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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Das türkische Reich.

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auf die kleine Insel Massaua, welche aber dadurch wichtig ist, daß sieden einzigen Hafenort von Abyssinien bildet.

Die Finanzkräfte des türkischen Reichs werden auf 123 MillionenThaler geschätzt, davon 92'/r Millionen auf die unmittelbare» Länderfallen, mit Einschluß von 2 Millionen für Tunis und */, Million fürTripolis; wogegen die Einkünfte Serbiens 1 Million, der Wallachei 3Millionen, der Moldau l'/, Millionen, und die Ägyptens gegen 25Millionen betragen. Die Militärkraft, welche gegenwärtig eüropäischdisciplinirt ist, belaüft sich auf 38V,vvü Mann, davon 70,000 in Ägyp-ten gehalten werden. Dieses Ejalet hat auch eine abgesonderte Flotte,die in dem Kriegshafen Alexandrien stationirt ist. Die wichtigsten Kriegs-häfen der europäischen Türkei sind Konsiantinopel, Gallipoli und Warna.Die wichtigsten Festungen sind, in den eüropäischen Ländern: Belgrad,Widdin, Siliftria, Ruschtschuk, Schnmla, Warna, Skutari, Swornik,Bihatsch, Banialuka, Candia, die Dardanellen-Schlösser zu beidenSeiten des Hellespvnt. In Asien gehören Erserum, Kars, Bajasid,Bagdad, Wan u. m. a. zu den Grenzfeftungen gegen Rußland und Per-sien. Überhaupt ist in Asien jede Stadt und fast jedes Dorf mehr oderminder befestigt, um Stand zu halten gegen den Angriff, den nicht alleinein aüßerer, sondern vornehmlich ein innerer Feind nur zu gern undleicht auf die Sicherheit der seßhaften Bevölkerung versucht.

8. Topographie.

Konstantinopel, die Hauptstadt des türkischen Reichs, am Bos-porus, an der Scheidewand zweier Erdtheile, noch auf eüropäischemGebiete liegend, unter 41" 0' 12" nördl. Breite und 26° 38' 47" östl.Länge von Paris (die Sophien-Kuppel), nimmt ein dreieckiges Promon-torium ein, das in sieben Hügel gespalten ist, auf der Südseite von denFluchen des Marmara-Meeres und auf der Nordseite von einem kleinenBusen bespült wird, der in alten Zeiten das Goldene Horn hieß, undden Hafen bildet, worin zwölfhundert Schiffe einen sichern Ankerplatzfinden. Die Umfangsmauern von Konstantinopel stehen noch heüt zuTage auf derselben Stelle, wo sie der Konsul Cyrus-Constantin, aufBefehl Theodosiuö des II., erbauen ließ; sie haben eine Länge von mehrals 5,000 prcüß. Ruthen, oder über 2'/, d. Meilen, und enthalten 28Thore, von denen 14 auf der Hafen-, 7 auf der Ländseite und eben soviele auf Seite der Propoutis sind. Es ist schwer, die verschiedenenEindrücke zu schildern, welche der Reisende beim ersten" Anblick diesergroßen Stadt empfängt: ihre erhobene Lage, das Gemenge von Baü-vren, Haüsern, Minarets, der majestätische Eingang des mit Landhaü-fern oder Kaiken bedeckten Bosporus; der prachtvolle Hafen, der mit°en Vorstädten Galata, Pera, St. Demetrius umgeben ist; die großeAtadt Skutari, die sich auf dem jenseitigen Ufer erhebt; die grünenHügel, die sich hinter einander erheben; die Propontis, mit ihren la-chenden Inseln; weiterhin der Olympos, der mit Schnee bedeckt ist;Überall die manchfaltigen und fruchtbaren Gefilde Eüropa's und Asiens;^feses Alles zusammen genommen, bietet auf einem Male eine Füllehinreißender Gemälde dar. Man wird nicht müde, die Naturschönheiten^'eser Umgebungen zu bewundern und zu gleicher Zeit über die glückliche^.ge dieser großen Stadt nachzudenken, deren Versorgung mit Lebens-nuteln so rasch erfolgt, deren Vertheidigung so leicht, deren Hafen soncher, so bequem und geraümig ist, einer Stadt, die von der Natur zur

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