Das türkische Reich. 6 t
merkwürdig, weil man glaubt, daß hier das einst so mächtige Miletusgestauten habe.
Paramythia, im Liwa Janina des Ejalets Rum-Jli, auf einerder Vorterrassen von Epirus, Hauptort eines durch seinen Raüberstnnbekannten albanesischen Hirtenstammes, der Paramythioten, der gegenI5.VV0 Köpfe stark, und halb griechisch, halb mohammedanisch ist.
Parawadi, kleine Stadt südöstlich von Schumla. im Liwa Sili-ftria des gleichnamigen Ejalets, in einem der Gebirgsthäler des Balkan,auf der Linie zwischen Schumla und Warna, und darum in dem Ber-theidiqungssysteme gegen Rußland eine wichtige Stellung.
Parga, Seestadt auf hohem Fels, im Liwa Delwino des EjaletsNum-Jli, einst ein blühender Handelsort unter venetianischer Herrschaft,jetzt verödet und verlassen, indem die meisten Bewohner nach Kvrfu aus-gewandert sind.
Pater«, im Liwa Adalia des Ejalets Anadoli, ist die Stelle, woeinst Patara stand, von dem noch zahlreiche Trümmer übrig sind. DerHasen aber ist verschlammt; er ist zu einem Sumpfe geworden, der mitBuschwerk bewachsen und vom Meere durch einen Sanddamm, ohneÖffnung, getrennt ist.
Peramo, ein kleines Dörfchen auf der Halbinsel, welche durch An-spülungen des Meeres aus der vormaligen Insel Cyzicus entstanden ist,bezeichnet unter der großen Menge berühmter Ruinen, welche das süd-liche Ufer der Propontis umgeben, die Stelle, wo Cyzicus, eine der er-sten Handelsstädte teö Alterthums, gestanden hat, jetzt ein Dörfchenohne alle Bedeütung.
Perserin oder Prisrendi, Stadt und Hauptort eines Liwa imEjalet Rum-Jli, in Ober-Albanien, im Thale des weißen Drin, dasVaterland Jnstinians, und die wahre Stelle der.knstininiin kN'imrt, inMitten slavischer und albanesischer Vvlksstämme, welche eben so ungast-lich, eben so wild sind, als die Laren und Adler ihrer Berge. Perserinsoll 4,ov« Haüser haben, was auf eine Bevölkerung von etwa 20,vvvI. schließen läßt.
Petrowitsch, Stadt im Liwa Kustendil des Ejalets Num-Jli, wo-selbst ein sehr bedeütender Tabaksbau getrieben wird, dessen Gewächsunter, dem Namen Petrich bekannt ist.
Pharsala, oder Sataldsche der Türken, im Sandschak Trikala desEjalets Rum-Jli; historisch merkwürdig durch Cäsars Sieg über Pom-pejus; es ist eine Griechenstadt mit 8,00U I., die sich auf Industrie undHandel legen, und einen Bischof haben.
Philippopel, Filibe im Türkischen, Stadt an der Maritza, imEjalet Num-Jli, dem alten Tbracieu, Sitz eines griechischen Erzbischofs,3ü,Wy I., große Seiden-, Tuch- und Baumwvllen-Fabriken.
Piramendi, stehe Kleissura.
Plovest, Flecken in dem wallachischen Bezirk Braowa, bemerkens-lverth wegen der großen Wvllmarkte, die hier abgehalten werden. In^'r 'Nachbarschaft dieses Ortes liegen die Steinsalzgruben Slaniknl"nd Okna-Telenga; bei letzterer kommt auch Bitumen vor.
Prevesa, blühende Seestadt au der Mündung des schönen Meer-Meus von Arta, mit einem Hafen, welcher als Hauptstapelplatz derProdukte Nieder-Albaniens betrachtet wird. Diese, zum Liwa Janina«es Ejalets Num-Jli gehörige feste Stadt zählt 8,0«v I. und beherrscht°en Eingang des gedachten Golfs, der HinsichtS der Sicherheit und