Buch 
6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
Entstehung
Seite
100
JPEG-Download
 

10 »

Mohammedanisches Staatensvstem.

gegen die seßhafte Lebensweise vertauscht haben, ziehen diese leichten undluftigen Wohnungen fester» Häusern vor, und nicht selten steht man inPersien viele Leute zur Sommerszeit ihr Zelt in den Hofraümen derHäuser aufschlagen.

Im Ganzen genommen sind die Asiaten sehr mäßig. Ein Weizen-brod, anderwärts ein Brod aus Mais, wieder anderwärts ein Brod ausWeizen mit Gerste oder Dschioghen (Ilolvus saoctisratus) vermischt, so-dann Reis, Milchspeisen, Früchte, etwas Gemüse und Hammelfleisch,das sind die Hauptbestandtheile ihrer Nahrung. Die Bewohner derheißen Länder leben im Sommer und Herbst hauptsächlich von Früchten,die viel wohlfeiler sind, als Brod. Es gibt Nomaden, die nur Milch-speisen genießen, und trotz ihrer zahlreichenHeerden nur dann und wannein Schaf schlachten. DaS Mittagessen der reichen Perser ist sehr gutzubereitet, stark gewürzt, mit den manchfaltigsten Brühen und vielenSüßigkeiten. Die Türken lieben ebenfalls die Süßigkeiten; aber beiihnen wird an vielen Orten der Zucker durch Maulbeer-, Trauben- undverschiedene Arten Manen-Saft ersetzt. Der Gebrauch des Thees, derin Persien ganz allgemein geworden ist, hat die Konsumtion des Zuckersungemein erhöht.

Don den Gastmahlen der vornehmen Perser gibt uns ein englischerReisender folgende Beschreibung: Das Tischtuch, Sofra, aus Zitz, ge-wöhnlich mit mehreren aus dem Koran und der Überlieferung des Pro-pheten eingewirkten Sprüchen verziert, wird auf dem Boden so ausge-breitet, daß es die Knie der Sitzenden ganz bedeckt. Je zweien undzweien der Gäste wird ein Gang, der immer aus zwei oder drei Schüs-seln besteht, vorgesetzt, mit Zwischenschalen mit eingemachten Früchten,Sorbeten, Brühen u. s. w. Zu jedem vollständigen Mahle gehörenwenigstens drei Arten von Pilaw, gekrüllter und manchfaltig gefärbterReis. Bei einem der englischen Botschaft gegebenen Mahle warenwenigstens 20V Schüsseln der verschiedensten Gerichte, die Scherbete ein-gerechnet. Die Perser essen alles durch einander, lieben aber vorzüglichSüßigkeiten und Sorbete, besonders gefrorene. Die Sorbete werden mitLöffeln gegessen, alles Übrige mit den Händen, daher die Nothwendigkeitdes Hälidewascheiis dringender, als bei den Bewohnern des Abendlandes.Es ist komisch zu sehen, wie, bis die Gießkanne an ihn kommt, jederseine rechte mit den Überbleibseln aller Speisen bedeckte Hand wagerechtausstreckt, um seine Kleider nicht zu beschmutzen. Der Abhub der Her-rentafel wird dann erst den Halisvffizianten und dem übrigen Gefolgeaufgetragen, wie der Abhub der Tafel des Großwesirö zu Konstantinopelden Minister-Staatssekretären. Auch im gewöhnlichen haüslichen Lebenfindet die Sitte statt, daß die Dienerschaft des Hauses den Abhub derTafel empfängt.

Das Gesetz Mohammeds hat, wie schon erwähnt wurde, den Genußdes Weins verboten. Dieses Verbot ist von den Kommentatoren desGesetzbuches auch auf alle übrigen starken Getränke ausgedehnt worden)aber es wird in vielen Ländern des mohammedanischen Staatensystems,ganz besonders in Persien, wie bereits oben angeführt wurde, sehr wenigbeachtet, und man darf vermuthen, daß die Trunksucht den asiatische"Völkern nicht fremder ist, als den eüropäischen. Die Christen und dieJuden, welche sich mit der Fabrikation starker Getränke beschäftigen,haben unter den Muselmännern immer eine gute Kundschaft gefunden.

Außer den religiösen finden in der mohammedanischen Welt keine

großen FesSeltenheitist das gidas Früh!und bei dNoch andeauch hin nKurdi, Fes>gefeiert wi

Tehrunter 35°südlichen '»,760 Fußanderen grZeiten diedas alte Lfaban derresidenz d<von KaSnUnter denschid Schahviele BädeAnstalten,geben, deierhebt, voiMeile vonThron derdirgshöhennäher derBildergallan den piwenn derkaum 40.0Und jüdisUnd etwas-große Me!beamteu r^nzufiudeilehr bedeiHauptstadBibel, dedie von Zdas Maus

Die wich

Abbehier die E