Amerika.
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deckt und miasmatische Dünste ruhen fast während des ganzen Som-mers und Herbstes auf ihnen; das Innere des Landes ist aber trockenund gesund. In den südlichen Theilen des Staats fällt selten Schnee,aber gerade dort ist die Luft ungesund und das Land im Frühling undHerbst Gallen- und Wechselfiebern ausgesetzt.
Die Landwirthschaft ist in Illinois eine wahre Goldgrube und nurwenige Staaten besitzen einen solchen reichen, so leicht zu bearbeitendenBoden als dieser. Mais ist der Stapelartikel des Landes und liefertim Durchschnitt 5ü—8V und, wo er gut gepflegt, selbst Ivv— 12V Bu-shels vorn Acre; Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Flachs, Hanf rc. wer-den im Innern des Landes in großer Menge gewonnen. Tabak versprichteinst der vortheilhafteste Ausfuhrartikel zu werden; Baumwolle gedeiht,wird aber nur zum Hausbedarf gebaut. Die Viehzucht wird durch dieausgedehnten natürlichen Wiesen und Prairies sehr unterstützt, ist aberimmer noch in der Kindheit. — Die Waldungen sind gut bestanden undbieten Baumwollbaüme, Sycamvren, Ulmen, Buchen, Eichen, verschie-dene Nußarten, Ahornbaüme, Kiefer», Cyprcssen u. s. w.; wilder Weinwächst in Menge an den Ufern des Mississippi und Illinois. — Wild,namentlich Rothwild, Füchse, Raccoons, Opossums, Gopharö, Wiesen-Eichhörnchen rc., sind sehr gemein, und Bären, Wolfe, Panther undwilde Katzen immer noch in großer Menge vorhanden. Auch an Mine-ralien ist das Land nicht arm: im S. bildet der Sandstein, im N. derKalkstein das Grundgebirge; die Bluffs sind reiche Mergellager; Stein-kohlen findet man in jedem Kanton des Landes, und Bleierz, Salzquel-len, Schwefel- und Stahlwasserquellen wurden in verschiedenen Gegendenaufgefunden und theilweise schon benutzt. Große Fabriken und Manu-fakturen besitzt Illinois bis jetzt noch nicht, doch werden bereits fast dieHälfte aller Bedürfnisse im Lande erzeugt. Der Hausfleiß versorgt dieBewohner mit grobem Tuche und Kattun; die Salzsiedereien am Saline-River bei Shawneetown liefern bereits jährlich über 21V,vvv VushelsSalz, und die Gerbereien, Brennereien, Mühlen, Ahornzncker- nndPott-aschesiedereien schon viel Produkte zur Ausfuhr, und was der Staat sonstan Getreide, Tabak, Hornvieh, Pferden, Hauten, Salzfleisch, Pelzwerk,Honig und Wachs ausführt, deckt mehr als hinlänglich die auswärtigenBedürfnisse. — Der Handel ist bedeütend und wird durch die Staaten-Bank von Illinois und deren Zweige, deren Gesammtkapital 3,616,125Dollars beträgt, die Meredosia-Jacksonville-Eisenbahn und den Jllinois-Michjgan-Kanal kräftig unterstützt.
Einwohner zahlt der Staat nach dem letzten Census 476,183, wvr-unter 3,598 freie Farbige und 331 Sklaven. — Fast ein Zehntel der Be-völkerung sind Deütsche, welche sich großtentheilö erst seit >824 dorthinNewendet haben; die ursprünglichen Ansiedler sind französische Canadier,ven Hauptstamm aber bilden Anglo-Amerikaner, Schotten, Iren und^-"gländer. Der Beschäftigung nach sind 782 im Bergbau, IV5,337 inLfr Landwirthschaft, 2,506 im Handel, 13,185 in Manufakturen und7"gerben, 373 in der See-, Fluß- und Kanalschifffahrt und 2,V21 imv lehrten Fach bethätigt. — Indianer von den Stämmen der Pottawa-m,as, Chyppewas, Delawares, Piankeshaws, Kickapoos u. s. w. leben15-OOv im Lande, und besitzen diese verschiedenen indianischen Ra-in "cE!!."vch Reservate von 4,934'/, Quadratmeilen oder 3,158,11« Acresm ^lllnvls. —, Die Bekenner aller Kirchen finden sich auch hier; dieptrsten sind am zahlreichsten und haben 179 Kirchen und 163 Predi-