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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Mohammedanisches Staatensystem.

ftadt von Ägypten, am Nile gelegen, unfern der Stelle, wo sich dieserStrom zu seinem Delta bildet; nach Kvnsiantinopel die größte und wich-tigste .Stadt des türkischen Reichs, und, man kann es sagen, der ge-summten mohammedanischen Welt und des afrikanischen ErdiheilS; miteiner Bevölkerung von 3 » 0 ,tl 0 v Seelen, aber, wie alle Stätte des Mor-genlandes, schlecht gebaut, mit engen, ungepflasterten Gassen, die nurhin und wieder von einem größer» Platze unterbrochen werden. DieBedeutung von Kahira in politischer, kommerzieller und intellektuellerBeziehung ist bereits oben in der allgemeinen Schilderung des türkischenNeichs erwähnt worden. Am Fuße des Mokattam, eines Berges ander Ostseite der Stadt, belegen, erbebt sich über derselben, aus einemder Vorspränge dieses Berges, die Citadelle, in der der Statthalter vonÄgypten seine Residenz hat. Kahira gehört zu Unter-Ägypten oderBahari.

Kahira, Alt, siehe Bulak.

Kaisarieh, Stadt und Hauptort eines Liwa im Ejalet Käraman,am Fuße des Ardschis Dagh, des Argäns der alten Geographie, bele-gen. Es ist ein durch Handel blühender Ort mit 25,<>ttü I., und stehtauf der Stelle von Mazaca, später Cäsarea genannt, der Hauptstadtvon Kappadocien.

Kaisarieh, auf der Stelle von Cäsarea in Palästina, welchesHerodes der Große zu Ebren des Kaisers Augustns gründete, am Meeregelegen, jetzt ein ärmliches Dorf innerhalb zahlreichen Ruinen und Trüm-merhaufen, zum Liwa Jaffa des Ejalets Damaskus gehörig.

Kamen grad, in Türkisch - Kroatien, nnter dem Ejalet Bosnien,wegen Eisengrnben und Hütten bemerkenswerth; eine Äilbergrnbe scheintin dieser Gegend ebenfalls in Betrieb zu stehen.

Kandia, Kirid im Türkischen, Hauptvrt der Insel Kandia undeines Sandschak im Ejaiet d>r Dschesair, mit starken Festungswerke»,und einem größtentheils verschütteten Hafen, den man dagegen bei derkleinen, der Stadt gegenüberliegenden Insel Standia findet, wo Mar-mor- und Alabasterbrüche sind. Kandia hat gegen I8,VÜU I., davon drelViertel Türken sind. In den entfernteren Umgebungen liegen die Rüstneu von EnossnS, einst die Hauptstadt der Insel, Ivo das berühmte La-byrinth war, sodann die Trümmer der Stadt Gortyna, die unter derNvmerberrschaft alle Städte Creta's an Pracht übertraf, und der BergJda, der heut zu Tage Psiloriti he.ßt, der höchste Berg der Insel.

Kanea, Stadt von >2,l»N0 I , davon zwei Drittel Türken und eiuDrittel Griechen sind, Hauptvrt eines Liwa auf der Insel Kandia, w'-einem guten Hafen, welcher der besuchteste der ganzen Insel ist;eines griechischen Bischofs. .

Kanobia, ein Kloster im Libanon, znin Ejalet Tarablus gehöng'der Sitz des Patriarchen der Maroniten und als Hauptvrt diesesbirgsvolks anzusehen, dessen Land den Ramen Kesrnan führt ""reich an Korn, Wein und Baumwolle ist, Produkte, welche über Tara-blus und Dschebail in den eüropaischen Handel gelangen (s. TarabluS--

Kara-Hissar oder Asium-Kara-Hissar, d. h. schwarze Festung deOpiums, Stadt und Hauptvrt eines Liwa im Ejalet Anadoli,6ü,üüü I-, berühmt durch den Mohnbau und die ungeheüern QuantitaleOpiums, die hier bereitet werden; auch die Wollen-Mannfakiur blUyhier, wo einst Prymansia stand. ,

Kara-Hissar, Hauptvrt eines Liwa des EjaletS Erserum, a»