügellande, bilden die ganze Oberfläche des Landes, dessen Bodensich für alle Arten von Kulturen eignet, und an den Ufern aller Flüsse,denen des Ohio ausgenommen, einen reichen angeschwemmten Bodenenthält. Das Land ist vortrefflich bewässert: der Ohio bildet im S. dieGrenze und empfängt, außer dem Wabash, dem Hauptstrome Jndiana's,»Nr kleine Ströme aus dem Staate. Der Wabash bildet das innereFlußsystem Jndiana's, entspringt im westlichen Theile Ohio'S, durch-zieht den ganzen nördlichen Theil Jndiana's, beschreibt von Terre-Haute"»6 bis zu seiner Mündung die Grenze von JUionis, und empfängt imStaate: den Tippecanoe, Salamanic, Mississinewa, Wild-Cat, Wea,den Lermillion, Embarras, Bon Pas und Little-Wabash, den Sogar,Raccoon, White-River, Patoco und Sligv und viele kleinere Ströme.—Den NW. durchziehen der Pickamink und Kankakee, und den N. derSt. Joseph und der Maumee oder Miami der Seen. — Das Klima deshochgelegenen, mittleren und nördlichen Theils des Staats ist gesund; diefrischten Niederungen und Prairies erzeügen jährlich Wechselfieber. DerWinter beginnt selten vor Ende December, ist milder als in den östli-chen Staaten und hält nie so lange an; der Frühling beginnt Ende Fe-brnar; Anfang März blühen bereits Pfirschen und Kirschen und bis MitteApril sind alle Wälder schon im schönsten Grün.
Cerealien aller Art, Hanf und Tabak sind die Haupterzeügnisse desStaats; Wild ist noch in großer Menge vorhanden, und der Handelwit den Indianern, der hier lebhaft betrieben wird, hat hauptsächlichWlzwerk von Bären, Bibern, Fischottern, Füchsen rc. zum Gegenstand.Die Naturprodukte sind die des benachbarten Ohio. — Der Kunst- undGewerbfleiß ist hier noch von geringer Bedeütung. Der Handel ist imSteigen und wird durch die Staatsbank und 10 Zweigbanken, welche zu-ammen ein Kapital von 1,317,450 Dollars besitzen, durch die Jndiano-Pvlrs-Madisvn-Eisenbahn von 80 und den Wabash- und Erie-Kanal von-33 Meilen Länge unterstützt.
Die Einwohner Jndiana's, gegenwärtig 685,866 an der Zahl, wor-"ter nur wenige Farbige und keine Sklaven, sind ursprünglich frauzö-ü Canadier und Amerikaner aus den östlichen und südlichen Staaten,"d seit 1810 eine Menge europäischer Einwanderer, Schotten, Iren,schweizer und Deutsche. Im Norden leben noch gegen 20,000 Indianer.