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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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70
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70 Mohammedanisches Staatensystem.

hatten, seinen Wohnsitz außerhalb Landes, im nahen Nagusu, znnehmen.

Trebisonde, gewöhnlich Trapezunt genannt, Tarabasan der Tür-ken, Hauptstadt des kleinasiatischen Ejalets gleiches Namens, und derwichtigste Hafen des türkischen Reichs am schwarzen Meere, auf derSteile des alten Trapezus, einer durch die Griechen von Sinope gegrün-deten Kolonie, einst die Hauptstadt eines durch einen Zweig der Coinne-lien von Konstantinopel gestiftete» Neichü, welches in der Mitte deslöten Jahrhunderts durch Mohammed II. zerstört wurde; fetzt noch miteiner Bevölkerung von mindestens 50,000 Seelen, meistens Griechen undArmenier, die einen außerordentlich lebhafte» Handel treiben, denn alleWaaren des Innern von Alle», oder die dahin bestimmt sind, und dienicht auf dem Landwege, vermittelst Karavanen, durch Kleinasien ziehe»,gehen zur See über Trebisonde. An diesem Seehandel nehmen auch diekleineren Hafenorte Ternboli und Karasun, die westwärts von Trebi^sonde liegen und zu dessen Ejalet gehören, Theil; in ihren Bezirken wirdetwas Seidenbau getrieben.

Trikala, oder Tirhala, Stadt und Hauptort des Liwa gleiche»Namens, welcher ganz Thessalien umfaßt, im Ejalet Num-Jli; 12.000 JaSitz eines griechischen Erzbiscbofs, festes Schloß. In der Nähe liege»die unter dem Namen der Meteora (Hochorte) bekannten Monasterie»auf Felsengipfel, zu denen man vermöge eines Korbes, in welchem ma»heraufgewunden wird, gelangen kann. Weiterhin liegen die Engpaß«von Agrawa, die nach Epirus oder Nieder-Albanien führen.

Troja, s. Bunarbaschi.

T schelin dre h, ein kleiner, aber sicherer Hafen, im Liwa Anenussdes EjaletS Adana; insbesondere dadurch bemelkenöwerth, daß hier d>«Überfahrt der von Konstantinopel kommenden und nach Cypern besinn:»^ten Negierungs-Kuriere stattfindet. Es ist hier nur eine kleine Niederlassung bei den Ruinen einer Festung. Hier ist die Stelle des alte»CalenderiS, was auch Pvleopolis genannt wurde, und wo Sentius de»Cn. Piso schlug, nach dem Tode des German-cus.

T schirmen, Sandschak, Siadr im Ejalet Silistria, klein und u»b^deutend, nordwestlich von Adriauopel.

Tultschin, s. Matschin.

Tunis, Hauptstadt des Ejalets gleiches Namens, am Meer«'100,000 I. Sehr viel Gewerbfleiß in Seiden-, Sammt-, Tuch- »"Müheu-Fabriken; aüßerst lebhafter Handelsverkehr mit dem Innervon Afrika, wohin große Karavanenzüge dirigirt werden. . ,

Ujwarina, Hüttenort an der obern Morawa, in der serbiich«Provinz Pristina, mit Eifenhämmern, Waffenschmieden und Flinte^fabrik. „

Unieh, Hauptort eines Liwa im Ejalet Siwaö, am schwarzMeere gelegen, mit einem kleinen Hafen, von wo aus eine lel>lH„'Schifffahrt nach der kaukasischen Küste und selbst nach den Häfen iV»rußlands betrieben wird. Dieser Ort ist das alte Oenon in PontuS.

Usitsch^,, Stadt von <i,000 I., in der serbischen Provinz Seimdria, an der Hauptstraßeu-Verbiiibung zwischen Serbien und BoSMberühmt durch ihren Obstbau, der vorzüglich auf Kirschen gerichtet U - .

Uscat oder Jeusgatt, Stadt und Hauptvrt eines Liwa im ^-1Siwas, ein in neuerer Zeit blühend gewordener Ort, der auf der >2des alten Tavia in Galatia steht.

UsknMens des >ÜmgebungUsunKonstantingelegen, bilimnia, voland und sVurl«inst DaphBischofs dlWadigroße Thaldes alten §den sind.das größteEjalets DNamen.

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