Buch 
6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
Entstehung
Seite
416
JPEG-Download
 

Amerikanisches Staatensystem.

416

schlangen, Boa, die Amaru, koa, lüvnstrietor, und L. euninu, svz-tsle,Oeneliris, en^firis, murinu und Irortulun»; von Nattern, Loluber, 36Arten; von Schuppenschlangen, ^nAuis, 9, und von Ringelschlangen,^mpkisbaenu, 3 Arten.

ll. Fische. Das Verzeichnis; der in den beiden Meeren und densüßen Seen und Flüssen der spanisch-amerikanischen Staaten lebendenFische ist außerordentlich groß, und viele derselben gehören unter dienoch unbeschriebenen Arten. Von Linnsi's 66 Genera sind 49 mit 171Gattungen hier heimisch. — e. Insekten und Würmer findet manhier in zahlloser Menge; von den nützlichen und von den Eiuwohnernbenutzten Insekten und Würmern findet man: die Kvchenille, in Mexiko,Quito, Peru und Tucuman; die Biene, in 7 Arten, in Peru, Chile, laPlata und Paraguay; Spinnen in unzähligen Arten, darunter eine,deren Faden als Seide gebraucht werden kann; die Perlmuschel, vielgefischt bei Panama, im kalifornischen Meerbusen, Rio de la Hacha,und überhaupt an der Nordküste von Cabo Vela bis Paria; die Pur-purschnecke; die speckartige Palmenmade, welche gern gegessen wird, undKrebse, Land- und Seekrabben in ungeheurer Menge. — Von lästigen,theils aber auch schädlichen Thieren dieser Klasse findet man: den Älca-ran oder Skorpion; den Arador oder Pflüger, und die Nigua, auchChigger und Attnn genannt, t>ulex kleine Insekten, die sich

unter die Nägel der Zehen und in die Haut eingraben und dort großeSchmerzen verursachen; die Coya; die Tarantel; die Termiten, die sich16 —12 Fuß lange Gebäude aufführen; die Zugbeüschrecke, die in Pa-raguay, Peru und California oft in wolkenähnlichen Schwärmen er-scheint; die Musqniten, deren verschiedene Arten jeden Monat wechseln,und die Cucaracha, die alle Eßwaaren und Kleider angreift und einenunangenehmen Geruch verbreitet.

Ebenso mannigfaltig sind die Produkte des Pflanzenreichs, dieso bis zu Ordnungen und Arten zu verfolgen, wie wir es zur Gewin-nung einer allgemeinen Übersicht bei den Saügethieren und Vogeln ge-than, hier unmöglich sein und in'ö Endlose führen würde; wir beschrän-ken uns daher auf vas, was unmittelbar in des Menschen irdische Wirth-schaft eingreift, und finden hier:

a. An Brodpflanzen und brodähnlichen Wurzelpflanzen: alleeüropäischen Getreidearten, die wegen der Erhebung des Bodens selbstunter dem Äquator gedeihen; den Mais und Reis; die Dncca, stutropünIVlanilwt, von welcher das Cassavebrod gewonnen wird ; die Zebrwurz,Frum eseulkutum und ssAittuei'olium; die Batate, Oonvolvulus öa-tuta«; die Aamswurzel oder Jgname, Dioscoieu «utivu und ulutu; dieKartoffel, in vielerlei Arten; die Alströmerie, in 3 Arten, mit melst-reicher Wurzel; die Oca, Oxuli« Ocm, mit 5 — 6 Zoll langer Wurzel-frucht, die kastanienartig schmeckt; die Banane, ftlu8L supimrtum, p?"rn<li8mc» und — l>. an Obstarten, Banmobst sowohl als obfi-

artigen Früchten: Weintrauben, nur in Chile und Mexiko; Goldfrüchkealler Art, Citronen, Limonen, Pomeranzen, süße Orangen und Pompel-musen, theils wild, gleichsam als Waldung, theils veredelt; Granat-apfel; Palmensrüchte; vielerlei Palmenarten haben diese südlichen "an-der in unabsehbaren Strecken überdeckt; viele sind mit schönen Frucht"begabt, wie die Chvnta-Palme in Pern rc., die Ungurave-Palme, mAchua, die Chambiva, die Jarina und die Kokospalme, welch' letztejedoch nur an der Küste fortkommt; Breiäpfel in mehreren Arten, v