Amerika.
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DollarS an. — Die Industrie ist in Peru, wie in allen spanischenLändern die schwächste Pcnthie, doch fehlt nicht alle Gewerbsamkeit, undman findet einige Glasfabriken. Banmwollenwebereicn, Gerbereien, undin Lima Goto- und Silberfabriken und Ledermanufakturen. Der Handelist lebhaft, besonders in Callao, dem Hafen Lima's, welches überhauptder größte Handelsplatz, sowohl über See, als nach dem Innern desLandes ist. Obgleich zur Zeit der spanischen Herrschaft Lima als großesEntrepot für den Handel der ganzen Westküste von Süd-Amerika, einenzehnfach größer» Handel betrieb, wurden 1839 dennoch für 3,250,000Dollars, und 1840 für 3,504,000 allein durch britische Schiffe eingeführt,während in demselben Jahre die sämmtlichen Exporten des ganzen Landesnur 1,200,000 Dollars betrugen. Außer Callao find noch Lambayequeund Sechura im Departement Libertad, und Pocnsana, Lachira, Cho-rillas, Ancon und Chancay Häfen, die dem auswärtigen Handel geöffnetfind, aber im Verhältniß zu Callao nur wenig besucht werden, da derzuletzt genannte Hafen den Mittelpunkt des peruanischen Handels, Lima,i>u Hintergründe hat. — Die Ausfuhren Pern's bestehen hauptsächlichin Kupfer und Zinn, Silber, Corduan-Leder, Seide, Vicunja-Wvlle, Fie-berrinde rc. Die Einfuhren in europäischen Manufaktur- und Fabrik-Waaren, seidenen Stoffen, Wein rc., in Mehl und Getreide aus Chile,Und denselben Artikeln aus Nord-Amerika. — Die Einfuhrzölle sindstark, 30—80 Procent, und Ausländern werden in Bezug auf Binnen-handel, den nur Inländer betreiben sollen, viele Schwierigkeiten in denWeg gelegt. —
Die Staatsverfassung ist trotz des Kongresses, der aus einer Reprä-fentantenkammer und einem Senate besteht, nicht viel mehr als eineProvisorische Regierung, die von jedem „Oberhaupt" nach Willkühr ge-braucht und verändert wird. Justiz und Polizei sind noch sehr unent-wickelt; die öffentliche Erziehung und der Unterricht stehen noch auf einerlehr niedern Stufe, und hat man dafür noch keine Fonds ausgemittelt.Eine Universität mit 55 Lehrern wurde zwar 183t zu Lima gegründet,»nd die bereits 1692 zu Cuzcv gestiftete Universität 4828 erneuert, für.Volksschulen ist aber so viel wie nichts gethan worden. Der Kirchenstaat>st dafür desto glänzender ausgestattet, und die Besitzungen der Geistlich-keit und Kirche gewähren einen Ertrag von 2,000,000 Dollars. Manbat noch viele Klöster und sogenannte Casas de Exercitio, wohin sichärane» aus dem Leben zurückziehen. Die Geistlichen bestehen aus zweiKlassen: Wcltgeistlichen und Ordensgeistlichen, welche aber fast alle durchU)re Sitte» ein sehr böses Beispiel geben. Uebrigens ist die katholischeReligion im strengsten Sinne herrschende oder StaatSreligion und Peruj 'st in zwei Bisthümcr geschieden. Die Militärmacht ist gegenwärtig sehr^sduzirt, jedoch ziemlich geordnet und besteht aus 10,000 Mann regulärer, Gruppen und 42,000 Mann Miliz. Die Marine besteht aus 1 Fregatte,' Korvetten und 2 Goletten. — Trotz der Wirren scheinen sich die Finan-
immer mehr zu ordnen; die Staatseinnahmen betrugen 1840:?-83o,344 Dollars, die Ausgaben 2,526,705 Dollars; 1841 stellten sichi , 'e Einnahmen auf 2,608,033, die Ausgaben hingegen auf 3,012,280 Dol-I mrg. Die aüßere Staatsschuld, die nach der Trennung des Staats sich
8,540,000 Dollars belief, ist durch die fast jährlich wiederholten Dr-ucks und die rückständigen Zinsen der englischen Anleihe auf 14,080,744Dollars, die innere Schuld auf 6,327,950 Dollars gestiegen. Während^ Kirche Ueberfluß hat, schmachtet der Staat in Schulden! zwar hat