Das türkische Reich.
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bezieht die Türkei aus Rußland» ebenso Bürsten, die stark verbrauchtwerden, seitdem Tnchkleidung allgemeiner geworden ist; Hausgeräihekommt aus Frankreich, Italien und selbst aus Belgien. Von Zuckerwerden ungeheüre Quantitäten verbraucht, denn Süßigkeiten sind denTürken ein Bedürfniß, er kommt aus den Vereinigten Staaten vonAmerika, aus England, Frankreich und Holland. Der amerikanischeKaffee hat den arabischen von den Märkten der europäischen Türkei undder Länder von Kleinasien verdrängt; Erserum ist der Punkt, wo sichbeide Sorten begegnen, darüber hinaus wird nur der arabische Kaffeekvnsumirt. Thee liefert England; Kariar Rußland; der zuletzt genannteArtikel ist bei der griechischen Bevölkerung des türkischen Reichs sehrbeliebt. Butter ist ein Luxus,Artikel, den die Türkei aus Rußland be-zieht. Dieses Land liefert auch Talglichter nach Konftantinopel undSmyrna. Alle Farbestoffe und Spezereieu kommen durch die eüropäischeSchifffahrt nach der Türkei.
Der Handel ist fast ausschließlich in den Händen der Griechen,Armenier, Juden und Albanesen, so wie der fremden Kaufleute, die sichin den größer» Städten des Reichs niedergelassen haben. Die wichtig-sten Handelsplätze in den eüropäischen Ländern sind: Konstantinopel,Salvnik, Gallipoli, Enos, Warna, als Hafenorte, und im InnernAdrianvpel, Bosna-Serak, Janina, Belgrad in Serbien, Bucharest inder Wallachei und Galatsch in der Moldau. Die Handelsstraßen sind inder ganzen Türkei in dem allerabscheülicksten Zustande; außer in denDvnaugegenden, wo wohl Karren im Gebrauch sind, kennt man keinFuhrwerk, Alles wird auf Pferden, Maulthieren oder Kameelen trans-porlirt, Jedermann reist auf diese Weise, wenn er nicht zu Fuße pil-gert. Konftantinopel ist, wie gesagt, derHanpthafen auf der eüropäischenSeite, Smyrna und Trebisonde sind es auf der kleinasiatische», Beirutund Latakia auf der syrischen, Basra oder Bassorah ist es auf der per-sischen und Dschedta auf der arabischen Seite. Erserum, Karahissar,Tokat, Angora, Brussa, Bagdad, Diarbekr, Mosul sind die Haupt-bandelsstädte im Innern von Kleinasien, Armenien und Mesopotamien;Aleppo oder Haleb nebst Damaskus sind es in Syrien und Mekka, dieheilige Stadt der mohammedanischen Welt ist der größte Handelsortin Arabien, in Bezug auf den Zusammenfluß der Hnnderttansende vonGlaübigen, welche sich aus allen Enden der asiatischen und afrikanische»Welt daselbst alljährlich versammeln, und die neben dem eisigen Wohl,welches sie daselbst zu finden hoffen, das zeitliche nicht.hintansetzen. DieHaupthandelsstraßen, auf denen der Verkehr mit den eüropäischen Staa-ten unterhalten wird, sind die österreichische Straße, welche das türkischeGebiet in Belgrad betritt, und über Nissa, Sophia, Philpoppel nachAdrianopel laüst, woselbst sie mit der russischen zusammentrifft, die vonGalatsch, in der Moldau, über Silistria und Schumla laüft, und nunmit der österreichischen Straße vereinigt nach Kvnstanlinopel geht.Smyrna, Konstantinopel und Trebisonde sind die Eingangspforten vonKleinasien und Armenien auf der Westseite, Erserum und Bagdad auf°er Ostseite. Die Zwischenpunkte sind Tokat und Karahissar gegen We-sten, Siwas und Kai'ssar gegen Osten. Konftantinopel und Smyrnastehen mit Haleb über Koniah und Adona in Verbindung; die Straßevvn Diarbekr nach Aleppo laüft über Mardin, Orfa und Bir. Einelstoße Transtto-Straße zur Verbindung Eüropa's mit Ostindien laüftvon Ladikia über Artolia und Haleb nach Bir am Eüphrat, und dann