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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerika-

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12. Die Republik Ecuador.

Die Republik Ecuador, früher die Presidencia de Quito, die dritte dercolumbischen Staaten, erstreckt sich von Lat. 6°S. bis Lat, 2° N., undvon Lvng. 296° 30' bis 300° 40' O., wird im N. von Neu-Granada,im O. von Brasilien, im S. von Peru, und im W. vvm Australvzeanbegrenzt, und umfaßt einen Flächenranm von 15,385 deutschen (326,875englischen) Q.Meile», oder 209,200,000 Acres.

Die Gestaltung des Landes ist höchst mannigfaltig; die westlicheHälfte gehört dem Hochlande, den Andes au, welche hier, von S. nachN. heraufsteigend, den Knoten von Lopa und Quito bilden, sich in zweiGebirgsäste theilen, das Thal von Cueuca einschließen, und im N. des-selben in den Knoten von Assuay sich vom neuen vereinigen. Auch hiertheilt sich das Gebirge in den östlichen Ast des Cvtopaxi und in denwestlichen des Chimborasso, und umgibt das 1326 Toiseu tiefe Beckenvon Alausi und Hambato, das bis zum Knoten von Chisinche reicht, woder Bergast des Äntisana im O., und der von Pichincha im W., dasThal von Quito einschließt. Der Aequatvr durchschneidet den Gipfeldes Cayambe, welcher dem Gebirgsast des Äntisana zugehört. Die zweiBergreiben des breiten Gebirgslandes laufen parallel und sind durchQuergräten verbunden, stehen da als ungeheuerer Bergwall von unge-Meiuer Höhe und Breite, auf welchem das so berühmte Hochland vonQuito liegt, dessen Vergebene 10 — 12,000' absolute Höhe über dem Mee-resspiegel hat. Dieses Hochplateau, oder eigentlicher diese Hochthäler,sind es, in welchen sich die Bevölkerung der Republik zusammengedrängthat. Der östliche Theil des Landes, welcher sich an den Ufern des Ama-zonenftromes hin erstreckt, ist eben und flacher Wald, und die Grenzennach Brasilien zu noch nicht genau bestimmt. Das Klima des Hochpla-teaus ist ausnehmend angenehm, und fast unveränderlich. Vom Decem-ber bis März regnet es fast jeden Nachmittag von 2 — 5 Uhr; ein reg-nigter oder auch nur wolkiger Morgen ist in Quito etwas seltenes, undselbst während der Regenzeit sind die Morgen und Abende ganz anmu-thig. Die Temperatur ist so mild, daß die Vegetation nie aufhört,Und deßwegen auch die Stadt Quito die Beinamen Kempre vercle undLtkrna primavkru mit Recht erhielt. In diesem heitern, unter demAequatvr gelegenen Landstrich; umfächelt von luftiger Kühle, blickt manMit Bewunderung auf die prachtvolle Gruppirung des Landes, das inriesenhaften Domen und Kegeln von 14 — 20,000' absoluter Höhe inD. und W. aufsteigt, und selbst auf der Hochebene noch dem Montblancgleich sich erbebt. Ein großer Theil von diesen Kegeln bildet noch im-'Uer thätige Vulkane, unter denen der Pichincha, an dessen Fuße Quito"egt, und der Cotopaxi, der schrecklichste aller Feuerfreier, der Carguei-rasso nordöstlich von Nio-Bamba, neben dem Chimborasso, und der Ca-Pac-Uru oder Altar, der den Chimborasso überragte, aber bis auf 16,000'Höhe herabgestürzt sein soll, die ansehnlichsten sind. Tiefe Schluchten^rspalten die Audenkette des Staats Ecuador, und führen als senkrechteGebirgspässe aus einem Hochthals in das andere; die wichtigsten dersel-sind; der Bergpuß über den Paramo del Assuay, welcher sich zu" — 14,000' erhebt, und auf welchem weitlaüftige Ebenen, Llano del