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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerika.

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Vergnügungen aller Art, und selbst das Kirchenwesen trägt durch diezahlreichen Kirchenfeste, Auszüge und Kirciienbeleüchtungen bei, die Lust-barkeiten der Einwohner zu erhöhen. — Neiva, unter Lat. 3° 14' N.,in einer heißen, feuchten, waldigen, aber aüßerst fruchtbaren Gegend, mit1 prachtvollen Pfarrkirche, 1 Hospital, 2 Schulen, 3 Klöstern und 10,85VEinw., meist farbigen, die bedeutende Viehzucht betreiben. — Mari-quita, unter Lat.'.5° 15' N., in der Ebene des Guali, am Fuß der gvld-und silberreichen Qnindiugebirge, mit 6500 Einw., die mehrere Kupfer-minen bearbeiten und Gold- und Silberbergwerke unterhalten. — Bar-tholomäo de Honda, unter Lat. 5° II' 45" N., an der Mündungdes Guali in den Magdalenfluß, bedeütende Handelsstadt, die 1807 durchErdbeben in einen Scbutthaufen verwandelt wurde, sich aber schnell wie-der erholte; mit 2 Kirchen und 11,400 Einwohnern; bebrütendem Han-del, Berg- und Ackerbau. — Jbague, auch Sän Bvnifacio de Jbaguegenannt, blühende Stadt, auf einer 4,000' hohen Ebene, an dem berühm-ten Paß, der über den Quindiu führt, mit 3,800 Enno., und bedeuten-dem Feldbau. — Medellin, Hauptort von Antioquia, unter Lat. 6°16' N-, in einer prachtvolle», gesunden Gegend, mit >3,500 E., welcheBerg- und Feldbau nebst Viehzucht betreiben. — Rio Negro, unterLat. 6° >3' R-, in einer überaus lieblichen Schweizerlandschaft, mit12,000 Einw. — Popayan, unter Lat. 2° 27' N., Hauptort und Stadtam reißenden Cauca, der hier eins der prachtvollsten Thäler als kleinerBergfluß durchströmt; die Stadt erfreut sich eines herrlichen Klima's,und einer majestätischen Umgebung, und ist prachtvoll gebaut; der Krieghat hier übrigens furchtbarer als die Erdbeben gehaust; am 19. April1822 wurde hier die berühmte Schlacht geschlagen, und viele Prachtge-baüde liegen seitdem noch in Trümmern, worunter auch die Kathedraleund mehrere Kirchen; noch aber stehen 4 schöne Hauptkirchen, der Münz-palast, die bischöfliche Residenz, und die prachtvolle Brücke über denCauca; von den 4 Klöstern der Stadt wurden 3 durch den Kongreß auf-gehoben, und dem Schulwesen überwiesen, welches hier zu blühen undsehr wohlthätig einzuwirken anfängt. Einwohner zählt die Stadt 26,310,die sich außer dem ergiebigen Bergbau mit Landwirthschast beschäftigen.—Llano grande, Villa ^ im Cancathale, von reichen Landgütern um-geben, mit 7,500 Einw.; — Guadalajara de Buga, am rechtenUfer des Cauca, mit 3 Kirchen, 4 Klöstern und 17,350 Einw.; zwei derreizendsten und gesundesten Orte. — Cartago, auf einer 2,200' hohenEbene, wo sich die Straßen über den Quindiu und nach Popayan kreu-ze», mit 3,950 Einw., 4 Kirchen, nud bedeutender Baumwollweberei undSpihenfabrikation. — Citara, auch Qnibdo genannt, unter Lat. 6°l8' N., am rechten Ufer des obern Atrato, mit 3,500 Einw., — Bue-"vVentura, unter Lat. 3° 15' R., an der Mündung des gleich». Flus-ses ju den Australozean, mit gutem Hafen, der durch die Insel Casca-*'ül gebildet wird, 1827 zum Freihafen erhoben wurde; mit 2,080 Einw.;"7 Barbacoas, unter Lat. 1° 42' N. 4 Meilen von der Küste, ineurer dürre» unfruchtbaren Gegend, mit bedeutenden Goldwäschereien,3-400 E. ; — Cartagena de las Jndias, unter Lat. 10° 26'N., an der Bai von Calamgri, auf einer schmalen Landzunge, dieOch nach W. in's Meer erstreckt, und durch eine Brücke mit der Inselund Borstadt Niximani verbunden ist, südlich von welcher die Insel Baru^gt, mit der sie die prachtvolle Hafenbay bildet, in deren Schutz alleMotten der Erde Platz haben; Hauptstadt des Departements Mazda-