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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerikanisches Staatensystcm.

Staaten und Staatenvereine.

Areal in deut,schen Quadrat-Meile».

Areal in engli-sche» Quadrat-Meilen.

Volksmenge.

Volkedichkigkeitiauf 1 deutscheQuadrat-Meile.

3. M riko oder Mejico.

43,890

934,550

7,587,000

175

4. Pucatan.

2.150

45,580

479,400

220

5. Guatemala.

2,295

48,750

728.500

317

6. Sau Salvador.

365

7,750

352.900

955

7. Honduras.

i,iic»

23,580

345.000

310

8. Nicaraqua.

1.700

36.120

365,750

214

9. Costa Nica.

1,070

22,735

247,200

230

10 . Neü-Mranada.

17,395

369,633

1,687.000

95

1 l. Venezuela....

18,960

402,850

945,354

49

12 . Ecuavor.

15,385

325,875

600.000

39

>3. Per,, .

18,580

394,820

1,725.520

92

14. Bolivia.

27,040

574,515

1,535,000

56

15. Chile.

8,010

170 210

1,500.000

187

IK. La Plata-Staaten.

41,2K0

876,770

2.379.888

57

17. Paraguay.

4,175

88,715

315,500

75

18. Nraguay.

4,SI5

104,415

250,000 »)

50

Total und Mittelwerth,

208,300

4,428,078

21,145,022

101

Nicht: 1,500,000, wie solches irrthümlich Seite 17 angegeben.

<20 wie das Land, so unterscheidet sich auch der Bewohner dieserStaaten von denen Nord-Amerika's britischer Nationalität, in Charak-ter sowohl als Denkart; er ist bigott und nicht so aufgeklärt und to-lerant als der Nord-Amerikaner, und der Druck, der auf ihm lastete,hat ihn in bohem Grade demoralisirt. — Bon Spanien aus entdeckt,und bis zur Zeit der Revolution beherrscht, ist die spanische Sprache Mamtlichen Landessprache geworden, ohne jedoch die einheimischen Spra-chen der Urbevölkerung verdrängen zu können, die im Vergleiche zu de»verhältnisimäsiig wenig zahlreichen Sprachen der alten Welt das merk-würdige Schauspiel darbieten, das; hundert von Sprachen hier gesprochenwerden, die nicht nur als verschiedene Dialekte, sondern als selbststän-dige Idiome betrachtet werden müssen. Unter den Bewohnern der Ande«haben sich die ursprünglichen Sprachen noch zahlreich, in Mexiko alle»'über 2ü Sprachen erhalten, von denen 14 ihre Grammatiken und Wör-terbücher besitzen. Im Norden der Landenge von Panama war die <U-tekische die am meisten verbreitete Sprache; in Central-Amerika die od»-milische, und in Neü-Granada, Ecnador, Peru und Bolivia die Quich»^und Chimu-Sprache. — Fast zwei Drittel der indianischen Bevölkerunghaben das Christenthum, wenigstens aüßerlich angenommen. Die S>Anier brachten, als sie Amerika eroberten, die römisch-katholische Kirassmit, deren Ceremoniell nicht verfehlte, einen tiefen Eindruck auf d>.gSinne der heidnischen Urvölker zu machen. Die Indianer wurden Cör»sten; dock nur selten waren eS Diener der Kirche, welche das Gesetz deLiebe predigten, grösitentheils waren es spanische Lanzenknechte, die w'Fester und Schwert das Wort Gottes verkündeten, und durch fanatisch