104 Mohammedanisches Staatensystem.
liehen Gebirgwalles, am Elwensgebirge, von dem aus die Felder bewässertwerden.
Disful, blühende Stadt von 15,000 I. in Chusistan. In derNähe die Ruinen von Schusch, welche Hammer für das alte ElywaiS hält.
Dorak, Stadt in Chusistan, in der Abtheilung Ahwas, Hauptvrtder Sabiuer, und auf der großen Pilgerstraße von Kerman und Farsnach'Mekka. Hier sind warme Quellen. Die Stadt wird auch Ferahigenannt.
Dschulfa, Stadt am Aras, östlich von Abbasabad in der ProvinzAserbeidschan. Dies ist das alte Dschulfa, woher Schah Abbaö diearmenischen Bewohner nach Jßfahan verpflanzte, und die dort angelegteVorstadt nach diesem Orte ebenfalls Dschulfa nannte.
Dschurdschan, Gnrgan, Kurkan, Distriktsstadt im östlichen Theilevon Masenderan, an dem reißenden Flusse gleiches Namens, der sichbei Abesznn unterhalb Astrabad in den kaspischen See ergießt. DieLage ist sehr ungesund, weswegen die Stadt und Umgebung auch dieBegräbnißstätte Chorassans genannt wird.
Essedabad, Städtchen in Kurdistan, auf derStraße vonKonkowarnach Hamadan, Sitz der mächtigen Familie Ferdschnllah vom StammeEfschar, die den fruchtbaren Landstrich zwischen den beiden genanntenStädten besitzt.
Firnsabad, kleine Stadt in Fars, berühmt durch das beste Nosen-wasser und die Ruinen eines alten Feüertempcls.
Gerdsch, Stadt in Kurdistan, unfern des Berges Noöwend, welcherfast eben so viele Skulpturen und Inschriften trägt, als der Bissnbnnbei Hamadan. In der Nähe liegt das feste Schloß Fersin, durch warmeQuellen bekannt.
Hamadan, eine der Nierstädte der Provinz Irak adschem, dasalte Ecbatana, am Fuße der Berge Elwend, mit einer Bevölkerung vonW,000 I., die ansehnliche Teppich-Fabriken und Gerbereien unterhalten.Man zeigt hier das Grabmal Esthers und Mordvchai'ö, das bei denJuden in großer Verebrung steht. Ein Viereck des Schlosses von Ha-madan heißt noch heute Tacht Ardeschir, d. i. der Thron des Artapeipes.In der Nachbarschaft ist Faraha» mit einem Salzbergwerk, dem maneinen Flächenraum von 16 O Meilen beilegt.
Jßfahan, eine der Vierstädte von Irak adschem, unter des SeffDynastie die Hauptstadt des Reichs, und auch jetzt noch seine größteund eine seiner wichtigsten Städte, mit vielen Moscheen, Grabmäler»und Prachtgebaüden und zahlreichen Gärten und einer Bevölkerung, dieauf 200,000 Seelen geschätzt wird; die gewerbfleißigste Stadt von Per-sien, wo alle Gewerbe und umfassende Handelsgeschäfte getrieben werde».Dschulfa ist die von Armeniern bewohnte Vorstadt von Jßfahan muneün Kirchen; eine andere Vorstadt heißt Gebrabad, weil sie vordemvon Gebern bewohnt war; eine dritte führt den Namen Jahudeca, d. >-Jndendorf, weil sie von Juden bewohnt ist. Zahlreich sind die Sommer-paläste in den Umgebungen der Stadt, die zu den schönsten in ga>UPerften gehören.
Jstachr, das alte Perfepolis in Farsistan. Der Umfang der alte»Stadt soll zehn Meilen in der Breite und vier in der Lange gewesensein, und al,o den größten Theil der Ebene Merdescht begriffen habe»'welche von Alterthümern wimmelt. Jetzt ist der Ort unbedeutend, er istder Mittelpunkt des klassischen Bodens vpn Persien,