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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Daü türkische Reich.

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Safed, Hauptort deS Distrikts gleiches Namens, im alten Galiläa,Zum Liwa Tabarieh des Ejalets Akka gehörig, eine fast ausschließlichvon Juoen bewohnre Sradi, die daselbst eine höhere Lehranstalt, eineArt Missionsschule zur Bildung von Verkündigen! des mosaischen Glau-bens, und eine Buchdruckern besitzen.

Salagora, siehe Arta.

Salonik, Selaniki im Türkischen, Thessalonika der alten Geogra-phie, nach Konstantinopel die bedeutendste nnd wichtigste Sladt der eu-ropäischen Türkei, im Ejalet Rum-Jli, dem alten Macedonien, imHintergründe eines kleinen Meerbusens gelegen, an dessen Ufer sie sichamphilheatralisch erhebt. Sie besitzt noch heütiges Tages viele Monu-mente ihres ehemaligen Glanzes, und andere verschiedene Triumphbogen,unter denen einer, der »och fast ganz erhalten ist, dem Kaiser Anto-nin errichtet wurde, und sehr schöne Kirchen, die in Moscheen verwandeltworden sind, darunter die prachtvolle Kirche des heiligen Demetrius.Die Nhede gewährt nicht vor allen Winden Schutz, wohl aber der vonKonstantin dem Großen angelegte Hafen, worin gvv Schiffe Plag findenkönnen. Aquädukte führen, der Stadt oom Berge Hortasch das Trink-wasser zu. Die große Jabl der Jude», sagt der türkische GeographHadschi Khalfa, ist ein Makel für diese Stadt, aber der Handelsgewinn,den sie herbeiführen, drückt dem wahre» Glaübigen die Augen zu; dieJuden fügt er hinzu, unterhalten große Teppich-Fabriken, und sie habeneine Schule, a» der 2VV Lehrer thätig sind. Die Juden haben hier einenGrvß-Hakam, eine Art Hohenpriesters. Aber auch die Griechen nehmenan der Bevölkerung, die auf 70,000 Seelen geschätzt wird, einen großenTheil; sie haben hier ein Erzbiötbnm; die Türken einen Groß-Mollah;Man hält sie für einen aus türkischem und jüdischem Blut entsprungenenWschnngsstamm. Außerdem leben hier eine große Menge Eürvpäer oderFranken. Salonik ist einer der wichtigsten Handelsplätze im türkischenReiche. Hanbels-Karavanen ziehen mit den hier fabricirten Baumwol-len-Waaren, Tabak, Teppichen und Leder-Waaren aus Maroquin nachSemlin, nach Wien, ja bis nach Leipzig, und es besteht eine regelmäßige^ostverbindung über Wien mit Twütschland, die zwei Mal in der Wocheabgefertigt wird. Alle eürvpäischen Handels'Nationen unterhalten hierKonsnlar-Agenten. An der Industrie von Salonik nehmen die in denUmgebungen dieser Stadt belegenen Ortschaften: Jenidsche-Dardar,eine kleine Stadt von 6,000 I., mit großen Pflanzungen des bestenMacedonischen Tabaks, und Karaveria^ eine Stadt von 8,00» I., mitZahlreichen Baumwollen - Fabriken und Färbereien, einen sehr lebhaftenAntheil. In der Nähe der zuerst genannten Stadt liegen die Ruinenb°n Pella, wo Alexander der Große geboren wurde. Urumdschik, einDorf ju der Nähe von Salonik, dient den Franken zum Sommerausent-balr. und Sedes, ein anderes Dorf, ist wegen seiner Mineral-Quellenbekannt.

Samakow, kleine Stadt im Liwa Sophia des EjaletS Num-Jli,

Ursprung des Jsker gelegen, hoch am Schlußrücken des Gebirgs,mirch Elsengrube» nnd Eisenhütten bemerkenswerth, und durch den Ge-vlrgspaß Kis Derbend, der, so wie der Sulu Derbend, oder die traja-m>che Pforte, bei dem benachbarten Städtchen Jchliman, die Haupt-bassagen aus den nördlichen Gegenden der cenlralen Türkei nach dem^Uden bilden.

Samvdraki oder Semadrek, Insel im Archipelagus, zum Ejalet