Das persische Reich.
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Jesd, Stadt in Fars, mit mindestens 50,000 I. Darunter vieleGebern oder Feueranbeter und einige Jnden-Familien. Jesd ist durchdie Schönheit seiner Lage und Bewohner berühmt, aber auch durch seineSeidenstoffe, die, sowie die Teppiche von Bast, einem zwei Meilen ent-fernten Dorfe, die vorzüglichsten Persiens sind. Der Zuckerraffinerien,welche zu Jesd im Gange sind, ist bereits oben Erwähnung geschehen.Die Stadt hat überdem 34 Werkstätten von Waffenschmieden, wovon13 allein Säbel und Dolche verfertigen. Jesd ist ein Stapelplatz zwischenIndien, Buchara und Persicn. Sechs Mal des JahreS bringen die Ka-ravanen von Herat Kafchmirshawle und indischen Stahl, die von Mesch-hed Schaföfelle von Buchara, die von Jsifahan und Schiras europäischeWaaren, russisches Kupfer und Seide aus Gilan, indem Jesd nicht Seidegenug für seine Fabriken erzeügt.
Jesdchuast, kleine Stadt in Fars, mit 2.000 I., Grenzfestuugzwischen Fars und Irak adschem, an der großen Karavanenstraße vonSchiras nach Jßfahan.
Kain, in der Provinz Kohistan, reich an Korn und Safran, undberühmt wegen seiner Teppich-Manufaktur; das hiesige Schloß war eineHauptbesitzung der Assassinen. Die Gegend von Kain gilt für die an-Mnthigste in Kohistan.
Kalai Sefid, ein unbezwingliches festes Schloß auf einem isolir-ten Berge, der 20Meilen im Umfange hat; es liegt im westlichen Theilevon Fars, in einer von dem raüberischen Stamm der Memessani sehr un-sicher gemachten Gegend.
Ka schau, Stadt in Irak adschem, mit 15,000 I. Die Brokate undDraps d'or und Draps d'argent dieser Stadt sind die kostbarsten Per-siens, auch arbeitet man liier in Gold, Silber und Stahl und dieKupfer-waareu, die hier in achtzig Werkstätten verfertigt werden, gehören zuden besten; das ganze Reich wird von Kaschan mit Kupfergeschirr ver-argt. Es befindet sich hier ein königlicher Garten, und in der Entfer-nung einer Meile das königliche Lustschloß Baghfin.
Kaöru», in Farsistan, auf der großen Karavanenstraße von Abu-schcher nach Schiras, die größte Stapelstadt des Handelsverkehrs zwischenbeiden Städten, in einer von Orangen, Citronen«und Datteln fruchtbarenEbene, die von Jasminen, Veilchen rc. duftet; vier Meilen von hier lie-fen die Ruinen von Schapur mit Felsenskiilptureu.
Kaswin, eine der Vierstädte der Provinz Irak adschem, größer im"Mfange als Tehran, aber nicht so volkreich, denn Kaswin hat nur?0,ooo I. Hier werden sehr gute und schöne Säbel verfertigt, welchefkdvch denen von Chorassan und Schiras an Güte weichen; verschiedene
Stoffe, und besonders aus verschiedenen Tnchstücken künstlich zusammen-genähte Pferd'edcckeu. Kaswin liegt in einer großen und herrlichen^be„e, die fruchtbar über die Maße» ist, ganz besonders Melonen undWassermelonen hervorbringt und eine Traube, die für die beste PersiensMt. Schon Mohammed nannte Kaswin eine Pforte des Paradieses,Und dieser Name ist ihr geblieben.
y. Kerman, oder Kuwaschir und Berdischir genannt, Hauptstadt derProvinz Kerman, mit 30,000 I., worunter nur wenige Gebern und keine<irrnenier und Juden. Die Naturprodukte, wodurch diese Stadt berühmtfind das Haar der Ziegen, sodann auch Wolle, Datteln, Feigen;^unsterzeügnisse sind ihre Shawls, Flinten und Filze.
Rermanschah, Hauptstadt von Kurdistan, in fruchtbarer Gegend,